Gambia führt die Vier-Tage-Woche ein

22. Jänner 2013, 08:03

Menschen soll mehr Zeit für Gebete und Freizeit gegeben werden

Banjul - Gambias Präsident Yayha Jammeh führt die Vier-Tage-Woche ein: Ab dem 1. Februar gelte eine offizielle Arbeitszeit von Montag bis Donnerstag jeweils acht Stunden, hieß es in einer Erklärung des Präsidenten, die am Sonntag im staatlichen Radio verlesen wurde. Der Freitag solle zusätzlich zum Samstag und Sonntag zum "Beten und Ausruhen" genutzt werden. Schulen, Banken und anderen betroffenen Institutionen sei es freigestellt, ob sie am Samstag öffneten, um den Freitag zu kompensieren.

Die Menschen in dem winzigen westafrikanischen Land hätten nun mehr Zeit für "soziale Aktivitäten und Landwirtschaft", hieß es in der Erklärung weiter. "Zurück auf das Land und anbauen, was wir essen und essen, was wir anbauen" sei nun die Devise. Das Land wird bis auf die Küste vollständig vom Senegal eingeschlossen. Es hat rund 1,8 Millionen Einwohner und ist der kleinste Staat auf dem afrikanischen Kontinent. (APA, 22.1.2013)

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man sollte die Vier-Tage Woche auch für

die brüsseler Abgeordneten einführen. Da haben`s nämlich einen Tag weniger Zeit, Schwachsinn zu produzieren.

entwicklungshilfe sofort streichen!

denen scheints ganz gut zu gehen!

du glaubst immer noch, alle kinder in afrika laufen nackt rum und wenn die europäer nix spenden verhungern alle ... traurig

Ums zu streichen, muesst mans aber vorher mal zahlen im vereinbarten ausmass.

Gell.

Es geht uns uebrigens auch so gut - nur wills uns keiner sagen, sondern es wird lieber auf die (systemimmanenten) arbeitslosen hintreten, statt endlich die normalarbeitszeit zu kuerzen.

wegn kurzsichtigen neidhammln wie dir is das ned moeglich - sondern wir kriegen alle immer weniger fuer unsere heilige vollzeit ... bis uns das ams mit 50+ versklavt, amen.

4 Tage Woche Gambia

Da die meisten Gambianer kleine Selbstständige sind wird sich da wirtschaftlich nicht viel ändern, weder an der Kaufkraft noch an der Produktion. Wenn dann wird es nur die Staatsdiener betreffen. Die Selbstständigen müssen sowieso schauen wie sie über die Runden kommen. Für die meisten Bewohner Gambias ist das Überleben ein täglich neuer Kampf.

Bevor hier hochgelobt wird...

...auch für Ärzte, Pflege, Polizisten, Feuerwehrmänner?

Wahrscheinlich nur für Beamte des staatlichen Betriebes.

Auswirkungen der Arbeitszeitverkürzung von 5 auf 4 Tage/Woche

Variante A) Verkürzung ohne Lohnausgleich:
20 % weniger Kaufkrauft ->
Nachfrage sinkt ->
Produktionsrückgang ->
Wirtschaft schrumpft ->
weniger Jobs

Variante B) Verkürzung mit vollem Lohnausgleich:
20 % höherer Stundenlohn ->
Produkte teurer ->
International nicht mehr Konkurrenzfähig ->
Verstärkter Import ->
Schließung einheimischer Produktionsstätten ->
Wirtschaftschaft schrumpft ->
weniger Jobs

Genau - daher sofort Arbeitszeitverlängerung auf 8 Tage pro Woche, mindestens!

Gimme an M!
Gimme an i!
Gimme an l!
Gimme a c!
Gimme an h!
Gimme an m!
Gimme an ä!
Gimme a d!
Gimme a c!
Gimme an h!
Gimme an e!
Gimme an n!
Gimme an r!
Gimme an e!
Gimme a c!
Gimme an h!
Gimme an n!
Gimme an u!
Gimme an n!
Gimme a g!

WHAT'S THAT SPELLED?

MILCHMÄDCHENRECHNUNG!

Mir fehlen in deinem Modell die geänderten Bedingungen und deren Folgen für die Landwirtschaft. Auch Nahrungsmittel sind ja etwas, das produziert wird und gehandelt werden kann. Offenbar wird die Betätigung in diesem Feld nun leichter für die Menschen dort.

Unter der Annahme, dass ihr Gedanken linear verläuft, braucht es weniger Jobs. Da aber auch weniger gearbeitet wird, stellt sich wieder ein Gleichgewicht ein.

Du befürwortest also die 70 Stunden-Woche?

Dann gehst auch hoffentlich mit gutem Vorbild voran - bis 75 versteht sich.

Nein, aber wir sollten den Mumpitz, dass es uns dann alle besser geht, den die Gewerkschafter und andere Arbeitszeitverkürzungsadvokaten von sich geben, ein bisschen hinterfragen.

Mein o.a. Posting hat zwar viele rote Stricherl bekommen aber noch keine wirkliche Gegendarstellung.

Gerne !

Eine Sechs-Tage Woche würde dann wohl Wirtschaft anschwellen lassen -> mehr Josb bedeuten.

Eine Sieben-Tage Woche würde dann wohl Wirtschaft mehr anschwellen lassen -> noch mehr Jobs bedeuten.

Ziel: Acht-Tage Woche !

Wenn ich koennte: Doppelgruen.

international nicht mehr wettbewerbsfähig ?

sehen sie sich mal die exportprodukte von gambia an -

Es geht nicht nur um Exporte, sondern dass man auch Dinge, die man für den Eigenbedarf hergestellt hat, nun lieber importiert, weil es billiger ist.
Griechenland ist so ein Beispiel. (zwar wurde dort die Arbeitszeit nicht verkürzt, dafür aber die Löhne kräftig erhöht, was zum gleichen Ergebnis führt.)

So viel können die Gambinesen (sagt man das so?) gar nicht hackeln, das sie mit den subventionierten Preisen der EU-Lebensmittel mithalten könnten. Und die Textilien aus der Alkleiderspende sind ebenfalls nicht dazu angetan, die lokale Industrie zu fördern.

Das befürchtete "Finanz- und Kaufkraftloch" wie Sie es darstellen und erklären, könnte man locker wieder mit einer Reichensteuer stopfen :)

Variante A): weniger Umsatz -> Weniger Ertrag
Variante B): Abwanderung von Kapital -> weniger Kapitalertrag

Was wollen Sie besteuern?

Bei Variante A ist das einzige wirkliche Problem der letzte Punkt. Und der stimmt nicht, weil die Anzahl der Jobs durch die kürzere Arbeitszeit auf gleichem Niveau bleibt.

Aber nur, wenn mann davon ausgeht, dass die reduzierte Absatzmenge trotzdem noch ausreicht, um die Fixkosten (diese bestehen nicht nur aus Lohnkosten, sondern zu einem guten Teil aus Investitionskosten) zu decken, ansonsten wird die ganze Produktionslinie stillgelegt oder gar nicht erst gebaut.

Mag in einigen Berechen stimmen, gesamt jedoch nie
Im erzeugenden Bereich wird einfach das Soll erhöht, im Dienstleistungsberech fehlt jede Antwort
_Wer_ bezahlt jetzt den zusätzlichen Kellner, Friseur, Müllmann, Verkäufer, Krankenpfleger, Busfahrer oder was auch immer ?

Also nicht weniger, sondern mehr Jobs, dafür aber zu wenig Geld, um sie zu bezahlen?

Irgendwie wird's wohl möglich sein, mit einem Tag Arbeit weniger auszukommen. Da braucht man nicht kompliziert herumtheoretisieren. Wir würden halt alle ein bisschen sparsamer leben und hätten dafür mehr Freizeit. Wenn es in ärmeren Ländern und in schwierigeren Zeiten möglich war, wird es wohl auch heute und bei uns gehen.

Rechne mal,

im ersten Schritt hast du 20 % weniger Gehalt. Weil der Staat aber keine Ausgaben einsparen kann (man braucht deshalb genauso viele Spitalsbetten, Schulen, etc.) fehlen dem Staat plötzlich 20 % Umsatzsteuer und noch wesentlich mehr Einkommenssteuer (durch die Progression verliert da der Staat mehr als 20 %). Die Folge wäre wohl, dass die Steuern massiv erhöht werden müssten. Sehr massiv. 30 %, oder mehr.

Am Ende würdest du 20 % weniger Arbeiten, hättest netto aber 30-40 % weniger Geld.

Das geht bei den meisten nicht einmal irgendwie.

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