Der Archivar des Bösen: Wo Wiener Polizisten Geschichte lernen

23. Jänner 2013, 21:29
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Harald Seyrl publiziert in einem neuen Buch die Geschichte der Wiener Polizei

Wien - Seit Jahrzehnten ist Harald Seyrl der Archivar des Bösen. In der Wiener Leopoldstadt und im oberösterreichischen Schloss Scharnstein betreibt er gleich zwei Kriminalmuseen und entschuldigt sich regelmäßig bei seiner Gattin Regina dafür, dass sie Tür an Tür mit Massenmördern des 18. und 19. Jahrhunderts wohnen muss.

Mit seinem neuen Buch Sicher durch die Zeit (echomedia-Buchverlag, € 39,90) wechselt der Kriminalhistoriker nun die Seiten und beschreibt die Geschichte der Wiener Polizei. Bei der Präsentation am Dienstagabend im Palais Festetics war dementsprechend die Staatsgewalt in der Überzahl, allen voran das Dreigestirn der Wiener Polizeidirektion: Präsident Gerhard Pürstl, Vizepräsidentin Michaela Kardeis und Vizepräsident Karl Mahrer.

400-seitiges Nachschlagwerk

Eine Abordnung von Polizeischülern sorgte außerdem für die Sicherheit von Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank, Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel und von Rosemarie Isopp, die den seyrlschen Erfahrungsschatz schon seinerzeit mit einer Radioserie über Verbrechen groß herausbrachte. Zum Zustandekommen des 400-seitigen Nachschlagwerks hat auch Gaston Glock senior beigetragen. Er ist der Erfinder der Pistole, die zur Standardausrüstung der Polizei gehört. (simo, DER STANDARD, 24.1.2013)

  • Wiener Polizeispitze: Pürstl, Kardeis, Mahrer.
    foto: schedl

    Wiener Polizeispitze: Pürstl, Kardeis, Mahrer.

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