"Holt die Goschn": Wirbel um Youtube-Video

Ein Mönichwalder Fleischer fühlt sich vom Wiener Duo König Leopold gekränkt und fordert zehn Cent pro Klick auf den Song "Kohlhauser"

Auf rund 80.000 Klicks hat es die Wiener Band König Leopold mit ihrem Song "Kohlhauser" auf Youtube schon gebracht. Klicks, für die ein Fleischer im steirischen Mönichwald jetzt Geld fordert, weil er sich durch das auf FM4 gespielte Stück verleumdet und in seiner Ehre gekränkt fühlt, wie die "Kleine Zeitung" am Mittwoch berichtete.

Der "Kohlhauser", bei dem es die besten Würste gebe, habe verkaufen müssen, "wal er zvül pipperlt hot", und sich saniert, weil er "obkassiert". Dazu liefert das aus Lukas König und Leo Riegler bestehende Musikerduo weitere Beschreibungen eines Fleischerbetriebs und rappt: "Holt die Goschn". 

Jener Fleischer, der sich durch den Song gekränkt fühlt, hat unterdessen einen Anwalt eingeschaltet und verlangt zehn Cent Schmerzensgeld pro Youtube-Klick sowie die Entfernung seines Nachnamens "Kohlhauser". Leo Riegler von König Leopold sagte der Zeitung, dass "Kohlhauser" von einer fiktiven Figur handle. Wenn sich der Mönichwalder Fleischer angesprochen fühle, sei das seine Sache. Die Band, die sich mittlerweile selbst einen Anwalt genommen hat, verdiene nichts an dem Lied, daher könne es auch das geforderte Geld nicht geben. (red, derStandard.at, 23.1.2013)

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