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Das verbilligte Jahresticket war ein starker Anreiz für mehr Öffi-Fahrten, sagen die Wiener Linien.
vergrößern 1000x535Der Radanteil hat sich innerhalb der letzten 19 Jahre verdoppelt, der Anteil der Öffis stieg etwa um ein Drittel.
vergrößern 1000x622Eine Rekordzahl an Fahrgästen bringt trotz günstigerer Tarif mehr Einnahmen, rechnet das Verkehrsunternehmen vor.
Wien - Knapp vier von zehn Wegen legen die Wiener mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Das ergab eine Erhebung der Wiener Linien, die das Verkehrsunternehmen am Dienstag präsentierte. Der Anteil der Öffi-Nutzung stieg seit dem Vorjahr um zwei Prozentpunkte auf 39 Prozent, mit diesem Wert können weder Pkw- noch Fahrrad- oder Fußwege mithalten.
Die seit 1993 regelmäßig durchgeführte Modal-Split-Studie weist für das Automobil einen Anteil von 27 Prozent aus, das sind um 13 Prozentpunkte weniger als noch vor 19 Jahren. Die auf dem Fahrrad zurückgelegten Strecken verdoppelten sich seither auf niedrigem Niveau von drei auf sechs Prozent, der Anteil an zu Fuß beschrittenen Wegen liegt heute wie damals bei 28 Prozent.
Laut den Wiener Linien zeigen erste Analysen, dass vor allem die Tarifsenkung bei den Jahreskarten im Mai 2012 für den Zuwachs bei U-Bahn-, Tram- und Busfahrten verantwortlich ist. Binnen eines Jahres konnte der Stock an Stammkunden um 125.000 auf eine halbe Million angehoben werden. Insgesamt stiegen die Fahrgastzahlen der Wiener Linien von 875 Millionen im Jahr 2011 auf rund 907 Millionen im Jahr 2012 an.
Für den Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel gebe es neben dem günstigeren Jahresticket aber noch andere Gründe, erklärt der Verkehrssprecher der Wiener Grünen, Rüdiger Maresch: "Der Ausbau der Öffis, die Einführung des Parkpickerls und die Attraktivierung des Rad- und Fußgängerverkehrs zeigen Wirkung", so Maresch in einer Aussendung.
Bei der grünen Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou sorgte die Statistik für Freude: "Aus Gelegenheits-Öffi-FahrerInnen wurden VielfahrerInnen. Immer mehr Menschen sind in der Stadt umweltfreundlich unterwegs und lassen das Auto stehen."
Auch SPÖ-Verkehrssprecher Siegi Lindenmayr zeigte sich zufrieden: "Die Zahlen belegen den Siegeszug der Öffis in Wien. Das ist ein erfreulicher Nachweis dafür, dass die bewährte Verkehrspolitik des letzten Jahrzehnts auch gemeinsam mit den Grünen fortgeführt werden konnte."
Kritik kam hingegen von FPÖ-Sprecher Anton Mahdalik, der "blamable Ausfälle" bei den Wiener Linien verortet: "Die Jubelchoräle können nicht darüber hinwegtäuschen, dass vor allem die U-Bahn in Wien 2012 zum Synonym für Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit geworden ist." Bloß wegen der täglichen U-Bahn-Störungen seien mehr Wege zu Fuß absolviert worden. Der gesunkene Autoverkehr sei auf "Parkplatzvernichtung und die Inkassoaktion Parkpickerl" zurückzuführen.
Der Landesparteiobmann der ÖVP, Manfred Juraczka, will die "rot-grüne Selbstbeweihräucherung" ebenso wenig verstehen: "Leider können wir die Jubelmeldungen in Bezug auf den öffentlichen Verkehr nicht ganz nachvollziehen. Was die Grünen einmal mehr als großen Erfolg verkaufen - die Vergünstigung der Jahresnetzkarte - ist in Wahrheit ein grüner 'Öffi-Schmäh', leistet doch die Stadt 730 Millionen Euro Zuschuss an die Wiener Linien. Das bedeutet, dass jeder Wiener, ganz egal ob er die öffentlichen Verkehrsmittel nützt oder nicht, fast 800 Euro jährlich für diese zahlt."
Weil sich das Mobilitätsverhalten der Wiener in den letzten zehn Jahren "massiv verändert" habe, fordert der Verkehrsclub VCÖ anlässlich der Veröffentlichung der Studie Maßnahmen wie die flächendeckende Umsetzung der grünen Welle für Öffis, eigene Gleiskörper für Straßenbahnen, breitere Gehsteige für Fußgänger und eine Reform der Pkw-Stellplatzverpflichtung.
Die Wiener Linien berichten indes auch von einem Anstieg bei den Einnahmen. Der Fahrgastzuwachs habe dem Unternehmen trotz Vergünstigung der Jahreskarte mehr Erträge gebracht. Diese stiegen im Vergleich zu 2011 von 458 Millionen auf 484 Millionen Euro. Gleichzeitig kletterten auch die Kosten bei Verschleiß, Reinigung, Energie und Personal. Weil das durch die Mehreinnahmen nicht gedeckt ist, musste die Stadt 30 Millionen Euro zuschießen.
400 Millionen Euro will der Verkehrsbetrieb 2013 in die Infrastruktur stecken. Die Hauptinvestitionen sind für die Anschaffung neuer Fahrzeuge und den Ausbau des U-Bahn-Netzes vorgesehen. (red, derStandard.at, 22.1.2013)
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und sollte weiterhin den Ausbau von Öffis und Radwegen fördern.
Die fanatischen Autofahrer müssen sich eingestehen, dass Öffis in einer Großstadt das einzig Sinnvolle sind und auf dem Vormarsch bleiben werden. Und das ist gut für die Umwelt, und gut für uns alle.
Witzig eine Frage zu stellen, die Antwort vorwegzunehmen und das dann als Argument zu gebrauchen.
Beispiele hab ich zur Genüge, nämlich die Wege die ich mit dem Auto und nicht öffentlichzurücklege:
Florian-Ott-Gasse - Ottakringer Straße:
Öffentlich 1 Stunde, Auto 15 Minuten
Pastinakweg - Ottakringer Straße:
Öffentlich 45 Minuten, Auto 20 Minuten
Ottakringer Straße - Schmelz:
Öffentlich 20 Minuten, Auto 10 Minuten
Alserbachstraße - Heinrichsgasse:
Öffentlich 10-15 Minuten, Auto 3-6 Minuten
Das sind Wege die ich regelmäßig (mind. 1x pro Woche) zurücklege. Andere Wege fahr ich öffentlich. Ich weiß nicht warum das so ein Problem ist zuzugeben, daß man auf manchen Strecken mit dem Auto deutlich schneller ist als öffentlich.
Ich glaube nicht, daß ich hier reinschreiben muß wo ich wohne. Und die Hausnummern ändern wenig an den Zeiten, so lange sind die meisten angeführten Gassen nicht. Bei der Ottakringer Straße nehmen sie die Kalvarienberggasse, die Alserbachstraße ist Nähe Friedensbrücke (sonst wäre es aber eh nur für die Öffis noch schlechter, also egal).
Sie müssen gar nichts, aber wenn man schon damit anfängt...
Aus den Zahlen entnehme ich aber, dass Sie offenbar beim Auto die reine Fahrzeit (ohne Weg vom/zum Auto, Parkplatzsuche, Staus etc.) rechnen und bei den Öffis die gesamte bzw. maximale Wegzeit.
fahrst du keine 54 kmh schnitt in der stadt. und selbst wenn wärs nur reine fahrzeit, ohne fussweg zum auto, ausparken, parkatzsuche, einparken, fussweg zum ziel.
systematischer selbstbetrug. ich möcht gar net wissen wie deine fantasiebeispiele oben in wahrheit ausschaun.
Das glaub ich, daß Du das nicht wissen willst. Weil du dann zugeben müßtest, daß auf gar nicht so wenig Strecken das Auto das schnellste Verkehrsmittel in der Stadt ist. Aber weil nicht sein kann was nicht sein darf wirfst Du lieber mit Beleidigungen um dich.
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