Euro etwas höher

US-Daten zum Arbeitsmarkt beflügeln

Wien/Washington - Der Euro hat am späten Donnerstagnachmittag gegen den US-Dollar höher gegenüber dem heutigen Richtkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) notiert. Gegen 17 Uhr notierte der Euro bei 1,3375 Dollar. Auch gegenüber den übrigen Richtwerten legte der Euro zu.

Die neuen Daten zum US-Arbeitsmarkt haben beim Euro für deutlichen Auftrieb gesorgt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche weiter gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche hat die Zahl um 5.000 auf 330.000 Anträge nachgegeben. Die Erstanträge erreichten damit den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 355.000 Anträge erwartet. Im aussagekräftigeren Vier-Wochen-Schnitt fiel die Zahl um 8.250 auf 351.750 Anträge.

Der Risikoappetit und damit die Nachfrage nach risikoreicheren Anlagen wie dem Euro seien gestiegen, erklärte ein Wiener Händler. Er notiere aber weiterhin innerhalb der Range, die mit 1,3400 Dollar gedeckelt sei.

Der japanische Yen, der bereits in den vergangenen Monaten deutlich abgewertet hat, stand am Donnerstag abermals unter Druck. Händler nannten Äußerungen des japanischen Vize-Wirtschaftsministers als Grund. Yasutoshi Nishimura hatte den Abwärtstrend des Yen als noch nicht beendet bezeichnet. Das unter Wirtschaftsflaute und Deflation leidende Japan versucht derzeit mit einer sehr lockeren Geld- und Haushaltspolitik, das Wachstum nicht zuletzt über eine Schwächung des Yen anzukurbeln. Dieser Kurs zieht internationale Kritik auf sich. Nicht wenige Experten warnen vor einem "Währungskrieg", sollten andere Länder dem Beispiel Japans folgen.

Das Londoner Nachmittags-Fixing für den Goldpreis wurde mit 1.671,00 Dollar/Feinunze ermittelt. Das Vormittags-Fixing lag heute bei 1.677,00 Dollar. Am Vortag wurde ein Nachmittags-Fixing von 1.690,25 Dollar festgestellt. (APA, 24.1.2013)

Share if you care
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.