Gewerkschaft will mehr Taggeld für Rekruten

23. Jänner 2013, 13:14
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Entlohnung liegt derzeit bei 300 Euro im Monat - Aufwand von 74 Millionen Euro soll verdoppelt werden, fordert Wilhelm Waldner

Wien - Die Bundesheergewerkschaft in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) geht davon aus, dass es für eine Bundesheerreform mehr Geld braucht. Deren Vorsitzender Wilhelm Waldner meint zwar im Ö1-"Mittagsjournal" am Mittwoch, dass man durch "Abdrehen" der Pilotprojekte für ein Berufsheer "sofort einen finanziellen Spielraum" hätte, dass aber wenn nötig auch zusätzliche Mittel lockergemacht werden müssten. Als ein Beispiel für die Attraktivierung des Grundwehrdiensts nennt er eine Erhöhung des Taggelds für Rekruten. Derzeit liegt die Entlohnung bei 300 Euro im Monat. Den aktuellen Aufwand von 74 Millionen Euro würde er verdoppeln.

Eine Attraktivierung des Grundwehrdienstes gebe es bereits bei einem Musterprojekt in der Liechtensteinkaserne in Allentsteig, so Waldner. Dieses solle Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) "aus der Schublade ziehen".

ÖVP drängt auf Ende der Pilotprojekte

Die ÖVP drängt weiter auf eine Beendigung der Pilotprojekte für ein Berufsheer, "weil sie nur unnötig Geld kosten", sagt Wehrsprecher Oswald Klikovits im STANDARD-Interview. Die Budgetmittel dafür seien bei den Grundwehrdienern "sehr viel besser aufgehoben", so Klikovits am Mittwoch in einer Aussendung. "Für weitere Verzögerungen und persönliche Eitelkeiten hat niemand Verständnis."

BZÖ-Chef Josef Bucher wiederum ätzt weiter über das ÖVP-"Konzept" für das Bundesheer. Dieses sei ein "Riesenbluff", sagt er in Bezug auf die jüngsten Expertenaussagen. (APA, 23.1.2013)

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    Für die Attraktivierung des Grundwehrdienstes muss wenn nötig mehr Geld lockergemacht werden, meint der Vorsitzende der Bundesheergewerkschaft.

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