Sky Deutschland rutschte zum Jahresende tief in die roten Zahlen

Im Gesamtjahr 2012 reduzierte sich jedoch Ebitda-Verlust deutlich - Mehr Kunden

Der Bezahlsender Sky Deutschland ist im vierten Quartal operativ wieder in die roten Zahlen gerutscht. Über das gesamte Jahr gesehen kam das vom Medienmogul Rupert Murdoch kontrollierte Unternehmen allerdings voran. Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei auf 48 bis 58 (2011: 155,5) Mio. Euro gesunken, teilte Sky Deutschland am Montag in München mit. Nach neun Monaten hatte beim Ebitda noch ein Plus von einer Million in den Büchern gestanden, so dass sich für das vierte Quartal rechnerisch ein Verlust von 49 bis 59 Mio. Euro ergibt.

Das Unternehmen hatte im zweiten und dritten Quartal operativ einen Gewinn erzielt, dabei aber unter anderem auch vom späten Start der Bundesligasaison 2012/2013 profitiert. Aus diesem Grund fielen die Produktionskosten geringer aus. Im vierten Quartal lief die deutsche Bundesliga und auch die Championsleague auf vollen Touren. Zudem gibt Sky zum Jahresende immer besonders viel Geld für Werbung und Marketing aus, um im Weihnachtsgeschäft möglichst viele Kunden zu gewinnen. Dies ist ihnen auch gelungen. Wie bereits bekannt, stieg die Zahl der Kunden im letzten Jahresabschnitt um 151.000 auf 3,363 Millionen.

Beteiligung der News Corporation

Murdoch hatte vergangene Woche mitgeteilt, erneut mehrere hundert Mio. Euro in das Unternehmen zu pumpen. Sein Anteil stieg damit von knapp unter 50 Prozent auf 54,5 Prozent. Zudem sollen auch die Aktionäre frisches Geld zuschießen. Über eine vergangenen Montag angekündigte Kapitalerhöhung sollen rund 91 Mio. Euro eingespielt werden. Dies soll durch die Ausgabe von 20,4 Millionen Aktien zu 4,46 Euro das Stück erfolgen. Das Bezugsverhältnis liege bei 42 zu 1, teilte Sky am Montag mit. (APA, 21.1.2013)

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