Für Flug zum Mars würde sich eine Waschmaschine schon auszahlen

22. Jänner 2013, 13:52

Astrophysiker Gernot Grömer über die Herausforderungen in Fragen der Weltraumhygiene - Problematische Mikroorganismen im Raumanzug

Wien/Rabat - Mehr als sechs Monate würde ein Flug zum Mars dauern. Selbst auf einem sauberen Raumschiff würde da eine ganze Menge Schmutzwäsche zusammen kommen. Nach Ansicht von Astrophysiker Gernot Grömer vom Österreichischen Weltraum-Forum (ÖWF) würde sich da das Mitnehmen einer Waschmaschine schon auszahlen. Grömer berichtete am Montagabend bei einer Veranstaltung in Wien über die vielen Herausforderungen, die eine solche Marsreise an die Astronauten stellt - darunter eben auch die Probleme der alltäglichen Hygiene. Bei einem Feldversuch in der marokkanischen Wüste im Februar will das ÖWF die Bedingungen für Astronauten in einem Raumanzug auf dem Mars simulieren und dabei auch zu diesem Thema Erkenntnisse sammeln.

Einwegkleidung für ISS-Astronauten

Ein bemannter Flug von der Erde zum Mars würde 200 Tage dauern, der Rückflug ebenfalls. "Allein die saubere Alltagskleidung für die Astronauten erfordert einiges an Logistik", sagte Grömer. Auf der Internationalen Raumstation ISS wird Einwegkleidung verwendet. "Die schmutzige Kleidung kommt in einen luftdichten Plastiksack und wird mit dem Müll in die Umlaufbahn geschossen, wo dieser beim Wiedereintritt verglüht", erläuterte der Experte. Zwar gäbe es schon einen Waschmaschinen-Prototypen für die Schwerelosigkeit, aber bei den relativ kurzen Distanzen zwischen ISS und Erde sei die Versorgung mit neuer Einwegwäsche ökonomischer. Bei einer mehrjährigen Mission wäre die Waschmaschine klar zu bevorzugen, so Grömer.

Es geht aber nicht nur um die persönliche Hygiene der Astronauten, sondern auch um Gefahren für die Raumfahrer und die Missionsziele. Da eine der Aufgaben einer Mars-Mission die Suche nach Spuren von Leben wäre, müsse darauf geachtet werden, dass Bodenproben nicht durch die Raumfahrer mit biologischem Material von der Erde kontaminiert werden. Dafür gäbe es laut Grömer theoretisch verschiedene Methoden. Die simpelste sei die Reinigung des Raumanzugs von Hand zwischen den Außeneinsätzen. Eine zweite Möglichkeit wäre ein Außenanzug, der an der Außenhülle angedockt ist und so nie in Kontakt mit dem Inneren des Raumschiffs käme. Die dritte Möglichkeit wäre eine spezielle Kunststoffschicht, die vor jedem Einsatz auf die Außenhülle des Raumanzugs gesprüht wird und diesen steril einschließt. "Dies ist momentan noch Science-Fiction", meinte der Astrophysiker.

Mutierende Mikroorganismen schneller resistent

Im Februar will das ÖWF eine einmonatige Mars-Simulation in der Wüste Marokkos durchführen. Drei "Analog-Astronauten" sollen in den Raumanzugsimulatoren "Aouda X" Tätigkeiten ausführen, wie sie auch später auf dem Mars erledigt werden könnten. Insgesamt sind 17 Experimente - auch in Zusammenarbeit mit der NASA und der ESA - geplant.

Im Wüstenversuch will man auch neue Erkenntnisse zur Hygiene im Raumanzug gewinnen. "Ein durchschnittlicher Arbeitseinsatz im Anzug dauert vier bis fünf Stunden und ist von der Anstrengung mit einem Halbmarathon vergleichbar", so Grömer. Da das Innere des Anzugs ein in sich geschlossenes Ökosystem ist, könne man untersuchen, welche Mikroorganismen sich darin bilden. Erkrankungen der Raumfahrer bleiben ein Restrisiko: "Zum einen ist das Immunsystem in der Schwerelosigkeit weniger effizient, zum anderen haben die Mikroorganismen durch die Strahlung im Weltraum eine erhöhte Mutationsrate und werden so schneller resistent." Die Reiseapotheke eines Raumfahrers ähnelt laut Grömer daher einer terrestrischen: "Kopfschmerztablette, Pflaster, Breitbandantibiotika und einige auf jeden Astronauten speziell abgestimmte Medikamente."

Die Infektion der Astronauten mit potenziellen Mars-Keimen sei ein sehr geringes Risiko. Viel größer sei die Gefahr, dass Erd-Keime auf dem Mars Fuß fassen. "Die Mikroorganismen auf der Erde haben jede nur erdenkliche biologische Nische ausgefüllt und Orte bevölkert, die wir noch vor zehn Jahren für absolut steril hielten", so Grömer. "Wir haben sogar Organismen in Kühlbecken von Atomkraftwerken gefunden." (APA/red, derStandard.at, 22.01.2013)

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wozu waschen? Bei Jeans unnötig

Zumindest Jeans dieses Herstellers soll man gemäß Pflegeanleitung erst nach 7-8 Monaten durchgehenden Tragens das erste mal waschen.

http://www.helpster.de/nudie-jea... n-so_78497

Das ideale Kleidungsstück für die Mission. Ein Student hat sogar einmal seine Jeans 17 Monate bei ständigen tragen nie gewaschen.
Ergebnis: Nach 2 Wochen änderte sich die Besiedelung der Hose nicht mehr.

http://www.sueddeutsche.de/leben/lan... -1.1056952

Ganz einfach: Die künstliche Schwerkraft durch Rotation erzeugen, dann muss man nix neues erfinden.

...und das Wasser schließen wir am Wasserhahn an.

Dem Schnee nach ist das Bild eher in den Bergen Marrokkos entstanden und nicht in der Wueste.

Was ist mit den U-Booten? Die sind auch manchmal monatelang auf dem Weg.

Die U-Booten tauften auf dann und Wann, damit die Mannsachaft

unterwasserumgebung und weltraum ist schon ein bisschen ein unterschied.

Die U-booten tauften auf dann und wann,

damit die Mannschaften die Sonne geniessen koennen, und dabei auch ihre Waesche durch die Sonnenschein und Wind trocknen lassen koennen.

Ja, aber psychologisch und hygienisch gesehen ähnlich.

Einfach die Wäsche weglassen und nackt fliegen :)
...dann braucht man nix waschen...

Und wer jetzt wegen "Hygiene" unkt: kurz mal überlegen wie es in Raumstationen und -schiffen riecht.
Da is nix mit Fenster auf und Lüften!

Und in Anbetracht der Tatsache, dass jeder Mensch, neben anderen Ausdünstungen, 20-30 mal pro Tag Winde wehen lässt... :)
Ha, ein neuer Markt für Raum-Erfrischer!

Ich meine mal wo gelesen zu haben, dass der Geruchs- und Geschmackssinn in der Schwerelosigkeit nicht mehr richtig funktioniert und darum die Astronautennahrung z.B. so derbe gesalzen ist, dass man das unter normalen umständen kaum noch essen würde.

Vermutlich ist es also wurscht wenn es stinkt wie die Pest, weil man es eh nicht wahrnimmt.

ich glaub, man nimmt es noch war (theoretisch) nur schalten einfach die Nerven auf "taub"

(wahrscheinlich reiner Schutzmechanismus *G*)

wer 14 tage zu 5 in einem zelt verbracht hat, weiß, dass spätestens nach der ersten woche allen ziemlich wurscht ist, wie es da drin riecht ;)

Die Wäsche einfach raushängen und als Segel für den Sonnenwind verwenden.
So einfach ist das. Gleich zwei Probleme auf einmal gelöst.

also fliegen dann doch nur frauen zum mars?

"Wir haben sogar Organismen in Kühlbecken von Atomkraftwerken gefunden."

soooo lebensfeindlich sind kühlbecken ja auch wieder nicht, oder

http://what-if.xkcd.com/29/

Mit diesem Projekt

könnte sich Howard Wolowitz endlich seinen PhD verdienen.
Wenn es besser funktioniert als die ISS Toilette...

wenn die absaugung funktionieren würde
könnt durch deren rotation
uch künstliche schwerkraft geschaffen werden
das nobelpreisverdächtig

Das zu klären

bedarf es aber eines theoretischen Physiker und da wird die Zusammenarbeit schwierig.
Der hat schon mal die Sicherheitsüberprüfung vom Wolowitz zunichte gemacht...

Die grösste Herausforderung des Marsfluges...

wird darin bestehen, das Geld anstatt in den Rachen der Rüstungsindustrie, in die Zukunft der Spezies zu investieren.

das würde heißen, keinen marsflug durchzuführen und stattdessen die probleme auf der erde zu lösen. so wäre am besten in die zukunft der menschen investiert.

Ein zweites Raumschiff mit Wegwerfklamotten mitschicken. Wir müssen ja Wasser sparen :D

oder die klamotten essbar machen

Getragene Klamotten essen? Irgendwie bähhh. Na ja, manche Leute kaufen ja auch im pöhsen Internet (TM) getragene Unterwäsche. Da will ich lieber auch nicht wissen, was die damit noch alles anstellen. Und ich will auch gar nicht wissen, wer die kauft... würg.

Nicht nur im Internet, in Japan (und anderen Ländern) stehen Automaten mit gebrauchter Damenunterwäsche zum Kaufen.

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