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Wien - Für eine Ausweitung der Deutschförderung in Österreich gibt es nicht ausreichend qualifiziertes Personal, warnen Experten aus dem Bereich Sprachförderung in einem Schreiben an Unterrichts- und Wissenschaftsministerium, Integrationsstaatssekretariat und Hochschulen. Schon jetzt gebe es nur eine "verschwindend kleine Anzahl" fachlich qualifizierter Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache (DaZ), bei einer Ausweitung müsse auf noch geringer qualifiziertes Personal zurückgegriffen werden; und auch in der Forschung gebe es derzeit nur wenig Ressourcen für dieses Thema. "Hier besteht dringender Handlungsbedarf!", appellieren sie an die Politik.
Die Unterzeichner - darunter Bildungswissenschafter Erich Ribolits, Linguistin Ruth Wodak und Germanistin Inci Dirim - befürchten, dass die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung Österreichs durch den Mangel an Infrastruktur "nachhaltig beeinträchtigt" werden könnte. Für eine Aufwertung bzw. Ausweitung der Deutschförderung würden in Österreich derzeit die Voraussetzungen fehlen.
Die bestehenden Fortbildungsangebote für Lehrer in DaZ seien zwar in der Regel hochwertig und würden gut angenommen, es gebe jedoch schon jetzt nicht genug Kurse. An den Unis komme DaZ nur im Lehramt Deutsch und an den Pädagogischen Hochschulen (PH) beim Lehramt für Volksschulen bzw. Deutsch an Hauptschulen vor, allerdings auch hier nicht immer verpflichtend. Landesweit gebe es nur drei Uni-Professuren für DaZ bzw. Deutsch als Fremdsprache (DaF) - so viel wie in Nordrhein-Westfalen an einzelnen Unis, beklagen die Forscher. In den Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik komme DaZ als Fach überhaupt nicht vor.
Die Unterzeichner fordern u.a. zusätzliche Professuren sowie Dissertations- und Habilitationsstellen für DaF und DaZ an Unis und PH, qualifiziertes Fachpersonal für DaZ an allen Lehrerbildungseinrichtungen, DaZ und Mehrsprachigkeit als verpflichtenden Teil der Ausbildung für alle Lehrer und für Kindergartenpädagogen sowie mehr Forschung in diesem Bereich. Eine Absage erteilen sie unterdessen erneut der Sprachförderung im Rahmen eines Vorschuljahrs oder in Crashkursen, "da internationale (und auch österreichische) Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen eindeutig die Ineffizienz solcher 'Gettoklassen' nachgewiesen haben".
Der Aufruf wurde bisher von insgesamt 50 Forschern und Praktikern aus Bildungswissenschaft oder dem Bereich Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache unterzeichnet, auf einer Petitionsplattform im Internet werden weiterhin Unterschriften gesammelt. (APA, 21.1.2013)
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Wenn diese Klage wieder nur dazu da ist die sogenannten Fortbildungen der Lehrpersonen zu erhöhen, die Dienststellen der DaZ Leute zu vergrößern, verstehe ich das öffentliche Klagen. Aus dem qualifizierten pool der Leute aus der Praxis wird sehr selten geschöpft, liegen Ressourcen brach!
Ein wenig genauer wenn wir achtgeben, müsste uns auffallen, dass wir nicht über Deutsch-Förderung diskutieren sondern über Deutsch-UNTERRICHTS-Förderung.
Lernen - auch das könnten wir genauer untersuchen - läuft bei UNTERRICHT ohnedies ziemlich uneffizient. Nehmen wir als Beispiel nur, wie gut Kinder i.d.R. in den ersten 6 Lebensjahren ihre Muttersprache bei Laien nebenbei lernen und welches - meist das ganze Leben dann ungelöste - Problem durch UNTERRICHT daraus wird.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer frage ich mich, weshalb wir immer noch mher Geld, Personal, Energie gerade dort hineinstecken, wo die Rendite sinkt.
Wir könnten doch erst einmal SELBER DAZULERNEN, ehe wir nur Anstrengungen mehren.
Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe
Über die Ergebnisse kann man diskutieren, doch wenn diese sogn. Experten "die Ineffizienz solcher Gettoklassen nachgewiesen haben" verlassen diese die sachliche Ebene zugunsten der Verbreitung ihrer Ideologie.
Der abwertende Begriff "Gettoklassen" belegt, dass keine sachliche Diskussion gewollt ist.
warnen, Experten beraten, Experten ....man kann das Geschwafel schon nicht mehr hören, sollen sich doch selbst einmal an die Basis stellen und etwas hackeln, in den Kursen erfährt man hochttrabendes Gewäsch, kein Mensch will etwas bezahlen dafür, die Stundensätze sind erbärmlich, allein deswegen ist das Interesse gering, aber das fällt unseren "Experten" gar nicht mehr auf, nur mehr nervend aus den wissenschaftlichen Elfenbeintürmen dauernd Dinge abzulaichen, die man irgendwo in Büchern gelesen hat und die in der Wirklichkeit niemals funktionieren, so und ketzt könnt's eich mit die roten stricherl austoben
Der Aufruf wurde bereits am 15. Jänner veröffentlicht. Und den Text des Aufrufs, der wesentlich informativer ist als die APA-Meldung, gibt’s hier: http://www.activism.com/de_AT/pet... ache/41768
Also, wenn man nicht alles selber macht, lieber Standard...
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