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Kairo - Ein Strafgericht in der ägyptischen Hauptstadt Kairo hat Klagen gegen Hunderte Menschen wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an Straßenschlachten vor gut einem Jahr fallen lassen. Wie staatliche Medien am Samstag berichteten, waren die 379 Betroffenen im November 2011 bei blutigen Protesten gegen den damals regierenden Militärrat im Zentrum Kairos festgenommen worden. Bei den Krawallen vor dem Innenministerium waren damals mehr als 40 Demonstranten ums Leben gekommen.
Hintergrund ist eine Verfügung, die Präsident Mohammed Mursi vor gut drei Monaten erlassen hat. Diese besagt, dass alle, die zwischen Arabischem Frühling und der Amtsübernahme Mursis im vergangenen Sommer wegen ihres Protests gegen die jeweiligen Machthaber festgenommen oder verurteilt wurden, begnadigt werden sollen. Diesen Beschluss setzte das Kairoer Gericht nun um. (APA, 19.1.2012)
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