McDonalds zahlt kräftig für Halal-Schwindel

22. Jänner 2013, 11:34

Die Kette muss 700.000 Dollar zahlen, weil sie in den USA zwar islamische Sandwiches beworben, aber mutmaßlich nicht serviert hat

Tief in die Tasche greifen muss die Fast-Food-Kette McDonalds und einer ihrer Franchise-Nehmer. Weil sie im US-amerikanischen Detroit mit islamisch korrekter Küche ("ḥalāl") geworben, aber sich mutmaßlich nicht daran gehalten hat, zahlt sie 700.000 Dollar (525.000 Euro), berichtet die Washington Post. Das Geld geht an den Privatbürger Ahmed Ahmed, eine Gesundheitsklinik, das Arabisch-Amerikanische Nationalmuseum in Dearborn und an eine Anwaltsschar. Fixiert werden soll der Deal am 1. März dieses Jahres.

Haram folgte halal

Begonnen hat alles mit einem Hühnersandwich, das Ahmed im September 2011 essen wollte. Erworben hatte er es in nur einem von zwei McDonalds-Restaurants in den USA, die Halal-Küche anbieten. Halal bedeutet unter anderem, dass kein Schweinefleisch verwendet wird, und dass der Name Gottes vor der Schlachtung des für das Fleisch verwendeten Tieres ausgerufen wird. Einer dieser Filialen dürfte das religiös korrekte Fleisch ausgegangen sein, die Mitarbeiter verwendeten mutmaßlich normales ("Ḥarām"; steht für tabu) und servierten es als Halal.

Laut dem Anwalt des Klägers Ahmed, Kassem Dakhlallah, wurde das seinem Mandanten aus dem Umfeld von McDonalds bestätigt, schreibt die Washington Post. Sie konfrontierten Firmenzentrale und Franchisenehmer damit, bekamen aber keine Antwort. Daher haben sie im November 2011 geklagt.

Geld geht an Community

McDonalds sieht sich als unschuldig an, will aber jetzt das Problem mit Geld aus der Welt schaffen. Da Ahmed nur einer der Käufer war, andere Geschädigte aber nicht genau ermittelt werden können, geht der Hauptteil der Entschädigung nun an Einrichtungen, die primär der muslimischen Gemeinschaft in Michigan dienen. Laut Anwalt Dakhlallah, der den Fast-Food-Riesen für seine Zusammenarbeit lobt, gehen rund 205.000 Euro an die Huda Klinik, 115.000 Euro an das Museum, 170.000 Euro an die Anwälte und 15.000 Euro an Sandwichkäufer Ahmed.

In der Gegend rund um Detroit leben rund 150.000 Muslime.

Bereits 2002 musste McDonalds 7,5 Millionen Euro zahlen, weil Pommes Frites irrtümlich als vegetarisch angepriesen wurden. Das Öl, mit dem die Fritten gebacken wurden, enthielt zwecks Geschmacksverstärkung Rindfleisch. (sos, derStandard.at, 22.1.2013)

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Mc Donalds sieht sich unschuldig

Aha,Hier wird Etikettenschwindel betrieben, wird dabei erwischt und trotzdem gibt man sich unschuldig.
Dem Konzern fehlt es an jedwedem Anstand und Moral.

In Österreich

kannst reinhauen, was du willst. Mehr als 35 Euro Strafe schafft man beim Marktamt kaum.

Drahts die hittn zua

kann mich nur anschliessen
wer dorthin geht, is e selbst schuld!

Ich erwarte bei McDonalds kein Fleisch, bei dem die Tiere nach religiösem Unsinn abgesäbelt werden. Mir wäre lieber, sie würden mehr Schweinefleisch-Burger anbieten.

a propos halal, ...

in dem gemeindebau in dem ich aufgewachsen bin, hat es eine familie halasz gegeben, mit jeder menge kindern, mit denen wir anderen kinder jede menge rauferein hatten.

nachdem sie ausgezogen waren (langwieriges delogierungsverfahren) musste die wohnung eingehend renoviert werden.

die familie hatte z.b. auch die holzfussböden verheizt.

äähh ... worum gehts eigentlich ?

selber schuld wer an solche vermietet

Monkey Island

Genau so muss es sich zugetragen haben :)

http://www.youtube.com/watch?v=XbBJ-iBkDNc

ich verstehe ihr posting nicht :-?

Das Huhn des Teufels...

dabei ist es im islam erlaubt, sachen zu essen, die als haram deklariert sind

wenn es der betreffende esser nicht weiß.

dh, wenn ein muslim im schnitzelhaus ein putenschnitzel bestellt, und irrtümlich oder auch absichtlich ein schweinsschnitzel bekommt, ihm das nicht auffällt und er es isst, dann ist er nicht gleich ein fall für die hölle.

Das mag ja sein,aber glauben Sie das deswegen die Vorgehensweise McDonalds korrekt ist?
Das eine hat mit dem anderen nichts zum tun.
Als Kunde habe ich das Recht auch das zu bekommen was vereinbart wurde.

Ich komme auch in keine erfundene Hölle wenn ich ein Bioschnitzel bestelle und ein konventionelles Schnitzel erhalte; trotzdem hat mich der Verkäufer betrogen.

Warum will das niemand kapieren?

völlig korrekt

dennoch ist hier auch eine Frage der Verhältnismäßigkeit gegeben. Also meine Frage an Sie: Würden Sie den Wirten auch auf 700k verklagen oder vllt doch "nur" nicht mehr hingehen und das Geschehene allen Freunden und Bekannten mitteilen (sprich Negativ-Propaganda betreiben). Den Leuten passt das ja hier nur deshalb so gut, weil's eben mit McD einen Bösen erwischt (ich habe auch etwas Schadenfreude dabei, weil ich McD abscheulich finde), aber dafür ist die Strafe wieder nicht hoh genug, das zahlen die doch mit einem Lächeln aus der Kaffeekasse ...

Ich würde, da ich in Österreich lebe, natürlich nicht auf 700k klagen.
Immerhin bekäme ich bei uns nicht mal 100k heraus, wenn vergiftetes Essen meine gesamte Familie bis auf mich auslöschen würde.

Allerdings sehe ich auch als Agnostiker einen gewissen Unterschied zwischen Bio auf der einen und Halal bzw. Koscher auf der anderen Seite.
Den Betroffenen ist das nun mal sehr wichtig, auch wenn ich den Grund nicht nachvollziehen kann.

tja ich hab da eben ein "Problem" mehr

nicht nur agnostiker (oder religiös indifferent) zu sein, sondern eben auch den Tierschutz sehr am Herzen zu haben und da kann ich solche Sachen keineswegs unterstützen. Natürlich stimmt's aber trotzdem, dass hier "Etikettenschwindl" vorliegt ...

Er nicht, aber vermutlich der, der es ihm gegeben hat...

so ist es und wird es immer sein...

die westliche einstellung spiegelt sich in dieser aktion wieder.... "jaja halal" sagen aber völlig ignorant machen was man will....
bodenschätze klauen, völker versklaven , teritorien beanspruchen und wenn einer nicht mitmacht alle zu feinden erklären....
mich wundert es ja , daß ahmed ahmed nicht in quantanamo gelandet ist...

Mich wundert es, dass mcd nicht mit einem gutachten belegen kann, dass sich kein fleisch in den betroffenen Produkten befunden hat.

Der fishburger lässt grüßen.

Ja, im Fishburger ist erstaunlicherweise kein Fleisch...

Nein im fishburger war überraschenderweise kein fisch.

Ist mir auch schon passiert. Stelle am Tisch fest, dass im Fishmac zwar alles drin ist, aber eben das Stück Fisch fehlt. Sowas wird aber zumindest schnell behoben.

Gestern McD heute Lego

Türkische Kulturgemeinde in Österreich wirft Lego Volksverhetzung vor.

Baustein des Anstoßes: StarWars Lego-Bausatz "Jabbas Palace ähnelt zu sehr Moschee.

http://www.welt.de/vermischt... g-vor.html

das wird noch eine lustige Diskussion

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