Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Berlin - Auf eine ungewöhnliche Lebensgemeinschaft sind Forscher bei einer Expedition in den Atlantik gestoßen: Eine Schule von Pottwalen, der sich ein Großer Tümmler (Tursiops truncatus) angeschlossen hatte. Noch dazu einer mit einer starken körperlichen Missbildung - die Wirbelsäule des Delfins war S-förmig verkrümmt.
Die Forscher um Alexander Wilson und Jens Krause vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei waren 2011 zu den Azoren aufgebrochen, um Pottwale zu studieren. Bei einer Walschule sichteten sie dann den - aufgrund seiner Missbildung unverwechselbaren - Delfin. Dieser hielt sich zumindest über acht Tage bei seinen entfernten Verwandten auf und suchte immer wieder körperlichen Kontakt (Fotos davon finden sie über den untenstehenden Link). Manchmal wurde seine Zuneigung auch erwidert, auf jeden Fall aber tolerierten die Meeresriesen seine Anwesenheit.
Die Forscher vermuten, dass der Tümmler wegen seiner Missbildung von seiner Familie ausgeschlossen worden war. Entweder hatte er deshalb einen sehr niedrigen Status in seiner Gruppe, oder er konnte mit seinen Artgenossen einfach nicht mithalten. Bei den langsameren Pottwalen hatte er zumindest dieses Problem nicht.
Was die Pottwale dazu veranlasste, den Delfin als Begleiter zu akzeptieren, ist unklar. In ihrer Lebensweise überschneiden sich die beiden Spezies wenig: Während Tümmler sich von kleinen Fischen ernähren und sich gerne in flachem Wasser aufhalten, tauchen Pottwale auf der Jagd nach Kopffüßern in die Tiefsee ab. Die Walforscherin Mónica Almeida e Silva von der Universität der Azoren weist in "Science Now" darauf hin, dass Delfine Pottwalen sonst sogar eher lästig wären, weil sie die Walkälber gerne durchs Wasser scheuchen.
Der missgebildete Delfin fand trotzdem zeitweise Anschluss - wie dauerhaft die "Adoption" ist, konnten die Forscher allerdings nicht sagen. Ohnehin solle derartiges Verhalten nicht von einer menschlichen Sichtweise aus überinterpretiert werden, meint der Biologe Luke Rendell von der britischen Universität St. Andrews. Und fügt nichtsdestotrotz hinzu: "Vielleicht denken sie bloß: Wow, ist das ein seltsames Kalb." (red, derStandard.at, 23. 1. 2013)
Link
Science Now: "Slideshow: Sperm Whales Adopt Deformed Dolphin" (mit Fotos)
Bis vor fünf Millionen Jahren lebten in Südamerika so viele unterschiedliche Arten nebeneinander, dass sie sich stark spezialisieren mussten
Heimische Forscher befassen sich mit den Rollen von Mikroben und Grasländern im globalen Kohelnstoffkreislauf
Mikrostrukturen machen die schwarzen Flächen ihres Tarnkleids zu lichtschluckenden Oberflächen
Werden zuckerhaltige Fressfallen eingesetzt, spricht Glucose bei den Insekten nach einigen Jahren Bitterrezeptoren an
Auswilderungsaktion im Mekong soll zum Erhalt von Cantors Riesen-Weichschildkröte beitragen
Maßnahme Spaniens zeigt offenbar Wirkung
Jahresring-Experte erkannte Bedeutung einiger Baumstümpfe, die bei Bauarbeiten auf dem Abfall landeten
Zum Tauchen optimierte Flügel verursachen in der Luft hohen Energieaufwand
Bengal-Tiger mit weißem Fell sind seit langem nur in Gefangenschaft anzutreffen - Genanalysen belegen, dass Missbildungen der Tiere nichts mit der Mutation zu tun haben
US-Forscher entdecken neue Prinzipien der Fortbewegung in Tunnelsystemen
In Böden heimischer Naturwälder findet sich eine tausendfache Vielfalt an Kleinstlebewesen - Bakterien und Pilze könnten auch für technische Anwendungen nutzbar gemacht werden
Mit dem schnelleren Verfahren lässt sich der genaue Familienstammbaum der Zellen auf einfache Weise rekonstruieren
US-Forscher untersuchten Fossilien auf Muskelansätze und schlossen aus diesen auf die bevorzugten Bewegungen der Tiere
500 Millionen Jahre alter Gliederfüßer nach Hollywoodstar benannt
Boku-Studie: Würmer im Boden und Artenvielfalt senken Schäden durch Schnecken um bis zu 60 Prozent
Die acht eigentlichen Mitgliedsländer nehmen sich der Ölverschmutzungen im Norden an
Während sie anderswo gefährdet sind, gibt es in den Reservaten Südafrikas zu viele Elefanten - Mittlerweile hat man den Kühen bereits die Verhütung verordnet
Maßnahme soll Regenwäldern zugute kommen
Sender hat keinen Empfang, vermutlich bewegt sich "Herwig" derzeit in einem Funkloch
Freiburger Forscher untersuchten Proteine, die in einer Bakterienzelle die Struktur des Erbguts sichern
Knochen waren ein Jahrhundert lang verkannt worden - nun als neue Art identifziert
Vorträge, Filmvorführungen, Labor- und Gartenbesichtigungen schon ab Mittwoch in Österreich
Forscher wollten feststellen, ob Regionen mit bedrohten und besonders schützenswerten Populationen auch ausreichend unter Schutz stehen
Symposium über "Synthetische Biologie" am Dienstag in Wien
Moskitos, die keine Plasmodien in sich tragen, lässt der Geruch von Menschen dagegen eher kalt
Vermute, Pottwale ziehen, ähnlich Schiffen und Booten, kleine Fische an (Schmarotzerfische etc.), die der behinderte Tümmler leichter fangen kann. Da der Tümmler wesentlich schneller schwimmen und navigieren kann, ist es auch nicht die Frage, ob ihn die Pottwale akzeptieren, sondern ob er ihnen folgen oder unter seinesgleichen leben will.
und es gibt eine neue spezies
so funktioniert das doch, oder?
http://www.youtube.com/watch?v=dol1_qhJIcs
der Mensch würd sich immer gern als einzigartig darstellen. In der modernen Biologie zeigt sich halt, dass der Mensch nicht so einzigartig ist. Dass Tiere zu Empathie fähig sind ist schon mehrfach beobachtet worden, auch dass es immer wieder zu verschiedensten auch Artübergreifenden Kooperationen kommt; dass noch in den 80-er und 90-er auf den Universitäten gelehrte Bild, dass sich die Symbiose allein vom Parasitismus ableitet, ist meines Erachtens zu widerlegen, wenn dies sehr wohl natürlich entwicklungsgeschichtlich auch vorgekommen sein mag. Aber in einem Punkt muss man der Forscherin recht geben, man darf auch nicht in die Naivität verfallen und menschliche Begrifflichkeiten 1:1 auf andere Spezies zu übertragen.
oder sie denken
http://www.youtube.com/watch?v=xljFHNg3yhk
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.