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Wien - In der Telekom-Affäre hat die Staatsanwaltschaft Wien nun Anklage gegen den Lobbyisten Peter Hochegger, den Ex-Telekom-Manager Rudolf Fischer und sowie gegen den ehemaligen FPÖ-/BZÖ-Politiker Klaus Wittauer erhoben. Dies teilte die Behörde am Montag in einer Aussendung mit. Diese drei sowie "weitere Personen" stünden unter dem Verdacht der Untreue, der falschen Beweisaussage sowie der Geldwäscherei, hieß es. Nicht angeklagt wird die frühere BZÖ-Justizministerin Karin Gastinger. Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig.
Anlass waren angebliche Zahlungen von insgesamt 960.000 Euro der Telekom Austria an zwei Agenturen, die den BZÖ-Nationalratswahlkampf 2006 abwickelten. Die Staatsanwaltschaft sprach wörtlich von "Scheinrechnungen", die von der Telekom "ohne Wissen der Aktionäre und ohne adäquate Gegenleistung" geleistet worden seien. Hochegger und Wittauer stünden im Verdacht, dies organisiert zu haben. Zudem wirft die Staatsanwaltschaft den Genannten vor, im Korruptions-U-Ausschuss zu dem Thema falsch ausgesagt zu haben.
Insgesamt wurde Anklage gegen sieben Personen erhoben, vier werden von der Staatsanwaltschaft Wien nicht namentlich genannt. Sie hat zugleich mit ihrer Anklage am Montag auch beantragt, das BZÖ zur Rückzahlung der Telekom-Gelder zu verurteilen. Die Behörde spricht in diesen Zusammenhang von einer "unrechtmäßigen Bereicherung" in der Höhe von etwa 940.000 Euro. Ob die Zahlungen, die via zwei Werbeagenturen und die BZÖ-Agentur Orange abgewickelt wurden, etwas mit der Novelle der Universaldienstverordnung 2006 zu tun haben, sei "Gegenstand weiterer Ermittlungen, für die Frage der Untreue bzw. der Beteiligung daran jedoch irrelevant". Gegen Ex-BZÖ-Ministerin Gastinger wird noch ermittelt, und zwar in Graz.
Der Telekom-"Kronzeuge" Gernot Schieszler hatte ja in seiner Aussage einen Zusammenhang der Zahlungen ans BZÖ mit der Novelle hergestellt - diese soll quasi von der Telekom selbst und somit im Sinne des Konzerns verfasst worden sein. In diesem Zusammenhang gibt es schon länger Ermittlungen, unter anderem auch gegen Ex-Verkehrsminister Hubert Gorbach.
Gastinger kann noch nicht aufatmen, denn die Ermittlungen gegen sie laufen noch. Ein Teil der Mittel - 240.000 Euro - sollen für ihren Vorzugsstimmenwahlkampf 2006 gedacht gewesen sein. Sie selbst hat stets beteuert, davon nichts gewusst zu haben. Zuständig für diesen "Teilaspekt" des Verfahrens ist die Staatsanwaltschaft Graz, um keinen Verdacht der Befangenheit aufkommen zu lassen. Gastingers früherer Kabinettchef ist nämlich mittlerweile selbst Ankläger - bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien.
In Graz wartet man noch auf Akten, sagte ein Behördensprecher der APA. Es sei auch davon auszugehen, dass Erkenntnisse aus der Wiener Anklageschrift berücksichtigt werden: "Da werden Synergieeffekte voll genützt."
Die sieben Angeklagten können nun binnen zwei Wochen Einspruch bei Gericht erheben. Beim BZÖ will man den Ausgang abwarten. Das Bündnis verwies am Montag auf die Aussagen von BZÖ-Vizeklubchef Stefan Petzner in der Vorwoche. Dieser hatte gegenüber der APA betont, dass das BZÖ unter Obmann Josef Bucher mit den Vorfällen von damals nichts zu tun habe. Sollte es zu rechtskräftigen Urteilen kommen, werde die Partei selbstverständlich die zu Unrecht erhaltene knappe eine Million Euro zurückzahlen - und sich diesen Betrag von den involvierten Personen über den Zivilrechtsweg zurück holen. Die "Orange"-Werbeagentur wurde mittlerweile stillgelegt.
Die Staatsanwaltschaft hielt am Montag abschließend fest, dass man im "äußerst umfangreichen Faktenkomplex" Telekom in "mehreren Ermittlungssträngen" ermittle. Das Verfahren werde gegen insgesamt 40 Beschuldigte geführt.
In der Telekom-Kursmanipulationsaffäre, die im Februar 2013 vor Gericht abgehandelt wird, ist Hochegger nicht unter den fünf Angeklagten sondern nur als Zeuge genannt. Diesbezügliche Ermittlungen gegen ihn werden abgesondert geführt, hieß es. Dabei soll Hochegger als Mittelsmann der Telekom deren Geld einem Broker übergeben haben. Dieser soll für einen Kurssprung der Telekom-Aktie gesorgt haben, damit an rund 100 Telekom-Manager Boni ausgezahlt werden konnten.
Bei den Ermittlungen rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen (Buwog) zählt Hochegger ebenfalls zu den zentralen Verdächtigen: Er hatte dem Immofinanz-Boss Karl Petrikovics den entscheidenden Tipp gegeben, durch den dieser das Bieterrennen für die Buwog gewonnen hatte. Daraufhin zahlte die Immofinanz an Hocheggers Konto auf Zypern fast 10 Millionen Euro, rund acht Millionen davon transferierte Walter Meischberger auf Konten in Liechtenstein. Hochegger gibt an, den Tipp von Meischberger erhalten zu haben, dieser hält seinen Tippgeber bisher geheim. Vom damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser sei der Hinweis nicht gekommen, beteuern Meischberger und Grasser.
Hochegger war Geschäftspartner von Grasser und Meischberger, an der 2007 gegründeten Firma "Valora Solutions" hielten sie je ein Drittel. (APA, 21.1.2013)
Der Angeklagte Detlev Neudeck hat Einspruch erhoben, der Akt liegt nun beim Oberlandesgericht
Die Telekom Austria verlangt vom BZÖ Gelder zurück, die vermutlich ohne Gegenleistung ausbezahlt wurden
Auf Partei könnten Rückforderungen zukommen - BZÖ: Beschuldigte haben mit Bucher-BZÖ nichts mehr zu tun
Rumpold soll falsche Angaben vor Untersuchungsausschuss gemacht haben
Sachverständige sehen keine entsprechenden Leistungen der Werbeagentur, die Geld an Bündnis weitergereicht haben soll
Am Blauchlichtfunk Tetron verdiente die Telekom nichts. Wofür Mensdorff-Pouilly bezahlt wurde, weiß niemand
Vorwurf der Untreue und Beihilfe zur Untreue
"Format": Endbericht der forensischen Prüfung dem U-Ausschuss noch nicht bekannt - Telekom kann Vorwürfe nicht nachvollziehen
Es soll um eine angebliche Doppelrolle des Investors in Zusammenhang mit Ostgeschäften des Unternehmens gehen
Das Netzwerk Telekom war ein dominierendes Thema im U-Ausschuss. derStandard.at hat es grafisch aufbereitet
News berichtet: "Gastingers früherer Kabinettchef ist nämlich mittlerweile selbst Ankläger - bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien."
Die Frage stellt sich, ob er
damals etwas wusste, bzw. involviert war, was man nun Gastinger vorwirft - falls der Vorwurf stimmt?
Ich finde, die Korruptionsstaatsanwaltschaft sollte dies klar und deutlich aufklären und öffentlich machen!
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X
Das mit der Unschuldsvermutung ist ein Hund. Einmal damit angesteckt, schreitet sie unaufhaltbar voran.
Wie wäre es mit "angebliche Zahlung an eine angebliche Agentur, die der angeblichen Partei BZÖ angeblich zu Gute kam"? Damit ist man juristisch bestimmt auf der sicheren Seite.
Derzeit wird wegen Untreue und Geldwäsche angeklagt, weil den Spenden/Honoraren "koa Leistung" gegenübergestanden sein sollen.
Des is goa ned woah !!!!
Schiezler hat sehr glaubhaft geschildert, dass Telekomgesetze beim BZÖ gekauft worden sind.
In unserer Korruptionsoase war der Gesetzes-, Auftrags-, Genehmigungs- und FörderKAUF strafrechtlich lange Zeit nicht verfolgte KORRUPTION !!!
Deshalb sind die Polit- und Wirtschaftseliten jetzt sooooo erstaunt über die Strafbarkeit von "normalen" Vorgängen.
Wenn einmal eine kritische Masse an Verurteilungen da ist, reißen die vielleicht den Rest der "Unschuldsvermutungen" per Domino/Schneeball-Effekt mit.
Strasser und Scheuch ist ja mal ein Anfang.
Kommen jetzt noch Hochegger und Meischi, dann ist vielleicht KHG fällig und dann ging's wohl (hoffentlich) Schlag-auf-Schlag, weil KHG weiß sicher so einiges aus dem Schüssel-Kabinett der www.j.mp/Langfinger ... vielleicht bietet sich KHG ja als Kronzeuge an und Schüssel kommt auch noch dran.
Nur nicht zu früh gefreut.
Strasser geht zum OGH und das kann 1 Jahr dauern, bis der entscheidet.
Jede Wette, daß die Strafe auf 1 Jahr bedingt runtergesetzt wird und das so ganz still und leise und wir denken alle nicht mehr dran.
Auch wenn jetzt alle über das harte Urteil jubeln. Strasser wird nie ein Gefängnis von innen sehen. Jede Wette !
Strasser (Ex-Innenminister) - keine Kohle - 4 Jahre
Mensdorff-Pouilly (Großgrundbesitzer, Forstwirt, Waffenhändler und Lobbyist) - Kohle + Mit-Freikaufen durch BAE in England (einige Mille!) - 6 Monate bedingt
Die Sieben (Lobbyist, Manager, Ex-Politiker) - Kohle/keine Kohle = 3 Monate bedingt
warum?
wegen der Tendenz und
"Weils es immer so war"
...
gesagt hat das er Geld will und dann Gesetze beeinflusst. Bein kleinen unwissenden Bauern aus dem Burgenland gab es nichts Hieb und Stichfestes (Mangel an Beweisen). So ist unser Rechtssystem, man muss es dem Angeklagten ohne Zweifel nachweisen.
Sie wissen genau, dass das nicht sein kann, der Minister wollte die Uebeltaeter nur erwischen
und sie haben ihn auch nie erpresst, da sich die alle gar nicht kannten und nur zufaellig Brot
und Wein brachen, weil kein anderer Tisch frei war. Das gilt auch fuers Taxi und die Frauen und
etwaige Inserate und Jagdbeuten bzw Hotels und Fluege. Das haben unsere Reporter erhoben. Die
hohe Anzahl der Gaeste im Lokal und die exorbitante Nachfrage nach dem Fonds bzw s. vorheriger Satz
ist Schuld. Im Uebrigen ging es hier um ein Eurofightergegengeschaeft. Die OEVP ist hier nicht
beteiligt. Die unterschiedlichen Angaben beruhen auf Bewertungsdifferenzen und darauf, dass die
Harddisk kaputt war. Des weiteren stinkt es zu wenig.
nur wegen des "geruchs" wird man Gott sei dank in ö nicht verurteilt. zu beweisen war es nicht. das mag für viele "bitter" sein, aber auch für den mensdorff darf es nur bei bewiesener schuld eine strafe geben. genauso war das strasser urteil in Ordnung-ausreichende beweise und keine reue. deswegen wird der strasser nicht weniger im Instanzenzug bekommen und der mensdorff jetzt zittern, dass nicht doch in einer der "vielfältigen Geschäfte" in denen er "beraten hat" ein inkriminierendes papier´l oder ein glaubhafter zeuge auftritt, der den "strengen Geruch" eben wo anders bekräftigt od. beweisbar macht. zB. Telekom würde sich da anbieten. Verfahren können ja in einem Rechtsstaat auch ausgedehnt werden. es ist schon gut so, wie´s ist.
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