Mediziner-Test in Wien: Beschwerde der Männer abgelehnt

23. Jänner 2013, 15:21

Der Senat der Medizin-Uni Wien lehnte die Beschwerde von zehn Männern ab, die nicht zum Studium zugelassen wurden

Wien - Um den Frauenanteil zu erhöhen, gab es bei der Aufnahme zum Medizin-Studium im vergangenen Jahr eine nach Geschlechtern getrennte Auswertung beim Aufnahme-Test (EMS) an der Medizin-Uni in Wien. Die Aufregung war groß und Männer protestierten gegen die mildere Beurteilung der weiblichen Studienanwärterinnen.

Zehn Männer reichten Beschwerde beim Senat der Med-Uni Wien ein, sie wurde jedoch abgelehnt, berichtet die Tageszeitung "Presse". Bei den Beschwerdeführern handelt es sich um Studienbewerber, die nach der alten Auswertungsmethode - also, ohne das Geschlecht zu berücksichtigen - einen Platz erhalten hätten, und die auch bei den 60 Extraplätzen, die die Medizin-Uni im Herbst nach heftiger Kritik bereitgestellt hat, nicht zum Zug gekommen sind.

Die Entscheidung des Senats soll äußerst knapp ausgefallen sein. 13 Senatsmitglieder sollen sich für und zwölf gegen die nachträgliche Aufnahme der Männer ausgesprochen haben. Die Betroffenen kündigten weitere Schritte an, unter anderem den Gang zum Verfassungsgerichtshof. (red, derStandard.at, 23.1.2013)

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Weniger nötige Punkte für Frauen ...

... bedeutet letztlich eine Abwertung von Frauen ("die dürfen für den gleichen Job ruhig etwas dümmer sein"). Unterschiedliche Testauswertungen nach Geschlecht sind völlig absurd. Ich möchte mal sehen, was passieren würde, wenn das zugunsten von Männern gemacht werden würde, da gäbe es (zurecht!) einen großen Aufschrei; das ist umgekehrt ebenso gerechtfertigt.

Interessant wird der Schadenersatzprozess nach dem VfGh :)

Definition Männerquote:

Männerquote ist die inoffizielle Bezeichnung für Männer-Freunderlwirtschaft in patriarchal-dominierten Wirtschafts- und Politiksystemen.
Männer stellen am liebsten Männer ein, daher ist auch vorübergehend die s.g. Frauenquote notwendig. Es gilt, die überalteten patriarchalen Strukturen von Männerbünden und -vereinen aufzubrechen. Das geht leider nur mithilfe der Einführung einer Frauenquote (ich hasse dieses Wort!) und damit mit der Verminderung der Männerquote.
Die Phrase "Verminderung der Männerquote" ist übrigens original nur von mir :-) Möchte hier aber trotzdem nicht meinen echten Namen sagen.
Für weitere Fragen stehe ich gern zur Verfügung...!

Ich wäre für eine Frauenquote beim GWD. Aber in diesem Zusammenhang haben es die Feministinen nicht so mit Gleichberechtigung.

titel

wenn man schon seine titel unbedingt im nick verwenden möchte (was schon einiges vom charakter offenbart) dann bitte wenigstens in richtiger reihenfolge:

der höhere akademische titel immer namensnahe, d.h.
DI DDr maxi angeber...

Bin ganz bei Ihnen,

sobald die Lohnschere geschlossen ist,
sobald sich Männer in Pflege, Erziehung und Familie allgemein einbringen
>vielleicht sollten wir ja einen VERPFLICHTENDEN "Papamonat" einführen?!
>>vielleciht sollten wir Männer, die Alimente zahlen, zu BEsuchen bei ihren Kindern ZWINGEN?!

>>dann sofort: Frauen zum Heer!!

nein, noch viel deutlicher:

Es sollten sich sich Männer in Pflege, Erziehung und Familie nicht nur einbringen, sondern ein RECHT darauf haben, etwa indem bei Scheidungen die Kinder NICHT faktisch immer den Müttern zugesprochen werden, sondern endlich die Doppelresidenz die Norm wird und die Väter nicht nur als Geldhahn dienen dürfen. ICh würde gerne mehr Kinder bei ihren Vätern sehen und mehr Frauen, die Alimente zahlen (eine Sozialstudie in Deutschland hat übrigens ergeben, dass sich gerade alimentationspflichtige Frauen um ihre Alimentationspflichten gerne drücken). Die Lohnschere (bei wohlgemerkt GLEICHER Arbeit und Arbeitszeit) gehört geschlossen. Die Sorgerechtsschere aber auch.

Bitte den Link zu dieser Studie

Tut mir leid, dass Sie offensichtlich Scheidungsgeschädigt sind, Sie haben mein Mitleid ;-)

Trotzdem sehen Mänenr wie Sie leider immer nur die Väterseite. Das Gericht wird schon immer seine Gründe haben, warum die achsoliebenden Väter nicht das Sorgerecht bekommen und ich hoffe, dass das so bleibt.

Die Studie:

Zumindest eine Abschrift der Ausgabe Kinderschutz Aktuell 3/03, der Publikation des deutschen Kinderschutzbundes, Seite 19, aus einem Forum:
http://www.parents.at/forum/arc... 94581.html
Ich bin durchaus geneigt, der Studie Glauben zu schenken. Es ist einfach aufgrund der immer noch herrschenden Geschlechterrollen in unserer Gesellschaft für eine Frau ungleich leichter, sich Alimentationsverpflichtungen zu entziehen als für einen Mann - viele Frauen sehen es nach wie vor nicht als ihre Aufgabe an, für den Lebensunterhalt ihrer Familie allein aufkommen zu können.
"Männer wie ich"? Vorurteile? Sie irren sich, ich kenne die andere Seite sehr gut, in meinem Fall ist das auch gerecht geregelt, ich kenne aber auch das Gegenteil...

Aus dem Jahr 2003...

Mensch glaubt immer das, was er/sie glauben möchte...

Der Staat hat die gesetzlichen Möglichkeiten geschaffen. Es ist allerdings nicht seine Pflicht mit erhobenen Zeigefinger herumzustolzieren. Das gehört immer noch zu den Aufgaben der Betroffenen.

Sie wollen, dass sich ihr Ehemann mehr ums Kind kümmert? Treten sie ihm in den Allerwertesten.

Sie wollen mehr Geld oder eine Beförderung? Streiten sie darum wie jeder andere auch.

Frauen sollten endlich aufhören sich selbst in diese Opferrolle zu reden und anfangen um das was sie wollen auch zu kämpfen. Das ist wahrer Feminismus.

Doch, es ist seine Pflicht mit dem Zf. zu zeigen...

...ansonsten hätten wir Anarchie und/oder Wiederbetätigung und das will hoffentlich wohl niemand...

Der Rest ist Maskulinisten-Blaba, auf das ich auch schon in den vorigen Postings nicht eingegangen bin...

Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger? Aber ganz bestimmt schon! Es gäbe manche Gesetze gg. zB Nazis nicht, wenn der Staat nicht mit dem Zf. wedeln würde...
Also her mit dem Zf!

Wenn das Leben so einfach wäre, wie Sie es beschreiben, dann wäre ja überall Friede Freude Eierkuchen. Vielleicht leben ja Sie in einer Welt hinter der rosaroten Brille, ich tus nicht...

Sie verwechseln offensichtlich die Aufgabe des Staates. Er ist dazu da gesetzliche Rahmenbedingungen für ein friedliches Zusammenleben zu schaffen und nicht in den persönlichen Lebensbereich einzudringen.

Er dringt aber in die persönlichen Lebensbereiche ein

Egal ob es uns nun passt oder nicht

"Das geht leider nur mithilfe der Einführung einer Frauenquote"

Nein, eben nicht. Die Frauenquote behandelt nur die Symptome, hier allerdings gilt es, das Problem direkt an der Wurzel zu packen und sich zu überlegen, was man anders machen kann, um gar nicht erst derartige Quoten zu benötigen. Welchen Nutzen hat die Gesellschaft davon, eine weniger qualifizierte Person allein aufgrund des Geschlechts einer höherqualifizierten vorzuziehen - was mit der FQ durchaus vorkommen kann (aber keineswegs muss!)?
Außerdem ist's für die betroffenen Frauen sicherlich auch nicht ganz angenehm, von den männlichen Kollegen zur Quoten-Frau degradiert zu werden.

Genau das sage ich auch, danke dass Sie mir da Recht geben

Bis auf: "Zu Quotenfrau degradiert"
1. Wie wollen Sie nachweisen, dass genau DIESE eine Frau eine Quotenfrau ist?
2. Warum degradiert? ICh bin lieber eine "Quotenfrau" als arbeitslos
3. Warum geht ihr Mänenr immer davon aus, dass wir Frauen automatisch die schlechter qualifizierten sein müssen? Warum nicht so denken: statt eines Männerbündlers kommt eben eine höher qualifizierte Frau auf diesen Posten.
POSTIV DENKEN :-) Das gilt auch für die Quote

"Warum geht ihr Mänenr immer davon aus, dass wir Frauen automatisch die schlechter qualifizierten sein müssen?"

Beispiel: Es gibt 2 Stellen, es bewerben sich 10 Männer und eine Frau. Eine der Stellen geht an die Frau, eine an einen Mann. Wie wahrscheinlich ist es, dass die Frau entweder die Qualifizierteste oder Zweite war?

"Warum degradiert?" Weil eine Frau, sollte sie die Stelle nur bekommen haben weil sie eine Frau ist, nicht ernstgenommen werden kann. Schließlich gäbe es qualifiziertere und sie nimmt denen die Stelle weg.

Im übrigen: gerade die erfolgreichen Frauen wehren sich gegen jegliche Quote oder Frauenförderung, warum blos?

Die Frau war besser qualifiziert als die anderen 9 Männer, das ist doch glasklar

Erklären Sie mir bitte nicht, wie ich mich zu fühlen habe, wenn ich eine Quotenfrau wäre. Bzw. wie sich Frauen allgemein zu fühlen haben. Das ist wohl von Frau zu Frau unterschiedlich...
Wie gesagt, warum geht ihr Maskulinisten immer davon aus, dass die Frau automatisch die schlechter qualifizierte ist, nur weil sie einen hochdotierten Job kriegt?!

Wenn Sie den sexistischen, einseitigen, untergriffigen Focus-Artikel ansprechen... Über den wurde schon genug gesagt, der wurde schon oft genug in der Luft zerrissen, zB WAS das dort für "Frauen" waren, die sich geäußert haben.
Wir Befürworter*innen komen eh nie zu Wort - außer ich jetzt hier, aber auch nur weil ich mir die Zeit nehme, um für die Sache zu kämpfen...

"Die Frau war besser qualifiziert als die anderen 9 Männer, das ist doch glasklar"

Nein! Gibt es eine 50%50 Quote und 10 Männer und eine Frau bewerben sich, dann ist die Chance (unter Vorraussetzung das Männer und Frauen im Bezug auf den Job gleich sind) unter 20%, dass die Frau unter den 2 geeignetsten Kanidaten ist. In nur einem von 5 Fällen passt es also diese Stelle mit der Frau zu besetzen.

Sehen Sie das Problem wirklich nicht?

Ich glaube auch nicht, dass eine Frau schlechter qualifiziert ist, aber es gibt Fälle bei denen man weiß, dass es eine Quote gibt und man weiß, dass sich weniger Frauen bewerben als Männer, und statistisch gesehen -> siehe oben.

Und nein ich spreche nicht auf irgendeinen Artikel an, das ist meine persönliche Erfahrung. Ich arbeite mit einem Haufen intelligenter Frauen zusammen und die sind

eigentlich alle dieser Meinung.

Ich hab auch schon mit einigen weiblichen Vorstandsmitgliedern großer Konzerne gerdet, die meisten sind ebenfalls gegen Quoten.

Es gibt auch viele Frauen die sich z.B. für das DOC Stipendium bewerben und nicht für das DOCforte, das speziell für Frauen ist, weil sie der Meinung sind, dass sie keine spezielle Hilfe brauchen und es durchaus mit Männer aufnehmen können, und stellen Sie sich vor: die können das wirklich!

Die meisten Frauen, die gegen Quoten sind, sind reiche Erbinnen und

weiße Frauen (siehe Focus). Frauen, die nie in Konkurrenz mit Männernbünden und Maskulinisten treten mussten, die vom Namen her privilegiert waren/sind. Wir reden bisher nur von der Oberschicht, von Vorständinnen usw. Aber was ist mit den "kleinen" Frauen? Die Frauen, die schon "oben" sind, wollen hier über die, die noch "unten" sind, bestimmen - möglicherweise weibliches Konkurrenzdenken. So wie in der Volksbefragung die Pensionisten (m/w) über die jungen Männer entschieden haben.
Für intelligent halte ich mich auch und ich bin trotzdem für die Quote. Außerdem bin ich Autorin und finanziell unabhängig. Für die Quote zu sein, heißt, für die Solidarität mit den Unterprivilegierten zu sein.

Ja gerade meine Kolleginnen sind alle keine reichen Erbinnen oder

anders privilegiert sondern einfach nur gut in dem was sie machen.

Und ich finde es faszinierend, dass Sie sich als intelligent bezeichnen, das Problem an Quoten aber scheinbar nicht erkennen oder ignorieren.

Klar ist ein Problem da und klar muss man es beheben, aber Quoten helfen (im besten Fall!) Symptome zu bekämpfen. Ich für meinen Teil behandle beruflich Frauen wie Männer, und sollte ich jemals in die Position kommen jemanden einstellen zu müssen werde ich keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen machen und dafür kämpfen, dass eine Frau die für mich arbeitet gleich viel verdient wie ein Mann.

Danke, das Kompliment mit der Intelligenz kann ich gerne zurückgeben

Aber danke, dass Sie mir Recht geben, ich sage von Anfang an, dass die Quote nur Symptome behandeln kann und nur vorübergehend eingesetzt werden sollte...

Sie wollen meine Argumente nicht einsehen/verstehen und ich habe es satt, meine Zeit mit Maskulinisten-Blabla zu versemmeln... Noch dazu, wenn dieser beleidigend wird.

Auf wiedersehen...

Das ist aber gerade jetzt im Begriff sich grundlegend zu ändern. In meinem Semester ist die Quote 50-50 meiner Beobachtung nach schon gegeben.

Die Männer fallen eher aus. Ein patriachalisches System, welches Männer in Seilschaften bevorzugt, gibt es gerade in öffentlichen Krankenhäusern nicht mehr. Da ist es schon viel eher interessant, welches Parteibuch sie haben, als welches Geschlecht.

Statt hier weiter herumzupfuschen wäre es vielleicht sinnvoll, einfach fünf Jahre zu warten und zu schauen, was dabei rauskommt. Dieses Problem ist wie eine Erkältung zu therapieren: Aggressives Zuwarten.

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