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Wien - Der Bachelor löst nach und nach den Magister und Diplom-Ingenieur ab: An den Universitäten haben im vergangenen Studienjahr erstmals mehr Personen ein Bachelorstudium abgeschlossen als ein Diplomstudium. Laut einer Statistik des Wissenschaftsministeriums gab es 2011/12 13.677 Bachelor-Absolventen und 13.532 Absolventen eines Diplomstudiums. Wie jedes Studienjahr wurde auch im Vorjahr mit 34.342 Abschlüssen ein neuer Gesamt-Absolventenrekord verzeichnet.
Seit dem Studienjahr 2005/06 ist die Zahl der Studienabschlüsse von 21.930 auf 34.342 angewachsen - das entspricht einem Plus von fast 60 Prozent. Dabei zeigt sich, dass der Bachelor bisher die Diplomstudien noch nicht ersetzt hat: Vielmehr ist die Zahl der Diplomabschlüsse in diesem Zeitraum nur wenig zurückgegangen (von 15.578 auf 13.532), die Zahl der Bachelor-Abschlüsse aber explodiert (von 3.069 auf 13.677). Nur leichte Zuwächse gibt es seit 2005/06 bei den Doktoraten (von 2.160 auf 2.339 Abschlüsse), ein starkes Plus verzeichnen die Masterstudien (von 1.123 auf 4.794 Abschlüsse).
Insgesamt hat bei den Studienabschlüssen der Frauenanteil erneut zugenommen: 56,7 Prozent der Abschlüsse wurden von Frauen erreicht (2005/06: 53,9 Prozent). Dabei zeigt sich aber eine auffällige Diskrepanz zwischen Erstabschlüssen (also vor allem Bachelor, Magister, Diplom-Ingenieur) und Zweitabschlüssen (vor allem Master und Doktor/PhD): Bei den Erstabschlüssen dominieren die Frauen mittlerweile mit 59,3 Prozent klar (2005/06: 56,1 Prozent), während bei den Zweitabschlüssen nach wie vor die Männer die Nase vorn haben (53,2 Prozent; 2005/06: 58,1 Prozent). Besonders deutlich zeigt sich dies bei den für eine weitere wissenschaftliche Karriere unabdingbaren Doktorats-Abschlüssen: Hier ist die männliche Dominanz mit 58,3 Prozent im Zeitvergleich unverändert geblieben (2005/06: 58,5 Prozent).
Die höchste Frauenquote bei den Studienabschlüssen hatte 2011/2012 die Veterinärmedizinische Universität mit 83,9 Prozent. Demgegenüber beträgt der Frauenanteil bei den Neo-Absolventen an den beiden Technischen Universitäten in Graz und Wien nur 22 bzw. 23 Prozent und an der Montanuni Leoben 26 Prozent. Die Universitäten Wien, Graz, Salzburg und Klagenfurt kommen jeweils auf eine Frauenquote von etwas mehr als zwei Drittel der Absolventen, genau ausgeglichen ist die Geschlechterverteilung an der Wirtschaftsuniversität (WU).
Das neue dreigliedrige Studiensystem sieht die Abschlüsse Bachelor, Master und PhD (Doktorat) vor und ersetzt nach und nach die zweigliedrigen Diplomstudien mit den Abschlüssen Magister (bzw. Diplom-Ingenieur) und Doktor. Derzeit werden im wissenschaftlichen Bereich praktisch nur noch die Lehramtsstudien sowie Jus, Medizin, Veterinärmedizin, Theologie und Pharmazie als Diplomstudien geführt, wobei es sowohl für die Lehrämter als auch die Pharmazie bereits konkrete Umstellungspläne auf das dreigliedrige System gibt. (APA, 22.1.2013)
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Der Bachelor ist sicher keine umfassende Ausbildung, aber in allen naturwissenschaftlichen Studien, die ich kenne, konzentrieren sich die schwersten Prüfungen auf das Bachelorstudium.
Der Master ist vergleichsweise einfach, wenn auch unabdingbar für eine umfassende universitäre Ausbildung...
Galt bisher der erste Studienabschnitt nicht als ein Abschluss, so ist heute der Bachelor nach drei Jahren schon erreichbar, ein "akademischer Abschluss", der aber - wen wundert's - weder in der Wirtschaft, noch im öffentlichen Dienst die gleiche Anerkennung hat, wie ein Mag. oder ein Master, wo halt eine längere Ausbildung (ein zweiter oder sogar dritter Studienabschnitt) positiv absolviert werden muss.
...war auch gestern im ORF zu hören...vom Standard hätte ich mir jetzt minimal mehr Hintergrundwissen erwartet.
Erklärt habens eh schon 100 Leute unter diesem Beitrag. Wollte nur ein wenig raunzen...
ich gehe hier von einer fehlinfo aus: ein bachelor entspricht nicht einem master oder dipl-ing., der master ist mit einem magister oder dipl-ing zu vergleichen. und es ist kein wunder dass es mehr abschlüsse von bachelors gibt als in den diplomstudien, wenn letztere sukzessive verdrängt werden und durch, in meinen augen, halbherzige bologna-studienpläne ersetzt werden. oder wie ist der rasante anstieg an masterstudien sonst zu erklären?!
Wie wollen wir den international mithalten, wenn wir unsere talentierten jungen Menschen mit einem Unterschichtenstudium abspeisen?
Kämpft um euer Recht auf eine vollwertige Ausbildung! Man lebt nur 1x!
Gerne vergessen wir die Zeiten, als das Bachelorstudium eingeführt wurde und es weithin hieß " wollen wir nicht , brauchen wir nicht". Jetzt sind es schon über 13.000. Gemäß den damaligen Unken-Prognosen sind die wohl jetzt alle ausnahmslos arbeitslos getreu dem Motto " die Wirtschaft wird soetwas nieeee anerkennen". Naja...
in manchen Fächern übertrifft sogar die Matura das Niveau eines Bac. Muss jetzt nicht schlecht sein, nur wenn man nach dem Bac aufhört, was viele eben tun, hat man weder von wissenschaftlicher Arbeit noch von einer gewissen Spezialisierung (ja theoretisch wär das dann in der Praxis möglich, theoretisch) wenig mitbekommen.
Ein Professor sagte mal, der Bac sei ein Titel für Studienabbrecher, als Anspielung darauf, dass die meisten Studenten ihr Studium nach etwa 3 Jahren abbrechen.
bsp Maschinenbau TUM
im Bachelor
Mathe 1-3
Mechanik 1-3
Physik 1-2
Elektrotechnik 1-2
IT 1-2
Chemie
Thermodynamik
Wärmetransport
Regelungstechnik
Werkstoffkunde 1-2
Maschinenelemente 1-2
usw.
das sind die schwierigsten prüfungen im studium. das ist als würden sie sagen die ersten drei jahre jedes magister/dipl.-ing studiums wären nur maturaniveau.
das maturaniveau wird z.b. in mathe nach den ersten zwei monaten vorlesung überschritten.
auch wenn der Vergleich nicht geglückt ist möchte ich die Betonung trotzdem auf, "in manchen Fächern" gelegt wissen.
Damit mein´ ich die großteils Geisteswissenschaftlichen Fächer, wo man teilweise im Bac nicht wirklich auf ein akademisches Niveau kommt.
meine kollegen aus naturwissenschaftlichen fächern reden auch gerne darüber wie gering das niveau der geisteswissenschaftler nicht sei. vielleicht stimmt das ja, aber da ich nie so ein fach studiert habe urteile ich nicht darüber.
ich kommentiere das, was ich kenne, beschreibe es um anderen zugang zu geben. bei dingen, die ich nicht kenne, stelle ich fragen und höre zu. auf die art und weise ist es viel schwieriger andere einfach abzuwerten um sich selber besser zu fühlen, andererseits wird man meistens auch nicht für ein arrogantes a'loch gehalten.
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