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Vielleicht hat zumindest die SPÖ umgedacht, vielleicht waren es auch nur gefällige Worte aus Anlass der Feierlichkeiten zum 20-Jahr-Jubiläum von SOS Mitmensch. Und vielleicht wäre es auch ein bisschen peinlich gewesen, angesichts hungernder Flüchtlinge in der Wiener Votivkirche gar nichts zu sagen. Und die ÖVP sah am Tag danach die Welt schon wieder ein bisschen anders.
Trotzdem war es höchste Zeit für die Botschaft, die SP-Klubobmann Josef Cap per Video verkündete: Asylwerber sollen in Österreich, nach einer Frist von einem halben Jahr, legal arbeiten dürfen. Dass dies jetzt de facto unmöglich ist, kann man durchaus als nationale Schande ansehen. Der einzige "Job", der von Flüchtlingen derzeit dauerhaft ausgeübt werden kann, ist der von Prostituierten - wahrlich kein Renommee für ein Land, das sich gern als Menschenrechtsparadies darstellt. Diesen Missstand zu "reparieren" ist nicht nur aus humanitären Gründen geboten. Es gibt auch handfeste ökonomische Argumente dafür: In Zeiten knapper Kassen müssen alle Steuerzahler Interesse daran haben, wenn Asylwerber für ihren Unterhalt selbst aufkommen wollen.
Der Leidensdruck der Asylwerber ist groß - das zeigt auch der Hungerstreik in der Votivkirche. Egal, welche Motive Josef Cap für seine Videobotschaft hatte: Jetzt liegt das Thema auf dem Verhandlungstisch. Spätestens jetzt sollte die Regierung wirklich mit dem Umdenken beginnen.
(Petra Stuiber, DER STANDARD, 22.1.2013)
Jeder dritte Wiener hat abgestimmt, auf dass in Wien alles bleibt, wie es ist
Peter Mennel verspricht sich von Olympia-Bewerbung sportlichen und wirtschaftlichen Profit
Durch einen weiteren Verbleib in der Votivkirche hätten die Männer nichts mehr gewinnen können - aber umso mehr verlieren
Bei der Wiener Volksbefragung geht es um Ablenkung, nicht um direkte Demokratie
Petra Stuiber lädt zum Video-Interview
Das kann auch gut gemeint sein - aber es bewirkt das Gegenteil. Disput ist Demokratie
Wichtig wäre, dass der Schwung, den Verteidigungsminister Klug mit seiner Entscheidung zum 8. Mai gebracht hat, auch an anderen Stellen ankommt
Der Vorschlag der ÖVP ist Wahlkampf-Populismus
Die SPÖ sollte für Gerechtigkeit sorgen - und zwar für alle jungen Menschen
Frauenministerin und Justiziministerin sollten Druck machen, dass Frauen geschützt werden
Bundespräsident Fischer ist der Erste und Einzige, der eine klare Botschaft übermittelte
Wahljahr ist's, und da kann ein bisschen Emotionalisierung nicht schaden
Ideologischer Streit um Vorschulklassen ist das Letzte, was Betroffene brauchen
von bestimmter seite ist seit jahrzehnten zu hören, österreich solle bunter, aufgeschlossener, multikultureller werden. man kann das aus den verschiedensten gründen wollen oder auch nicht, aber wann ist österreich in den augen jener, die das fordern, bunt genug?
ernste frage: was ist das ziel, das ideal, der traum dahinter?
vor wenigen monaten war zu lesen, daß in wien offiziell 44% der bevölkerung mihigru haben. ist das nicht bunt genug? wenn nein: warum nicht bzw. wann dann?
Danke, für diesen großartigen kommentar !
Der CHRIST KARDINAL SCHÖNBORN steht "voll auf der seite der öst. gesetze", wie er sagte.
Wer human denkt, kann es in diesem falle nicht.
Der zwischen der Hilfsorganisationen Caritas und der SPÖ verhandelte Vorschlag von Hn. Küberl (Caritas web Seite: http://www.caritas.at/aktuell/n... /6555/89/) ist ungerecht gegen Österreichische Arbeitssuchende/Geringsverdiener, die bei 780 Euro Verdienst keine Chance gegen subventionierte Asylbewerber haben. Die bekommen gem. Hn. Küberl zu der Grundversorgung (Wert 570 Euro aus Unterkunft, Essen, 40Euro Taschengeld) noch die Hälfte eines erzielten Lohnes hinzu, bei 780 Euro Lohn sind das 390 Euro zur Unterkunft/ Verpflegung aus Steuermitteln hinzu, also 390+570=960Euro (Wert). Wen der Österreichische Geringverdiener mit dem 780 Euro-Lohn nicht klarkommt und auch 960 vom Arbeitgeber verlangt? Dann bekommt der Andere den Job
die gibt es in österreich nämlich praktisch gratis, im gegensatz zu den meisten ländern, aus denen die asylsuchenden kommen...
aber natürlich ist es bequemer, auf schule und ausbildung zu pfeifen und dann zu erwarten, vom staat gefälligst geschützt zu werden vor den pösen ausländern!!
typische fpö-wähler halt...
Also ist ein einheimischer Armer selber Schuld, denn ihm stand ja ein super organisiertes Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen zur Verfügung. Die MigrantInnen, die zu uns kommen, hatten es nicht so gut und sollen daher gefördert werden im Vergleich zum einheimischen armen-selbst-Schuld Versager (laut Ihnen der typische FPÖ-Typ). Also das hat echt was! Ich denk mir auch schon öfter, dass die Migrantin mit Kopftuch gegenüber der spärlich bekleideten einheimischen jungen Dame bevorzugt werden sollte, um Gerechtigkeit herzustellen. Was halten sie davon?
in der Votivkirche streiken Asylwerber deren Gesuche abgelehnt wurden, und diese wollen angeblich nach 6 Monaten Aufenthalt einer Erwerbsarbeit nachgehen.
Ist es mittlerweile schon egal wie das Gesuch behandelt wird?
Ist eine Ablehnung per se anzufechten?
und wie soll jemand der kein Asyl erhält hier arbeiten wenn klar ist dass er nicht bleiben kann und eigentlich von selbst ausreisen sollte?
die Idee nach 6 Monaten arbeiten zu dürfen ist gut, ABER sollten nicht eigentlich die Erstanträge innerhalb dieser Frist längst erledigt sein?
geht es hier darum jenen Menschen die mehrere Eingaben tätigen obwohl keine Erfolgsaussicht besteht Hoffnung zu machen die dann gleich wieder zerstört wird?
und wer stellt jemand ein der morgen "weg" ist?
Besser kann man es nicht ausdrücken. Ihr Kommentar trifft genau meine Meinung.
Tatsächlich geht es bei dieser Forderung um etwas ganz anderes: Relativ chancenlose Asylwerber wollen mittels Arbeitsplatz durch die Hintertür zu einem "Bleiberecht" kommen. Es wird die Debatte entstehen, wie man Leute, die "so gut integriert seien", abschieben könne, nur weil ein läppisches Asylverfahren negativ ausgegangen sei. Die Folge wäre ein starker Anstieg der Flüchtlinge in Ö, denn die Parole hieße dann: Asylverfahren möglichst in die Länge ziehen und dann mit der Bleiberecht-Masche zu einem dauerhaften Aufenthaltstitel kommen.
wobei die spö da ziemlich scheinheilig ist - vor 20 jahren (beim lichtemeer dabei UND massive verschärfungen beschlossen) so wie heute. auf sie ist sicher kein verlaß, schließlich hat sie unter schwarzblau sogar als oppositionspartei einigen barbareien zugestimmt.
Darf es eine Beschränkung der Einwanderung geben? Wenn ja, nach welchen Kriterien? Können Sie sich selbst Fälle von Menschen vorstellen, die nicht einwandern dürfen sollen? Dürfte das durchgesetzt werden? Wer soll´s machen? Wenn jeder, der kommt, letztlich sowieso bleiben darf (integriert, Arbeit und wenn nicht, sozial und menschlich indiziertes Bleiberecht), wie sehen Sie die Folgen auf den Arbeitsmarkt, das Budget, die Umwelt? Wirschaftsforscher Aiginger spricht von hohem Bevölkerungswachstum und bald erwarteten 9,5 Mio in Österreich. Ich bitte um ein kohärentes Konzept für einfache Menschen wie mich.
letzinstanzlich moeglich sein ob oder ob nicht Asylstatus gewaehrt wird und die ganze Diskussion haette ein Ende.
Da liegt der Ball bei den Behoerden und dort kann die Politik sehr wohl sofort handeln.
Das wäre ausgesprochen wünschenswert.
Allerdings gibt es Länder, die auf eine Anfrage ob diverse Dokumente die Asylwerber in Österreich vorlegen echt sind oder nicht, entweder gar nicht oder erst mit einer halbjährigen Verzögerung antworten.
Ein erster Schritt wäre schon Asylwerber von Wirtschaftsflüchtlingen zu trennen.
Warum ist das Thema Asyl in den Foren so emotionsgeladen?
Aus welchem Grund sind die Leute derart schlecht auf Asylwerber zu sprechen?
Des Weiteren sollte man sich überlegen, was man über die Motive von Flüchtlingen postet. Es ist zwar nicht zu leugnen, dass es Flüchtlinge gibt, die einen Asylmissbrauch in Erwägung ziehen, aber wie kann man denn das wirklich nachweisen? Ich meine solange man selber nicht davon betroffen ist, ist man meiner Meinung nicht in der Lage zu Urteilen, wer aus nachvollziehbaren Gründen um Asyl bittet und wer nicht. Diese Art von Diskussionen führt letztendlich zu einer negativen Pauschalverurteilungen von Asylwerberb, die zu verzerrten Darstellungen á la FPÖ führen...
Das hängt aber nicht nur damit damit zusammen, dass eine bestimmte rechte Partei damit undifferenzierte Propaganda betreibt.
Sondern auch damit, wie poster @keyser schon erläutert hat, dass von vielen "Gutmeinenden" von der anderen Seite des politischen Spektrums nur Polemik, ohne Sach- und Ortskenntnis, betrieben wird.
Und darüber hinaus fast alle NGO, insb. Caritas, mit dem Leid der Menschen (=Mitleid) inzwischen eine wichtige Existenzgrundlage gefunden haben. Zumindest seit Einführung der Grundversorgungsvereinbarung.
Massvolle Kritik an einer ausufernden Asylpraxis verhallt ungehört in der Kakophonie dieser drei Lager.
Sollten Sie dennoch sachliche Infos brauchen, müssen Sie leider selbst recherchieren.
Oder Efgani Dönmez lesen.
Man kann es auch anders sehen.
Jeder Asylwerber, der über den Landweg nach Österreich kommt betreibt in irgendeiner Form Asylmißbrauch. Die Idee von Asyl ist es, vor Verfolgung geschützt zu werden. Dabei gibt es die Regelung des sicheren Drittstaates.
Von der Idee her flüchtet eine verfolgte Person so lange, bis sie in Sicherheit ist. Man muss von Afghanistan nicht nach Österreich kommen um sicher zu sein. Da gibt es eine Menge Land dazwischen, in dem man keiner Verfolgung ausgesetzt ist und bereits um Asyl ansuchen könnte. Daher kommt auch das generelle Misstrauen vieler Leute.
dazu gibts zahlen
http://www.statistik.at/web_de/st... 29655.xlsx
10% der schüler in österreich haben eine ausländische staatsbürgerschaft...wenn sie davor angst haben dann sind sie einfach nur xenophob *g*
anders gesagt: wenn alle in österreich asylsuchenden ins ernst-happel-stadion gehen, haben noch 30.000 andere menschen platz.
hilfe, wir werden überschwemmt! :]
so manche Inländer fühlen sich da im Stich gelassen, wenn sie dann deswegen Rassisten und Nazis beschimpft werden.
Hier im Forum hat sich bereits so aufgeschaukelt, dass außer triefendem Mitleid keine kritische Bemerkung mehr geschrieben werden darf, ohne dass sofort "Gowin's law" kommt.
@Onüür Kxy, eigentlich ist es egal, was Max Müller meint, oder eine NGO, die dann ja auch nicht darüber befinden darf wer bleibt, und wer nicht bleiben darf.
Was zählt, sind auch nicht Menschlichkeit, oder ein abschaffen von Ländern. Sondern einzig und allein: "Wer hat einen Fluchtgrund, wer braucht Hilfe, und wer braucht diese nicht."
Wer sie bekommt, und wer der Hilfe nicht Bedarf, ist in den Gesetzen festgelegt, und es wird auch in den Verfahren überprüft. Dazu gibt es sie ja. Die Motive, können nur die Betroffenen kennen, und die jeweiligen Instanzen, von denen manche häufig Gebrauch machen, und andere keine Gebrauch machen müssen.
Nicht jeder muss da bleiben, auch wenn es NGO nicht wollen - deren Sache, die sind aber unwichtig.
Wenn sie allein Brickners Blog lesen, und die Beiträge der letzten Jahre, erkennen sie vllt. warum es so ein Problem ist, und warum das Thema so aufgeladen ist.
Weil, in aller kürze, sich einige Gruppen / NGO geformt haben, die vor allem durch krankmachen von Asylwerbern, einweisung in Psychiatrien, Verzögerung von Verfahren, Hilfe beim Untertauchen von abgelehnten, ..., und somit ihre eigenen Regeln dem Rest der Bevölkerung aufoktroieren wollten.
Alle die nicht der Meinung sind - waren Rechts, usw. Daher ist e-e sinnvolle Diskussion nur selten möglich. Aber genau dass wäre nötig. Asyl als Thema, muss in der Gesellschaft geführt werden, und darf nicht NGO-Spielplatz, Grünen, FPÖ überlassen werden, die auch nur Schindluder damit treiben.
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