Pkw-Statistik: Ladenhüter aller Länder

Analyse22. Jänner 2013, 13:32
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Sie laufen unter ferner liefen: BMW 5er GT, Cadillac Escalade oder Hyundai Equus. Ein Ausflug in die Niederungen der heimischen Pkw-Zulassungs-Statistik

Es muss schon einiges passieren, wenn ein deutliches Minus in eine Jubelmeldung umgedeutet wird. Um 5,7 Prozent gab der österreichische Pkw-Markt im abgelaufenen Jahr nach - für die Importeure dennoch kein Grund für Katerstimmung. Schließlich brachen in anderen europäischen Ländern die Märkte deutlich zweistellig ein. Unterm Strich blieb die Erkenntnis, dass mit 336.000 neu zugelassenen Einheiten das zweiterfolgreichste Geschäftsjahr aller Zeiten anzuzeigen war.

Dass 2012 mittlerweile 27 Prozent aller Anmeldungen sogenannte Tageszulassungen sind, mit denen die Händler preisgünstige Ware kreieren, zeigt jedoch, dass sich Österreich nicht von der schlechten Stimmung in Europa abkoppeln konnte. Einige Trends setzten sich in der Branche fort: Abflauender Mini- und Maxivan-Boom, weitere Marginalisierung der Mittelklasse-Limousine, klare Hinwendung zum SUV in all seinen Formen.

Ganz oben auf dem Einkaufszettel steht hierzulande dennoch - und das gefühlt seit dem Pleistozän - der VW Golf (14.215 Neuzulassungen), gefolgt von VW Tiguan (9.378) und dem VW Polo (9.302). Doch wie sieht es am unteren Ende der jährlich von der Statistik Austria erstellten Liste der Pkw-Neuzulassungen aus? Welche Modelle lassen sich auch mit bestem Marketing-NLP nicht in einen Erfolgstyp verwandeln? Welche Hervorbringungen erfüllten nicht die Erwartungen? Ein Ausflug in die Schweige-Zone der Zulassungs-Statistik:

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foto: alfa romeo

Im Hause Alfa Romeo litt der 159 an der sich ausdünnenden Produktion: Gerade einmal 229 Exemplare fanden übers Jahr auf den Markt. Während der Kompakte Giulietta gut vom Fleck kam, sieht's für den Mito nicht gerade rosig aus: 409 Exemplare in der Kleinwagen-Klasse - das ist mäßig berühmt. Zum Vergleich: Der erfolgreiche, aber nicht rasend erfolgreiche, Audi A1 schrieb immerhin knapp 2.400 Mal an. Mehr Fahrzeuge übrigens, als Alfa insgesamt in Österreich abgesetzt hat.

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