Foto-Verbote: Restaurants haben Foodblogger satt

24. Jänner 2013, 10:06

Nicht jeder Restaurantbesitzer und Koch ist über die "Werbung" in sozialen Netzen glücklich. Jetzt kommen Verbote zum Einsatz

Instagram, Twitter und Facebook: Fotos von Speisen sind in sozialen Netzwerken mindestens so normal wie der Like-Button unter einem Blog-Artikel. Doch die Foodblogger dieser Welt könnten schon bald etwas ausgebremst werden. Der "New York Times" zufolge haben die ersten Restaurants in den USA bereits mit einem Fotografier-Verbot reagiert. 

Nur in der Küche

Der New Yorker Koch David Bouley ist nicht der einzige, den die aufgestellten Stative, Blitze und andere Kameraausrüstungen im Restaurant-Ambiente stören. Laut ihm müsste man diesen Menschen Einhalt gebieten. Wenn es sein muss, mit Verboten. Doch weil man die Gäste nicht verärgern will, wird ihnen stattdessen angeboten, das Essen noch in der Küche zu fotografieren. Das sei einfach, denn man redet den Gästen einfach ein, dass der Marmortisch in der Küche einfach besser rüberkommt.

Verbote

Doch vielen Restaurants ist das zu aufwendig und sie verzichten auf einen Kompromiss mit den Gästen. Stattdessen setzt man auf strikte Verbote, um die Gäste am Nebentisch nicht zu verärgern. Auch rücksichtsvollen Fotografen, die weder aufstehen noch Blitze verwenden, wird keine Ausnahme eingeräumt. "Keine Fotos erlaubt" lautet das Motto in mittlerweile zahlreichen Restaurants und Diners, wenn der Gast doch das Smartphone oder die Kamera zückt. 

Argument Werbefaktor

Vor allem High-End-Restaurants, die renommiert und beliebt sind, haben sich zu dieser Maßnahme entschieden, nachdem sich andere Gäste von dieser Aktivität gestört fühlten. Auch die Köche fühlten sich teilweise nicht ganz wohl bei der Sache und haben interveniert. Mache Restaurants stellen die Fotos der Gerichte am nächsten Tag online. Doch die Leute würden die Fotos sofort an ihre Freunde verschicken wollen und nicht jeder halte sich an die Einschränkungen. Argumentiert wird oft mit dem Werbefaktor, der dem Restaurant zu Gute kommt.

In Wien noch halbwegs toleriert

Auch in Wien gab es bereits Berichte über verärgerte Restaurant-Besitzer und Cafés, die Gästen das Fotografieren verbieten wollten. Wie das österreichische Magazin für Ess- und Trinkkultur "A la Carte" bereits im Vorjahr berichtete, würden sich auch in Österreich einige Restaurants wünschen, dass Gäste vom Fotografieren Abstand nehmen. Im Steirereck hingegen toleriert man die Foodblogger zumindest solange sie keinen Blitz einsetzen oder während des Essens aufstehen.

Heutzutage sei das laut Steirereck-Küchenchef Heinz Reitbauer normal. Früher hingegen habe man einen Fotografen schon mal der Werksspionage bezichtigt. Im Wiener Palais Coburg will man schlechte Bilder von Essen vermeiden. Auch das Restaurant dort stellt Fotos von Essen online und will damit die schlechte Präsentation des Essens im Netz vermeiden. Und sein Gutes hätte das Ganze auch, so Reitbauer: "Köche, die - sagen wir einmal - unsauber arbeiten, fliegen heute leichter auf". (red, derStandard.at, 24.1.2013)

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ja

aber genau diese "high end" restaurants verbieten das fotographieren.

dem wirt ums eck is eh wurscht, ob man sein wienerschnitzel fotographiert oder nicht. außer natürlich wenn er bei irgendwelchen sauereien erwischt wird...

Ich denke eher dass "High-End-Restaurants" das Fotografieren in allgemeiner Gesellschaft verbeiten - in einer geschlossenen Gesellschaft fühlt sich ja kein Dritter gestört - das ist ja die Argumentation.

Und wenn

der Onkel Erwin nun auch ein begabter Fotograf ist? Es gibt schlechte Profis und gute Hobbyisten. Eine Pauschalaussage ist nicht zulässig.

Jetzt sei mal erhlich, du kennst doch Onkel Erwin ... :D

Deeen Onkel Erwin ..

Landesvater-Unser meinst?
Aber geh, der drängt sich lieber selbst ins Bild während er die Miss Veltlinger, Miss Spargel etc. begrapscht

Gilt das auch für die hohe Kunst der Bier-Fotografie?

Wenn ich im Gasthaus was fotografiere, dann das Krügerl.

Was sagt Herr Fiedler dazu?

sagtmal leute.... hat von euch schonmal jemand wirklich in einem restaurant jemanden gesehen der sein fotoequipment aufgebaut und wie blöd um sich geblitzt hat?

ich bin jetzt nicht täglich in restaurants unterwegs, aber ich habe das noch nie(!) erlebt.

grün: ja habe ich schon erlebt
rot: nein habe ich noch nie erlebt

Ja in Österreich gibts halt

weniger foodblogger als in den USA..

Ich habe schon öfter Fotos des schön eingeschenkten Gerstensaftes auf sozialen Plattformen gesehen. Die Speisen werden in meinem Bekanntenkreis nicht so wichtig genommen.

Ich möchte gern Ihr Posting bewerten.

Gibts dafür auch wo eine Bewerten-Funktion mit der ich Ihnen nicht das Gefühl gebe, Sie hätten mit Ihrer Meinung Recht?

hagane sagt keine Meinung.

Er schreibt seine Beobachtung und stellt eine Frage. Beides ist nicht bewert- aber sehr wohl kommentierbar.

Wie ein User schon weiter unten sagt:

Mich nerven diese Pseudoabstimmungen.
Wie bring ich das zum Ausdruck?

Einfach Ignorieren?

Das kann doch nicht soooo schwierig sein.

es tut mir wirklich sehr leid dass dich solche abstimmungen nerven.

rot: mich nerven abstimmungen
grün: mich nerven abstimmungen nicht

:P

Danke für den Lacher.

rot

weil mich die Pseudoabstimmungen einfach nerfen

Rot, weil mich ...

... Bewertungen von Pseudoabstimmungen einfach nerven ;-)

Derber Rechtschreibfehler...

Ja, aber wir leben auch nicht

im Land der unbegrenzten "bitte Wort einsetzen". ;-)

"geistigen Leere" (ok, sind zwei Wörter) :p

begrenzten Unmöglichkeiten?

Das obige Bild ist doch aus der Werbung: Sheba...ein Fest für Katzen!

Ich tippe eher auf Thunfischtartar.

Ich kann mein Essen fotografieren so lange ich will;)

Ich zahle im Voraus und gehe mit dem Essen auf die Straße, um es dann dort zu fotografieren mit dem Resturant im Hintergrund und poste dann dazu das man mich hier nicht in Ruhe mein Essen fotografieren darf;)

den trend von essen fotografieren kann ich nicht ganz verstehen, außer es schaut wirklich gut aus. aber blitze und stative aufstellen? das ist schon störend für andere gäste und sollte vorher mit dem betreiber besprochen werden. das aufgetischte essen ist ja bezahlt und das fotografieren sollte nicht generell verboten sein, aber eben ohne blitze und trara. das hat was mit respektvollen umgang mit den mitmenschen zu tun und nicht mit irgendeiner zensur.

"das essen ist bezahlt" - richtig, sie können es jederzeit im magen oder doggybag mitnehmen. aber innerhalb vom restaurent hat man deswegen keine freikarte zu tun und lassen, was man will.

ich sehe das ähnlich wie einen dresscode in einem noblen Restaurant. wenn man sich nicht daran hält, muss man eben wo anders hin. Oder rauchen stört halt auch einige Nachbarn, vor allem im Nichtraucherbereich.

Kein Mensch wird gezwungen, in diese Restaurants zu gehen, es gibt vor allem in New York etliche Alternativen. Dass bestimmte In-Restaurants gerne darauf verzichten, ihre Speisen nicht ständig der Konkurrenz zu zeigen, kann ich verstehen. Denn es dauert nicht lange, bis man bei guten Ideen kopiert wird

Tja, aber Fotografieverbote würde ich dann einfach umgehen indem ich mein eidetisches Gedächtnis einsetze und es dann nachher aus dem Gedächtnis abmale.

Sorry, "Imaging"-Verbote machen heutzutage keinen Sinn mehr. Für mich sowieso nicht.

Sie können so auch das Fotographieverbot in diversen Museen umgehen.

Stuhle nehmen und sich mit Block und Stift vor ein Exponat setzen und abmalen, ist nicht verboten.

Mach ich sogar manchmal. Nicht unbedingt vor Ort (höchstens skizzieren), aber eiditische Gedächtnisse sind schon praktisch.

Ich glaube das hängt auch immer vom Rahmen ab. Wenn ich eine Aufmachung besonders nett empfinde zücke ich schon einmal meine Kompaktkamera und mache ein Foto als Erinnerung. Aber mit einer DSLR und Stativ rücke ich da nicht an.

was

soll denn ein "High-End-Restaurant" sein?

Dort bringt der Kellner nach dem Essen einen Joint.

Letzter Stock.

McDonalds?

lol

Ein Hoch am Ende Resturant;))

da kommt das essen wieder am "high-end" des körpers heraus, statt seinen natürlichen weg nach unten zu gehen...

"gehobene (Preis)Klasse" nannte man das früher glaub ich

ein restaurant im obersten stockwerk eines wolkenkratzers?

nein, die meinen das bekannte restaurant Milliways

http://hitchhikers.wikia.com/wiki/Milliways

da gibt es ein vorzügliches fleisch, bei dem das tier daraufhin gezüchtet wurde, sich selbst zum essen anzubieten.

habe dort mal ein jahr lang im scheintod aus steuerlichen gründen verbracht. sehr zu empfehlen.

die lightshow wird halt irgendwann fad, wenn man das universum immer und immer wieder untergehen sieht...

dann empfehle ich das:

http://goo.gl/UbnZb

Bitte auf link shortener verzichten, danke!

Frechheit

Liest man ja immer öfter in letzter Zeit.
Ehrlich gesagt, wenn ich 400+ Euro für mein Essen zahle, lasse ich mir ungern vorschreiben, was ich zu tun und zu lassen habe weil es vielleicht den Koch stört.
OK, ich werde keine Fotoausrüstung aufbauen, aber so lange sich die anderen Gäste nicht gestört fühlen, sehe ich ein Fotoverbot nicht ein.

Auch wenn sie 1000+ zahlen, haben sie sich den Vorschriften des Restaurants zu beugen und keine Freikarte erworben sich dort aufzuführen wie man will (Ausnahme: geschlossene Gesellschaft).

Wenns damit nicht einverstanden sind, nicht hingehen.

Das kommt ganz darauf an, wenn jemand mit einer Kamera und vlt einem externem Blitz fotografiert ist das sicher kein Problem, wenn aber jemand eine Softbox mit 2m² aufbaut und noch ein paar Reflektoren verwendet ist das was anderes.

Habe ich im 2. Absatz gesagt.

Naja, "Fotoausrüstung aufbauen" erlaubt aber einen recht großen Spielraum...

nein

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