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Als "Sauftour eines klugen Narren, voll von Gedanken über die Sinnlosigkeit des Lebens, über die Grausamkeit der Welt - und den Schluckauf" wird die von Hannan Ishay verantwortete Inszenierung des satirischen Collagenromans Moskau - Petuski aus der Feder von Venedikt Erofeev beschrieben. Nenad Smigoc begibt sich als Darsteller des mit dem Autor namensgleichen Ich-Erzählers auf die Reise von Moskau in den Vorort Petuski. Im Laufe der Zugfahrt betrinkt sich der Protagonist, die Schilderungen werden surrealistischer, historische Gestalten und Fabelwesen tauchen auf. Wobei nicht nur für Komponistin Maja Osojnik die Frage im Raum steht: "Macht er diese Reise wirklich oder liegt er die ganze Zeit betrunken im Treppenhaus und halluziniert die Geschichte?"
Osojnik, Flötistin, Sängerin und Soundelektronikerin, hat sich in den letzten Jahren als Unruheherd der Musikszene profiliert. Renaissancemusik, freie Improvisation und Noise-Rock sind nur einige der Arbeitsfelder der 36-Jährigen. Nun hat sie eine erste Bühnenmusik geschrieben, die von ihr selbst sowie Raumschiff Engelmayr, Matija Schellander und Bernhard Breuer exekutiert wird. Dazu kommen ein Sechs-Kanal-Tonband und eine über zwölf Lautsprecher zu hörende Klanginstallation:
Osojnik: "Im Stück gibt es kaum Stille. Alles ist ständig in Bewegung, sei es im Zug, sei es der Wahnsinn im Kopf des Protagonisten. Weshalb auch ich in der Musik wenig Stille zulasse. Die Herausforderung war, trotz des vielen Klangmaterials Nenad Smigoc im Vordergrund zu lassen, ihn nicht zuzudecken." (felb, DER STANDARD, 23.1.2013)
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