Geiselnahmen wegen zu kurzer Toilettenpause

22. Jänner 2013, 12:35
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Arbeiter der Shinmei Electric Company in Shanghai sperrten 18 Manager auf dem Fabriksgelände ein, die Polizei rettete die Geiseln

Shanghai - Zwei Minuten sind ihnen zu wenig: Etwa tausend chinesische Fabrikarbeiter haben aus Protest gegen zu kurze Toilettenpausen die Arbeit niedergelegt. Zudem hielten sie ihre Vorgesetzten fest. Die Mitarbeiter der Shinmei Electric Company in Shanghai hätten die 18 Manager, darunter zehn Japaner, von Freitag bis Samstag im Fabrikgebäude eingesperrt, hieß es in einer Stellungnahme des Mutterkonzerns. Die Manager seien jedoch unversehrt freigekommen, nachdem 300 Polizisten die Fabrik umstellt hatten.

Grund für die Protestaktion waren laut einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes verschärfte Regeln am Arbeitsplatz. Künftig solle es nur noch eine zweiminütige Pause geben, um auf die Toilette zu gehen - und für zu spätes Erscheinen müssten die Arbeiter beim ersten Mal umgerechnet acht Dollar (sechs Euro) Strafe bezahlen. Beim zweiten Mal gebe es bereits die Kündigung, erklärte der Mann.

Am Dienstag blieb das Werk, in dem elektronische Geräte hergestellt werden, nach Angaben eine Mitarbeiters noch geschlossen. Die Produktion werde erst am Mittwoch wieder aufgenommen. (APA, 22.1.2013)

  • Wer in der Fabrik nicht schnell genug ist, muss zahlen.
    foto: derstandard.at

    Wer in der Fabrik nicht schnell genug ist, muss zahlen.

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