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Never say never again - diesen Filmtitel des James-Bond-Klassikers wird sich Georg Maltschnig noch öfter anhören müssen. Maltschnig wurde von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) als Finanzlandesrat mit Ablaufdatum vorgestellt. Nach den nächsten Landtagswahlen werde er der Regierung sicher nicht mehr angehören, sagt der 61-Jährige.
Das "Nie mehr wieder" war von dem Sozialdemokraten schon einmal zu hören: Als er 2008 nach zehn Jahren das Bürgermeisteramt von Zell am See an den Nagel gehängt hatte, wollte er der Politik auf ewig entsagen. Nur fünf Jahre später soll er den Salzburger Finanzstall ausmisten.
Dass er fachlich für diese Herkulesaufgabe das Zeug hat, wird nicht einmal in den Reihen der Volkspartei bezweifelt. Maltschnig ist Betriebswirt und Jurist. In der Pinzgauer Bezirkshauptstadt war er fast ein Vierteljahrhundert für Finanzen zuständig - erst als Stadtrat, dann als Bürgermeister.
Maltschnig kennt die Gebarung der öffentlichen Hände. Aber auch in wirtschaftlichen Belangen hat er Erfahrung. Seit 1993 ist er Direktor der Wohnbaugenossenschaft Bergland mit Sitz in Zell am See. Für die Dauer seines Polit-Engagements hat er sich karenzieren lassen. Zur Bergland wolle er wieder zurückkehren, sagt der im Pinzgauer Embach geborene Maltschnig - ein enger Verwandter des ebenfalls aus Embach stammenden, 2012 verstorbenen Altlandeshauptmanns Hans Katschthaler (ÖVP).
Sogar Erfahrung im Bankwesen bringt der Nachfolger von David Brenner mit. Er war 1979 bis Ende 1981 in der Creditanstalt-Bankverein für die Auslandsemissionen und die Konzernabteilung zuständig. In dieser Funktion berichtete er direkt an den damals stellvertretenden CA-Direktor Franz Vranitzky. Er sei aber kein Experte für Risikogeschäfte, dämpft er allzu hohe Erwartungen in ihn. Damals habe es zum Glück noch keine Swaps gegeben.
Der verheiratete Vater zweier erwachsener Töchter ist auch ein Polit-Profi. Bei den Wahlen 2004 erreichte er im konservativen Zell am See 67 Prozent. Attacken der ÖVP wegen seiner Doppelfunktion als Bürgermeister und Wohnbaumanager überstand er nahezu unbeschadet.
Ganz Polit-Profi, weiß er, dass für die Salzburger SPÖ derzeit Zurückhaltung angesagt ist: Er werde "sicher nicht wahlkämpfen", sondern sich nur um die Sanierung der Finanzen kümmern. (Thomas Neuhold, DER STANDARD, 22.1.2013)
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und wie es scheint, bestens qualifiziert um eines der komplexesten derivateportfolios im europaeischen public sector bereich aufzuarbeiten:
- ein vierteljahrhundert erfahrung in bezirkshauptstadt
- sogar bankerfahrung weil er in den 70er jahren in der damaligen CA war wo es zum glueck damals noch keine swaps gab
- und gleichzeitig sagt er gleich dazu dass er es gar nicht auf dauer machen wird.
Was soll denn da bitt'schoen herauskommen.
Es war schon klar dass es eine typisch oesterreichische loesung geben wuerde, aber das schlaegt dem fass jetzt wohl den boden aus!
Welcher internationale Experte, glauben Sie denn, noch dazu einer, dem man vertrauen könnte, wird sich für ein paar Monate als Finanzlandesrat im kleinen Salzburg zur Verfügung stellen? Weltfremder als Ihr Posting geht´s nicht.
ja genau das trifft den punkt ... das ist absolut bezeichnend. wenn vor vorneherein klar ist, dass man ohnehin keinen faehigen menschen dafuer findet, geht man trotzdem hin und setzt eine marionette auf den platz, die selbstverstaendlich keine entscheidung treffen wird aber hauptsache ein buergermeister wird zum finanzlandesrat erhoben und hat nach ein paar monaten die noetige qualifikation um in einem landesnahen betrieb weiterwurschteln zu koennen. da waere wohl besser wenn man die rolle fuer die paar monate gleich unbesetzt laesst!
schellhorn schreibt heute einen ganz guten kommentar in der presse ueber die motivation des handelns politischer entscheidungstraeger. hier kann man die theorie am lebenden objekt studieren.
Unbesetzt lassen geht ebenso wenig, wie das Ressort von einem anderen Regierungsmitglied übernehmen zu lassen - sagen jedenfalls die Legisten. Ihnen geht es doch einfach darum, Ihrer Übellaunigkeit und Ihrer abgrundtiefen Abneigung gegen die SPÖ freien Lauf zu lassen.
Segns, und das ist genau diese oesterreichische art, dinge anzugehn. Keine sachliche argumentation sondern gleich anplaerren und maulen. Weder bin ich uebellaunig noch einer partei oder idiologie zugehoerig. Mir ist einzig vollkommen uncerstaendlich warum so ernste sachen von politikern kaputt gemacht werdenSiehe Buchanan.
Aber ok, die Überleitung von der Bestellung eines Salzburger Landesrates zu diesem Herren, das hat was.
Naja, naja. :) Wurde Buchanan kaputt gemacht von den Politikern oder hat Buchanan was kaputt gemacht als Kommentator?
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