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Dakar - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitskräfte Malis erhoben. Diese hätten glaubwürdigen Berichten zufolge rund um den im Zentrum des westafrikanischen Landes gelegenen Ort Niono Zivilisten getötet, teilte die Gruppe mit Sitz in New York am Samstag mit. Auch hätten sie sich den Berichten nach anderer Vergehen schuldig gemacht. Besonders ins Visier geraten seien Tuaregs und Araber, also jene beiden Gruppen, die besonders mit den islamistischen Rebellen in Verbindung gebracht werden, die den Norden des Wüstenstaats kontrollieren.
Die Organisation rief die malischen Behörden und die französischen Soldaten dazu auf, "den Schutz aller Zivilisten sicherzustellen". Malis Armee war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Frankreich hatte vor gut einer Woche eine Militärintervention gegen die Islamisten in dem Land gestartet.
Unterdessen hat die deutsche Bundeswehr hat mit der logistischen Unterstützung des Militäreinsatzes begonnen. Zwei Transportflugzeuge des Typs Transall seien am Abend in der malischen Hauptstadt Bamako gelandet, erklärte ein Sprecher der Luftwaffe am Samstag. Dort sollten die Maschinen französisches Sanitätsmaterial entladen. Später, möglicherweise noch in der Nacht, sollten die beiden Flugzeuge zu einem französischen Militärstützpunkt im senegalesischen Dakar weiterfliegen, wo sie zunächst stationiert werden.
Die Bundeswehr will mit den Maschinen Truppen aus den Ländern der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas, die gegen die islamistischen Rebellen im Norden Malis kämpfen sollen, nach Bamako im Süden des Wüstenstaates fliegen. Die in den 60er und 70er Jahren gebauten Transalls sind sehr robuste Transportmaschinen, die auch auf unbefestigten Pisten landen können. Sie können bis zu 93 normale Passagiere, 61 voll ausgerüstete Soldaten oder 16 Tonnen Material transportieren. (Reuters, 19.1.2013)
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