Jazz erobert Venus

22. Jänner 2013, 17:08

Pianist Peter Madsen ist von Donnerstag bis Samstag in Bregenz in unterschiedlichen Formationen zu erleben

Als "Invasion" hat Peter Madsen bereits seinen Ausflug ins Porgy & Bess bezeichnet. In der Großstadt erprobt, nimmt der Invasion zweiter Teil nun Kurs auf Madsens Wahlheimat. Hier betreibt der Pianist, der mit allerlei Kapazundern musiziert hat, unter dem Sammelbegriff CIA (für " Collective of Improvising Artists") unterschiedliche Formationen.

Unter Madsens Kombattanten finden sich der famose Trompeter Herbert Walser oder Schlagzeuger Alfred Vogel, David Helbock oder Dominik Neunteufel, aber auch "holstuonar" Johannes Bär. Das Festival lässt die Bandbreite von Madsens Tun erahnen.

Der Donnerstag beginnt mit Mingus, Monk und Madsen, gespielt im Trio. Im Anschluss präsentiert das CIA Seven Sins Ensemble sich selbst - Streichquartett plus Jazzquartett (Klavier, Bläser, Bass, Schlagzeug) - sowie seine neue CD Gravity of Love. Die siebenteilige Dante-Suite spielt die Todsünden durch, ergänzt um eine achte: "Swiss Chocolate".

Am Freitag lädt sich Madsen mit dem Saxofonisten Johannes Enders einen Duopartner aus München ein. In Richtung Weltmusik zielt und trifft die KDR Society. Wie schon am Abend zuvor lässt das Silent Movie Ensemble das Programm mit Party ausklingen.

Am Samstag wird's psychedelisch. Das CIA Large Ensemble - alles, was in der Szene Rang und Namen hat plus zwei Streicherinnen - spielt Sun Ra. Anschließend lockt man auch visuell: Good old Naughty Days, Kompilation zwölf französischer Stummfilme aus den 1920ern, wird vom CIA Silent Movie Ensemble mit Live-Soundtrack versehen. (pen, DER STANDARD, 23.1.2013)

24.-26.1. Theater Kosmos, Bregenz

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