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vergrößern 700x525Familiäre Dramen, gekonnt umgesetzt: Jan-Hinnerk Arnke (Adam), Elena Maria Knapp (die junge Cathy).
Innsbruck - Spätestens durch die Verfilmung von Elia Kazan schrieb sich John Steinbecks Roman Jenseits von Eden in das Gedächtnis einer ganzen Generation ein. In Anlehnung an den alttestamentarischen Brudermord von Kain an Abel, verknüpft mit autobiografischen Details, erzählt Steinbeck die Familiensaga der Trasks, in dessen Zentrum Vater Adam Trask und seine Zwillingssöhne Caleb und Aron stehen. Zentrale Themen sind das ewige Ringen der Söhne um die Liebe des Vaters und das Familienmuster, das sich über Generationen wiederholt. Auch Adam wuchs mit seinem Bruder ohne Mutter auf. Ein Betrug an Adam in frühen Jahren wird ruchbar. Während der Film sich auf die zweite Generation konzentriert, blendet die Bühnenfassung (Sarantos Zervoulakos und Nina Steinhilber) immer wieder zurück.
Leichtfüßig inszeniert Nicolas Dabelstein das Familienepos. Groteske Momente fehlen nicht, so werden bei der Geburt der Zwillinge der Mutter zwei Plastikpuppen aus dem Leib gezogen. Der grobe Bretterverschlag (Bühne: Johannes Leitgeb), der ein Farmhaus symbolisiert, lässt durch seine breiten Ritzen interessante Lichtstimmungen zu.
Die Schauspieler switchen zwischen den Generationen. Jan-Hinnerk Arnke als Vater Adam und Großvater Cyrus überzeugt mit emotionalen Ausbrüchen. Benjamin Schardt (Aron) und Sergej Gößner (Caleb) geben das ungleiche Brüderpaar. Der bevorzugte Aron und der ewig übergangene Caleb werden zu Rivalen. Elena Maria Knapp verkörpert neben Arons Freundin auch die abtrünnige Mutter, die letztlich das fragile Familiengefüge zum Kippen bringt. (Dorothea Nikolussi-Salzer, DER STANDARD, 23.1.2013)
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