Neuer 123people-Dienst warnt User vor zu viel Offenheit auf Facebook

22. Jänner 2013, 12:44
  • 123people.com analysiert die Facebook-Profile von Nutzern und warnt bei zu viel Offenheit.
    foto: reuters

    123people.com analysiert die Facebook-Profile von Nutzern und warnt bei zu viel Offenheit.

Personensuchmaschine startet kostenpflichten Social Network Monitor und Webcleaner

Der Betreiber der Personensuchmaschine 123people.com will Internetnutzern helfen, ihren Online-Ruf zu schützen und gegebenenfalls Ungeliebtes aus dem Netz zu entfernen. Während der "Social Network Monitor" User warnt, wenn sie auf Facebook und Co. zu viel über sich preisgeben, kann man den "Webcleaner" beauftragen, Inhalte auf fremden Seiten entfernen zu lassen. Das ganze ist freilich nicht kostenlos - 4,99 Euro im Monat bzw. 19,90 Euro pro Auftrag sollen User für die Services bezahlen.

Konstrolle "mühselig"

Wie viele Nutzer bereit sein werden, für derartige Dienste Geld springen zu lassen, vermochte Alexandra Senoner, Sprecherin der Wiener 123people-Gesellschaft yelster digital gmbh, nicht zu sagen. "Wenn der Service gut genug ist, werden die Leute sagen, das ist es mir wert", meinte sie im Gespräch mit der APA.

Ob 123people dabei auch vom recht schlampigen Umgang von Facebook mit den Daten seiner User profitiert? "Das ist sicher ein Argument für unser Service." Auf Facebook sei die Kontrolle der persönlichen Informationen "sehr mühselig zu handhaben", das Thema Datenschutz "sehr undurchsichtig", so Senoner.

Abhilfe schaffen soll da der "Social Network Monitor", der das eigene Facebook-Profil durchleuchtet und auf Sicherheitslücken in den Privatsphäreneinstellungen sowie rufschädigende Postings in der eigenen Timeline hinweist. Das Programm schlägt Alarm, wenn der Nutzer allzu freizügig mit persönlichen Informationen umgeht. Oder: "Wenn man zum Beispiel einen Freund hat, der immer wieder sexistischen Content postet, ist das nicht gut für die Reputation", sagte Senoner. Auch, 500 "Freunden" seine Religionszugehörigkeit zu verraten, sei nicht klug. Den Service gibt es ab 4,99 Euro im Monat, die ersten 30 Tage kann es kostenlos getestet werden.

Unerwünschte Inhalte löschen

"Wenn es dann zu spät ist", soll der "Webcleaner" zum Einsatz kommen. 123people verspricht, unerwünschte persönliche Inhalte auch von fremden Plattformen zu entfernen. Pro Auftrag verlangt das Unternehmen 19,90 Euro - unabhängig vom Aufwand, so Senoner. Wobei 123people damit auf Facebook nur begrenzt erfolgreich sein wird: "Wir können nichts entfernen, was ein anderer User gepostet hat." Hauptsächlich gehe es um das Löschen von Kommentaren in Foren. Von den bisher angenommen Aufträgen - ein paar hundert - seien 85 Prozent erfolgreich abgeschlossen worden. Wenn das Begehr nicht erfüllt werden kann, bekommen die Kunden ihr Geld zurück - aber nur, wenn sie dies aktiv fordern.

123people wurde 2007 vom österreichischen IT-Inkubator i5invest gegründet und 2010 für 15 Mio. Euro an die PagesJaunes-Gruppe ("Gelbe Seiten") verkauft. Vor einem Jahr benannten die Franzosen ihre neue Tochter dann in "yelster digital gmbh" um, Sitz der Software-Schmiede ist nach wie vor Wien. Für 2011 hat yelster einen Bilanzgewinn von 1,081 Mio. Euro ausgewiesen, nach 924.584 Euro im Jahr 2010 und einem Verlust von knapp 135.000 Euro 2009. 2012 werde der Gewinn wegen der hohen Investitionen in die Entwicklung der neuen Services "etwas niedriger" ausfallen, so Senoner. Das Hauptprodukt, die Personensuchmaschine 123people, die für Nutzer nichts kostet, sei unterm Strich profitabel. "Wir verdienen mit Werbung und Partnerschaften". Auch das voriges Jahr ins Leben gerufene Internettelefonbuch 123pages laufe "sehr gut", demnächst werde das digitale Branchenverzeichnis in weiteren Ländern online gehen. (APA, 21.1.2013)

soylent green is people!

123people warnt vor seinesgleichen.

Das giltet nur solange,

es keine übergreifende Gesichtserkennung gibt. Spätestens dann, ist es aus mit Lustig :-(

Der Dienst hat nur das gefunden was ich frei gegeben habe.

Alles in allem kann man FB gefahrlos zur Kommunikation anwenden, wenn man etwas hinter den Face auch was hat. Es gibt nur 3 Regeln:
* Links wo FB dazu schreibt "interessant" nicht anklicken (=Werbung die AdBlock Plus übersehen hat)
* Spiele die unbedingt deine Beziehung wissen möchten oder in deinen Namen posten wollen sind unlustig
* Fremde Bilder nur unter (engen) Freunden teilen
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Bei Kindern beachten, dass sie diese Regeln auch einhalten und den Sinn dahinter erkennen - in der Not ist Schmerz/Scham auch ein guter Lehrmeister: wenn so zum Beispiel die Klasse erfährt, dass man während des Tests im Kino war dann muss man dazu stehen oder lernen das Ding hinter dem Face anwenden und das eben nicht posten.

Wie geil. 123 bietet jetzt ein kostenpflichtiges Gegenmittel gegen die Seuche, die sie selbst sind.

Sagt man anderswo nicht Schutzgeld dazu?

hab mal nach mir selbst gesucht

über mich hab ich jetzt nix gefunden, aber ich hab einen Namesvetter in Eisenstadt der Golf spielt

Na da reden die Richtigen. Kann mich nicht erinnern, 123people jemals die Erlaubnis gegeben zu haben, alle meine Daten auf einer übersichtlichen Seite für Krethi und Plethi zusammenzufassen.

mich ärgert mehr, wenn ich was suche und 123people od. ähnliche Seiten machen 80% der Suchergebnisse aus - und man weiß schon vor dem Anclicken, daß nur Schrott dahinter is ...

Oh Gott! Wir finden zu viele Daten.

Lasst uns die User vor Facebook warnen!

LOL

ist erst mal der Ruf runiert, lebt sich´s gänzlich ungeniert ^^

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