Timbuktu im Fokus der französischen Militäroffensive in Mali

23. Jänner 2013, 16:32

Militär sichert Städte im Zentrum - Deutscher Vizekanzler sagte Afrikareise ab

Bamako - Französische Truppen wollen in Mali so schnell wie möglich die historische Wüstenstadt Timbuktu aus den Händen der Islamisten befreien. Kampfjets greifen seit Dienstagabend Stellungen der Extremisten im Norden des Landes an. Die Angriffe hätten Stützpunkten der AQMI-Milizen (Al-Kaida im Islamischen Maghreb) in der Umgebung von Timbuktu gegolten, sagte ein malischer Armeesprecher am Mittwoch.

"Solange es in der Region bewaffnete Gruppen gibt, werden die Luftangriffe fortgeführt", sagte der Sprecher. "Wann immer wir eine Rebellen-Basis entdecken, wird bombardiert."

Hollande: Timbuktu und Gao haben Vorrang

Nach Informationen des französischen Wochenblattes "Canard Enchaîné" hat Präsident Francois Hollande die Devise ausgegeben, schnellstmöglich Timbuktu oder Gao unter Kontrolle zu bringen. Mittlerweile sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Paris 2.300 französische Soldaten im Land. Stützpunkte in anderen Ländern miteingerechnet sollen laut "Canard" (Mittwoch) rund 4.000 Soldaten für den Mali-Einsatz zur Verfügung gestellt werden.

Bereits in der Nacht zum Dienstag griffen die Franzosen einen ehemaligen Palast des 2011 getöteten libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi am Rande von Timbuktu an. Dies bestätigte ein Augenzeuge am Mittwoch am Telefon der Nachrichtenagentur dpa. Er fügte hinzu, dass die Islamisten noch immer in der Stadt präsent seien: "Sie laufen zwischen Stadt und Wüste hin und her, aber sie sind noch da."

Strenge Auslegung der Scharia angeblick gelockert

Die strenge Auslegung der Scharia, die die Fanatiker vor zehn Monaten eingeführt hatten, sei jedoch seit dem Beginn der Offensive der Franzosen vor knapp zwei Wochen gelockert worden. "Man sieht jetzt wieder Leute rauchen, sogar auf der Straße", berichtete der Mann.

Derweil versuchen malische Truppen die Städte in der Landesmitte zu sichern, die bereits zurückerobert wurden. Rund um Diabali - 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako - patrouillierten Militärfahrzeuge. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, verdächtige Personen zu melden. "Die malische Armee arbeitet mit den Menschen hier zusammen, um potenzielle Islamisten zu entlarven, die sich noch in der Stadt aufhalten könnten", erklärte ein französischer Militärsprecher in Diabali.

Der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler hat wegen der angespannten Sicherheitslage in Nordafrika eine Reise nach Algerien und Libyen abgesagt. Das teilte das Ministerium in Berlin mit. Der Vizekanzler und FDP-Chef wollte vom 5. bis 7. Februar mit Vertretern von deutschen Firmen in beide Länder reisen. (APA, 23.1.2013)

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die einzige möglichkeit europäische interessen in den unkontrollierbaren weiten der zentralsahara und des sahels nachhaltig zu sichern

und den radikalen islamisten ihre rekrutierungs - und rückzugsgebiete zu nehmen ist es, diese aufgabe gegen entsprechende unterstützung an die völker der tuareg und toubou zu delegieren !

nur wenn europa die soziale, kulturelle, wirtschaftliche und politische existenz dieser völker unterstützt, wird der zentralsahara - und subsahararaum wieder auf dauer berechenbar werden !

alle versuche, europäische interessen mit eigenen truppen zu sichern, werden logistisch, ökonomisch und kulturell scheitern !

die mitgliedsstaaten der eu wären gut beraten, sich keinesfalls mit eigenen truppen auf ein militärisches abenteuer in den weiten der zentralsahara miteinzulassen !

Wenn bei uns totales Rauchverbot herrscht, hoffe ich auch auf Hilfe durch die Franzosen.

Der Absatz von Gaulois ist zurückgegangen. Daher französische Hilfe!

freiheit

für timbutku!!

Und für Ougadougu

Hat eigentlich keine österreichische Zeitung einen Korrespondent in Westafrika? Seit Tagen lese ich immer nur APA in den österreichischen Medien. Naja wie auch immer auf der FAZ gibt es einen sehr interessanten Artikel:
http://www.faz.net/aktuell/p... 34518.html

schickt Jeannee hin

das wird wohl so bleiben, wenn sie und wir alle hier gratis online die zeitungen lesen

""Wann immer wir eine Rebellen-Basis entdecken, wird bombardiert."

Na, das ist einmal eine intelligente Strategie! Chapeau!, liebe Franzosen - und Vorsicht, liebe Malier, jetzt keine Hochzeiten unter freiem Himmel ...!

es wird sie immer geben, die antiimps, die auch ein eingreifen verteufeln, obwohl die ganze bevölkerung der von den islamistischen schmugglern und drogenhändlern befreiten regionen aufatmet...

Heiraten ist doch eh nur was fuer religioese Extremisten....

Ich hinterfrage als Muslim selbst die eine oder andere Sanktion (v. a. die Steinigung, die Handamputation, die Rachesühne) nach dem klassischen Schariarecht, das zwar auf der Tradition der Propheten und rechtgeleiteten Kalifen basiert, sich aber erst in den Jahrhunderten darauf als "unabänderlicher Kanon" herausbildete.

Aber was jetzt so schlecht daran sein soll, wenn die Menschen in der Öffentlichkeit nicht rauchen und saufen dürfen, erschließt sich mir nicht.

Ok dass man das nicht im eigenen Land haben will - aber rechtfertigt das einen "humanitären Einsatz"?

Wobei es darum selbstverständlich eh nicht geht.

Schaun Sie,

ich bin ein starker Befürworter des Nichtrauches.

Trotzdem bin ich dafür, dass Rauchen erlaubt bleibt, wo und solange es Nichtraucher nicht beeinträchtigt.

Beim Saufen ist es ein wenig anders, da mag ein Stiller besoffener nicht störend sein, aber wenn er andere zB durch Autofahren gefährdet, sollte man das im Ansatz verhindern.

In beiden Fällen übrigens finde ich die österreichischen Regelungen zu schwach.

Mit rauchen und saufen verbieten fängt es an. Was kommt dann als nächstes? Husten verbieten auf öffentlichen Plätzen? Miniröcke verbieten? Gamsbärte verbieten? Eine Diktatur beginnt bei Kleinigkeiten. Siehe USA.

Es ist ganz simpel

Wenn jemand der Meinung ist, er will nach den Regeln leben, die ein Epileptiker vor fast 1400 Jahren festgelegt hat nur weil ihm angeblich eine Phantasiefigur dies so eingeredet hat, dann ist das eine selbstbestimmte Entscheidung und zu akzeptieren.
Wenn aber ein paar Verrückte sich dazu aufschwingen diese Regeln anderen bei Androhung und Exekution schwerer Strafen aufzuzwingen, dann ist das nicht in Ordnung.
Sich dagegen aufzulehnen ist Sache der betroffenen Bevölkerung, dazu kann diese auch Hilfe von Außen anfordern.
Dennoch wäre es eine gute Idee, diesen Verrückten den Weg zu ihrem Paradies zu ermöglichen und sie genau nach diesen Regeln zu richten.
Speziell dann, wenn sie dann am Buffet mit 99 Weintrauben landen und frustriert sind.

Jedes Regime

dass der Bevölkerung bis ins Detail vorschreibt wie sie gefälligst zu leben hat ist widerlich und Menschenfeindlich. Hier geht es vor allem auch um die Bevölkerung Malis, die haben sich die islamistischen Besatzer ja nicht freiwillig und demokratisch herbeigesehnt, sie wurde von diesen fanatischen Spinnern einfach überrant und vor vollendete Tatsachen gestellt. Es ist daher zutiefst humanitär sie von diesem brutalen Joch zu befreien. Außerdem sehe ich das als Warnung für andere religiöse Spinner, die in immer mehr Regionen dieser Welt ihre radikalen und archaischen Ansichten den Menschen mit Gewalt aufs Auge drücken, dem gehört dringend Einhalt geboten!

Ein weiteres Land wird von den Westlern in die Anarchie gebombt.

....Moustapha El Ahmari, a doctor who was visiting his family in Bani Walid during the recent attack, knows this well.
"They burned everything — for no reason," he said. "My father is a doctor, not a soldier (but) they even took our gold. They burned our birth certificates and our degrees that were in the safe.".....
Die Westler zerstören absichtlich stabile Strukturen, um dann wehrlose oder willige Erfüllungsgehilfen für ihre Zwecke zu finden und zu benutzen. Ziel ist die neokolonialistische Eroberung, um einerseits die Bodenschätze selber auszubeuten und andererseits China zu behindern, weil diese ihren afrikanischen Partnern bessere Konditionen bieten.
http://www.usatoday.com/story/new... s/1802523/

Ihr Hang zu Zucht und Ordnung

trägt schon recht faschistoide Züge. Ein Gefängnis müsste Ihnen da als der ideale Ort einer Gesellschaft gelten. Alles wird überwacht. Niemand kann sich frei bewegen. Die Kommunikation zwischen den Gefangenen wird kontrolliert. Immerhin werden im Unterschied zu jenem Islamistenregime dort den Insassen nicht Hände oder Füße abgehackt, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Vermissen Sie das?

Momenterl!

Entweder Sie lesen den von Ihnen verlinkten Artikel sorgfältiger, oder Sie schauen nach wo Bani Walid liegt! Dann ersparen Sie sich solche Bocksprünge zu völlig falschen Folgerungen:

die Westler zerstören in Mali keine stabilen Strukturen.

(Oder war die für den Leser nicht erkennbare Vermischung von Mali und Libyen gar nicht unabsichtlich?!)

Wieder einer, der auf Islamisten steht. In Syrien sind sie wahrscheinlich auch auf der Seite der "Freiheitskämpfer".

Wenn man als „fortschrittlich” gelten will ...

... sollten einen solche Kleinigkeiten nicht kümmern.

Ich bin dafür das Jagdkommando an die Front zu den Legionären zu schicken da können sie mal beweißen was sie können. Ich glaube wir sollten auch fünf Eurofighter abstellen und die französische Luftwaffe unterstützen ebenso könnten sie sicher 5 Blackhawks gut gebrauchen und bei Erfolg bekommt Österreich einen Anteil an der Kriegsbeute nämlich den Bodenschätzen Malis wie Gold Uran und seltene Erden und wir könnten endlich unser Militär aufrüsten.
Ausserdem würde der Einsatz in Frankreich super gut Ankommen und wir hätten einen starken Verbündeten für die Zukunft wir sollten uns endlich von den Deutschen lösen.

Deutsche Wiedervereinigung gilt nicht für Österreich!

Das hätte ja das passive Wahlrecht für Jörg Haider bedeutet. Nein, danke! Adolf hat den Deutschen gereicht. Und die neutralen Österreicher wiesen alle Kriegsschuld zurück. Österreicher waren Zwangsdeutsche, die entgegen ihres Willens angeschlossen wurden.

In Österreich hat doch nie jemand den Nazis zugejubelt. Die Nazis in Österreich waren alles Deutsche!

Als könnte das linksliberale und freiheitsliebende Österreich jemals Rechtsextreme und Korrupte hervorbringen. Bis heute ist und bleibt das eine verschworene Mär. :-)

"Menschenrechtler werfen malischen Soldaten willkürliche Hinrichtungen von Zivilisten vor"

http://de.rian.ru/security_... 80488.html
http://www.welt.de/newsticke... li-an.html
" In Nioro sollen zwei Tuareg von malischen Soldaten hingerichtet worden sein."

Die Vorwürfe sind ja nicht neu..

In diesem Kontext und angesichts der Tatsache, dass die Malische Armee seit Jahren gegen die Tuareg gekämpft hat, sollte man auch das Angebot der Tuareg den Franzosen zu helfen, sehen. Das wäre maximal eine temporäre Allianz.

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