Vergleich: BlackBerry Z10 tritt gegen iPhone 5 an

22. Jänner 2013, 11:04
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Bedienung und Spracherkennung im Vergleich - 100.000 Apps zum Start in Reichweite

Noch etwas mehr als eine Woche dauert es bis zum Launch von BlackBerry 10 und damit auch dem Z10, einem von mehreren neuen Geräten aus dem Hause Research in Motion.

Größer und dicker

In einem Video von Telekom Presse wird RIMs neues Flaggschiff in einer Vorserien-Version dem iPhone 5 von Apple gegenübergestellt. Aufgrund seines etwas größeren Bildschirms - das Z10 liefert 4,2, das iPhone genau vier Zoll - fällt auch das Gerät etwas höher und breiter aus. Das Apple-Produkt ist auch merkbar dünner als das BlackBerry.

Austauschbarer Akku, microSD-Slot

Beide Geräte haben den Einschaltknopf auf der Oberseite des Gehäuses und rechtsseitig die Lautstärkeregler. Im Gegensatz zum Smartphone aus Cupertino setzt das kanadische Produkt jedoch auf eine Wippe statt auf einzelne Tasten. Auf der linken Seite hat RIM den HDMI-Ausgang sowie den microUSB-Port angebracht, beim iPhone ist der Lighting-Anschluss an der Unterseite verbaut.

Die Rückseite des Z10 ist rutschfest. Während das iPhone über ein verschlossenes Case verfügt, kann das Z10 geöffnet, der 1.800-mAh-Akku getauscht und auch eine microSD-Karte ergänzt werden.

Kurztest: BlackBerry-Sprachsteuerung schlägt Siri

Beim kurzen Test der Sprachsteuerung - die Aufgabe ist der Versand einer SMS mit eingesprochenem Text - arbeitet das System des BlackBerry-Geräts etwas schneller und exakter als das iPhone. Verglichen werden auch verschiedene Features des Interface, etwa wie man am schnellsten einen Blick auf eine neu eingegangene Nachricht erheischt oder schnell zwischen Programmen wechselt. Hier zeigt sich das Gestenkonzept des RIM-Handys als durchdacht und flott.

Die Twitter-Apps ähneln sich auf beiden Systemen stark, was aber keine Überraschung darstellt. Das Herabwischen vom oberen Bildschirmrand ermöglicht das manuelle Aktualisieren des eigenen Nachrichtenstreams. Der Browser des Z10 baut Seiten schnell auf.

Einzigartiger Businessmodus

Über die Eingabe eines Passwortes kann der Nutzer in eine "geschäftliche" Umgebung wechseln, deren Ausgestaltung dem Arbeitgeber überantwortet ist. Verfügbare Apps in der "BlackBerry World", Inhalte und Features sind hier vorkonfiguriert.

Somit lässt sich das Smartphone schnell an die jeweiligen Richtlinien des Arbeitgebers anpassen, ohne dafür zwingend ein Zweitgerät verwenden zu müssen. Das Feature richtet sich freilich besonders an die Businesskundschaft, traditionell ein Standbein des Konzerns.

BlackBerry World nimmt Fahrt auf

Mit dem Launch dürfte den Usern auch ein reichhaltiges App-Angebot zur Verfügung stehen. Im Rahmen des "Built for BlackBerry"-Programms wurden mehr als 19.000 Programme eingereicht, die Deadline wurde nun verlängert, wie TechCrunch berichtet. Die Apps sollen geprüft und einige davon mit Unterstützung von RIM beworben werden.

Auch der "Port-A-Thon" vom verganenen Wochenende lief erfolgreich und spülte 15.000 Apps an Land, von denen viele in der BlackBerry World landen dürften. Insgesamt könnten am 30. Januar über 100.000 Programme bereit stehen. Mittlerweile sind auch erste Musik-. Film- und Serieninhalte im Store gelandet, wie The Next Web weiß.

Heins-Interview sorgt für Unsicherheit

Die Zeichen stehen für RIM also nicht schlecht, wenngleich man den Neustart als klarer Außenseiter angeht. Zudem sorgte CEO Thorsten Heins in einem Interview mit der "Welt" für Aufruhr. Er schließt doch eine Lizenzierung des Betriebssystems und den Verkauf des Hardwarebusiness des Konzerns nicht aus. (red, derStandard.at, 22.01.2013)

  • In einem kurzen Test der Sprachsteuerung kann BlackBerry 10 Apples Siri übertrumpfen.
    foto: screenshot youtube

    In einem kurzen Test der Sprachsteuerung kann BlackBerry 10 Apples Siri übertrumpfen.

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