Kleine Bissen gegen großes Hungergefühl

23. Jänner 2013, 23:00

Menschen essen tendenziell mehr, wenn sie abgelenkt sind. Laut einer Studie sinkt die Essensmenge durch kleine Bissen im Schnitt um knapp ein Drittel - trotz Ablenkung

Wageningen - Wer kleine Bissen isst, fühlt sich schneller satt. - Dieser Effekt tritt selbst dann ein, wenn beim Essen das Fernsehgerät läuft und für Ablenkung sorgt. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der niederländischen Universität Wageningen.

Wer sich bemühe, vor dem Flimmerkasten in kleinen Happen zu essen, bei dem sinke die Essensmenge um rund 30 Prozent, schreibt das Team um Dieuwerke Bolhuis im Fachjournal "Plos One".

Mit ihrer Untersuchung untermauern die Wissenschaftler bereits vorangegangene Studien zu diesem Thema. Diese zeigten, dass Menschen tendenziell größere Mengen essen, wenn sie abgelenkt sind,  also etwa beim Fernsehen. Dem gegenüber stand die Annahme, dass kleine Bissen schneller zu einem Sättigungsgefühl führen und so die Menge an aufgenommener Nahrung reduzieren.

Experiment mit Tomatensuppe

Für ihren Versuch zeigten die Forscher 53 Probanden einen Film und gaben ihnen einen Teller Tomatensuppe. Eine Gruppe wurde dazu angehalten, die Suppe mit "kleinen Schlucken" zu löffeln, eine zweite mit großen und eine dritte durfte sich die Suppen-Menge pro Löffel selbst aussuchen. Ansonsten wurde kein Limit gesetzt. - Das heißt, es durften alle so viel Nachschlag haben wie sie wollten.

"Ich habe aufgehört zu essen, weil ich satt war", war der Hauptgrund, weshalb die Probanden den Löffel weglegten. Diejenigen, die ihre Suppe in "kleinen Schlucken" löffelten, hatten zu diesem Zeitpunkt am wenigsten gegessen, so die Forscher.

"Wer Diät hält und trotzdem nicht aufs Essen vor dem Fernseher verzichten will, sollte deshalb kleine Bissen zu sich nehmen", lautet die Empfehlung der Wissenschaftler. (APA/red, derStandard.at, 23.1.2013)

Das ist wiedermal eine unpräzise Schilderung. Ich schätze hier ist der Effekt gemeint, dass es eine Weile braucht, bis Sättigungsgefühl ins Bewusstsein dringt, nachdem man bereits eine Weile satt ist. Darum hören aufmerksame Menschen auf zu essen, bevor sie sich pappsatt fühlen, weil ein paar Minuten später fühlt man sich noch satter.

Menschen die nun kleine Bissen essen, essen innerhalb der Latenzzeit, bis sie tatsächlich spüren dass sie satt sind, weniger als Menschen, die schnell essen.

Das ist mein Verständnis der Geschichte. Auch ich bin jemand der sehr langsam ist, und eine der dünnsten Personen die ich kenne, esse auch weniger als die meisten anderen Leute.

"Wer kleine Bissen isst, fühlt sich schneller satt."

Also ich denke, wer kleine Bissen isst, fühlt sich später satt^^ ...

hmmm...

oder wer kleine Bissen zu sich nimmt ist schneller angefressen :)

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