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Seeigelkaviar, 60 g, € 12,59, bei Ignacio, Salztorg. 7, 1010 Wien, Tel.: 01/922 08 51.
Wie wenige andere Küstenvölker sind die Bewohner der iberischen Atlantikküste auf das Meer fokussiert, was ganz erhebliche Auswirkungen auf die Ernährung hat. In Galizien und Asturien werden Muscheln roh gegessen, die sonst nur in Japan in dieser Form als genießbar gelten, mehr Fisch als hier wird auch nur dort konsumiert. Avantgarde-Köche wie Ángel Leòn ("Aponiente", Cádiz) komponieren ganze Menüs um das Thema Algen. Als konzentrierteste Form des Geschmacks der See gilt diesen Experten des Meergenusses aber der Kaviar (genauer: die Geschlechtsdrüsen) des Seeigels.
Pur ist der intensiv jodige, auf unheimlich verdichtete Art frische Geschmack des Seeigels ein Weckruf für alle Sinne. In Eierspeisen oder zarten Saucen vermittelt er sich vergleichsweise subtiler. Weil die Spanier auch Meister der Konserve sind und weil der junge Ignacio Garcia seit kurzem ein herausragend sortiertes iberisches Delikatessengeschäft in der Wiener City betreibt, lässt sich dies jetzt, endlich, auch bei uns nachvollziehen. Wichtig: Die Döschen sind nicht nur kühl zu lagern, ihr Inhalt sollte auch so genossen werden - am besten in Begleitung eines feuersteinigen Sauvignon blancs oder, noch besser, eines zartsalzigen Manzanilla. Der neue Laden hat aber auch bei Wurst und Schinken, bei eingelegtem Gemüse, Olivenöl und Wein eine Auswahl parat, die man hierorts kaum noch zu erhoffen wagte. Und: Toppreise noch dazu! (corti, Rondo, DER STANDARD, 25.1.2013)
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Seeigel gehören für mich zum absolut Besten, was diese Welt an Nahrung zu bieten hat. Und wer sie selber pflückt und die Reste ins Meer wirft, wird am intensiven Getummel dort sehen, dass die restliche Meereswelt der gleichen Meinung ist.
Seeigel schmecken einfach so köstlich, dass sie all die Stacheln brauchen.
Und wie dumm, jeden, der auch anderes als Wienreschnitzel isst, unter "Bobo"-Verdacht zu stellen.
zb in kroatien seeigeln selbst aus dem meer holen, boden um die kloake aufstemmen, das ganze innenleben ausklopfen. was dann in schmalen streifen auf der innenseite der schale überbleibt, ist eben genau der kaviar. genauso bekommt man die seeigeln übrigens auch in apulien/kalabrien serviert.
Habe ich einmal in einem japanischen Restaurant in Shanghai gegessen (mir ist klar das dieser Umstand ein wenig pervers ist), ha tmich nicht vom Hocker gerissen. Geschmack nach konzentriertem Meer. Nur das anschließende Seeschneckensashimi hat mir noch weniger gschmeckt.
wurde mir in japan serviert ("uni"), wohl als eine art mutprobe. hat geschmeckt, auch wenns dazu keinen sauvignon blanc gab, sondern sake
als konserve würd ichs mir aber eher nicht antun - in japan kann man wenigstens sicher sein, daß der stachler absolut frisch ist
Man hat in den Kühlwasserbecken der Brennstäbe in Atomkraftwerken Mikroorganismen entdeckt, die dort prächtig gedeihen und sich vom Edelstahl der Beckenauskleidung ernähren...
Sowas frisst sich glatt durch den Herzschrittmacher ;-)
Einmal probiert, nie wieder.
Ich liebe ja - auch ausgefallene - Sachen aus dem Meer, aber dieser Seeigelkaviar ist eines der ganz wenigen Dinge, mit denen ich überhaupt nix anfangen kann.
Der Geschmack ist nicht berühmt, bei mir war das Ganze noch dazu total "versandet". Dorschleber kostet weniger als 1/20 und schmeckt besser... mir zumindest ;).
Aber wer mag soll ruhig zugreifen ;).
Das hat mir meine obersteirische Ur-Oma versehentlich angetan, als sie mir (damals so 8, 9 Jahre alt) gezeigt hat, wie man Eier austrinkt (Loch oben, Loch unten, Schlürf.)
... eins davon hatte dann schon beträchtlichen Feststoffanteil.
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