ORF-Szenario: Nur noch RSO und Radiokulturhaus im Funkhaus

22. Jänner 2013, 12:35
  • Hört die Signale: Radiokulturhaus-Ohr.
    foto: apa/georg hochmuth

    Hört die Signale: Radiokulturhaus-Ohr.

Radiodirektor bestätigt: Eine der möglichen Varianten - Betriebsratschef: "Massiver Unmut in der Belegschaft"

Praktisch kein Funk könnte im ORF-Funkhaus übrig bleiben, geht es nach dem intern als sehr wahrscheinlich gehandelten Standortszenario. In der Wiener Argentinierstraße sollen gemäß diesem Konzept nach STANDARD-Infos nur noch Symphonieorchester (RSO) und Radiokulturhaus untergebracht bleiben. Radiodirektor Karl Amon bestätigt die Überlegungen als eine Variante. Betriebsratschef Gerhard Moser protestiert heftig.

Ö1, FM4 und das schon bisher ausgelagerte Ö3 würden an den künftigen zentralen ORF-Standort wechseln, wo auch der trimediale Newsroom entstehen soll. Wahrscheinlichste Variante: Küniglberg, aber auch St. Marx scheint doch noch nicht ganz aus dem Rennen zu sein.

Radiodirektor Amon bestätigte dem STANDARD, dass ein alleiniger Verbleib von RSO und Radiokulturhaus in der Argentinierstraße "eine der möglichen Varianten" für den künftigen ORF sei. Möglich wäre aber auch, dass FM4 und Ö1 im Funkhaus bleiben. Die Varianten würden nun geprüft.

Betriebsrat: "Direktor führt uns am Schmäh"

Betriebsratschef Moser reagiert auf STANDARD-Anfrage heftig auf diese Überlegungen: "Der Unmut in der Belegschaft ist nicht nur groß, er ist massiv." Er höre täglich von den Mitarbeitern: "Dieser Hörfunkdirektor führt uns nur noch am Schmäh."

Diesen Eindruck erweckten "Postenbesetzungen gegen den Widerstand der Redaktionen" ebenso wie "illusorische Versprechungen den Freien Mitarbeitern gegenüber" - "und jetzt die bereitwillige Aufgabe des eigenen Hauses, also des Funkhauses". (fid, derStandard.at, 22.1.2013)

Kommentar posten
22 Postings
Er kann es sich leisten...

Mit einem Monatseinkommen von mehr als 11.ooo.-
(elftausend !!!) Euro NETTO !!! kann es sich der Hörfunkdirektor sicherlich leisten, die freien Mitarbeiter, als auch die Gebührenzahler,
"am Schmäh" zu halten.

...und das, sehr pünktlich, 15 mal im Jahr bezahlt - STOPP POLITIK der Gebührenbefreiungsrückzahlung bis zur Klärung dieser offenen Fragen!

Ö1, FM4, das RSO und das Radiokulturhaus

werden dem Auftrag eines mit öffentlichen Geldern finanzierten Rundfunks gerecht.
Alle anderen Teile des ORF sollten sofort privatisiert werden - das Programm würde nicht schlechter!
Ein so reduzierter ORF hätte auch leicht in der Argentinier-Straße Platz!

wiso soll ich ein orchester mit meinem geld mitfinanzieren es gibt genügend andere gute

Geld für was ?

solange sich fast jedes Landesstudioradio eine Astrologin leistet, mache ich mir keine Sorgen um meine GIS Gebühren.

.. als würden wo anders die leute gefragt werden wo der firmenstandort sein soll. ich war in den letzten 20 jahren an 5 standorten und konnte es mir nie aussuchen. ansonsten denke ich dass es sinn macht, in jedem bundesland einen orf standort. aber in wien alles zu verteilen macht wohl wenig sinn. das orf zentrum ist marode, daher wäre wohl am sinnvollsten ein neubau und konzentration auch von radio-wien/fm4/ö3 dann in der zentrale. und am besten gleich eine total-reform des orf dazu, denn die heutigen personen und der parteieinfluss ist unerträglich.

Kann mir jemand erklären warum die Zwangsgebühren für einen überflüssigen neuen ORF-Palast verwendet werden sollen?
das zu:
"den künftigen zentralen ORF-Standort"

Die Radiosender zu Ö3 verlegen !

warum?

Ö3 am besten ins Ausland verlegen. Vielleicht in die USA wo man es mit 100% Sicherheit nicht mehr per Radio empfangen kann.

habe ich da was überlesen was ist mit Orf Wien, Wien heute und radio wien? die sind ja jetzt auch im Funkhaus.

Krank, ein solches Medineunternehemn an verschiedenen STandorten arbeiten zu lassen - typische ÖVP Kacke! Sowas von blöd, genauso wie diese sogenannte VolX-Befragung am Sonntag, ist da noch jemand der über seinen Tellerrand schaut, ausser Wrabetz?

Klar, die ÖVP ist schuld. Als ob die im ORF so viel zu dagen hätte. Chefetage, Publikumsrat, etc., da ist alles fein durchgerötet.

(Ich red jetzt nicht vom ORF NÖ, der ist schwarz, keine Frage. Aber Wien und Bund hört üblicherweise sehr brav auf die Befehle aus der Löwelstraße.)

Hab gerade eine Zumutung an Universum gesehen - z.B. der verantworltiche ist der LEITUNG: Gerhard Klein - ich kann auch nci9hts dafür dass die begabteren im Filmbereich fortschrittlicher wählen, als es der Gott der ÖVP, Spindelegger ausdrückt: Alles

bleibt wie´s war!
Die Innovationsschübe sind sicher von - na sagen wir halt - agileren Persönlichkeiten, als die jetzige politische Elite ist und zulässt! Ewiggestrig könnte man auch dazu sagen!
Und im Universum, mir von sogenannten Stadtfracks erklären lassen,dass es die Umgebung von Schladming wäre und der Dachstein ist mit dem Hallstattgletscher, minutenlang im Bild, das ist stark und wird die Bad Ausseer und Altausseer freuen. DAs muss nämlich vom Loser aus gedreht worden sein.Geschichtsklitterung nennt man sowas und kann nur von minderbemittelten Verantwortlichen durchgelassen worden sein. Der eine ist Engländer der in Paris lebt, der andere lebt in Wien. Oder Herr Maroni hat Witze erzählt bei der Abnahme. Klein wieder mal nicht Groß!

sie haben recht.

dieses universum hatte zwar ein paar sehr schöne bilder, aber mit schladming hatte das alles nicht mal am rande zu tun. da könnte ich den machern stellen zeigen (historisch, biologisch, geologisch) da täten die mit den ohren schlackern. aber das war ... nicht mal wikipedia-verfilmung.

Und was heißt das jetzt auf Deutsch?

Eigentlich hätte ja alles am Künigelberg Platz.
Jedoch will Wrabetz unbedingt einen neuen, milliardenteuren ORF-Palast.

Bei dem Output (außer Ö1) ...

... hätte alles eigentlich auf einem Daumennagel Platz ...

Teurer Palast: Mit aller Deutlichkeit festgestellt, der Küniglberg war 1970-1973 fertig und WAR State of the Art, DAMALS. Damals war auch das Funkhaus uralt, nicht mehr und nciht weniger. W. Marabu bildete sich ein, ein TV Theater

bauen zu müssen, denn Theater fürs TV aufgezeichnet, ist oder wäre der Überhit. Mitnichten, die Erben sollten noch für diesen Blödsinn zahlen.
Der Küniglberg heute, ist ist ein veralteter Zweckbau, an dem sich BacherFreunde aus der Baubranche damals goldene Nasen verdient haben, ja. Jedenfalls dieser Bau, die Technik sind unzumtbar für kostendeckend zu führende Betriebe, weil sich aus der Zusammenlegung der mitlerweile drei Medien plus noch Teletext, unendlich viele Vorteile für das Informationsflaggschiff Österreichs ergäben. Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis! Ich kenne den Bau seit 1976, weiss wovon ich spreche, manchmal bin ich dort. Wie dort Platz zu schaffen ist, für einen modernen WorkFlow ist mir schleierhaft, aber die ÖVPler wissen

Und deswegen müssen jetzt

auch endlich die gesamten SPÖ-nahen Freunderln auf ihre Kosten kommen - net nur die Bacherl Freunde. Viva St. Marx oder so, gell :)

Nein, nur eine, den Gegebenheiten, für ordentliches Arbeiten in einem dem Medium/den Trimedialen adäqauaten Gebäude. Massgeschneiderter Zweckbau für dreissig Jahre, ohne Denkmalschutz Firlefanzen!!!

Kommt ohnehin alles nach Heiligenstadt !

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.