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Nach rund 300 wetterbedingten Einsätzen zwischen Mittwochnacht und Freitagnacht konnten die burgenländischen Feuerwehren Samstagfrüh erstmals durchatmen. Die Lage habe sich etwa ab Mitternacht beruhigt, sagte ein Mitarbeiter der Feuerwehralarmzentrale am Samstagvormittag. Seit den frühen Morgenstunden mussten die Einsatzkräfte nicht mehr zu hängen gebliebenen Fahrzeugen ausrücken.
Obwohl Wind und Schneefall in der Nacht nachließen, waren am Samstagvormittag immer noch einzelne Landesstraßen und Güterwege im Bezirk Neusiedl am See aufgrund von Schneeverwehungen gesperrt, wie die Landespolizeidirektion Burgenland berichtete. Das Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen sei aufgrund der Schneesituation in Ungarn nach wie vor aufrecht, weshalb eine diesbezügliche Sperre an den Grenzübergängen Rattersdorf (Bezirk Oberpullendorf) und Schachendorf (Bezirk Oberwart) bestehe.
Trotz zahlreicher Unfälle sei es bis jetzt zu keinen gröberen Personenschäden gekommen, hieß es aus der Landessicherheitszentrale. Die Lenker seien großteils mit geringer Geschwindigkeit unterwegs gewesen, was die Verletzungsgefahr minimiert habe. Lediglich ein Autofahrer musste wegen einer Unterkühlung behandelt werden.
In weiten Teilen Tirols hat am Samstag noch immer erhebliche Lawinengefahr geherrscht. Mit dem kräftiger werdenden Wind werde die Gefahr im Tagesverlauf oberhalb von 1.800 Metern auf Stufe "3" der fünfteiligen Skala ansteigen, warnten die Experten des Landes. Am Sonntag soll sich die Situation mit dem prognostizierten Temperaturanstieg und dem Sturm auf den Bergen weiter verschärfen.
In den windbeeinflussten Gebieten bildeten sich laut Experten umfangreiche, sehr störanfällige Triebschneeansammlungen. Vermehrt seien diese in sehr steilen, kammnahen Bereichen aller Expositionen sowie allgemein in Rinnen und Mulden zu finden. Dabei reiche bereits eine geringe Belastung aus, um die Triebschneepakete zu stören.
Zudem können trotz der vorerst noch tiefen Temperaturen Gleitschneelawinen auf steilen Wiesenhängen abgehen. Vorsicht sei vor allem dort geboten, wo sich bereits Risse in der Schneedecke gebildet hätten.
Auch in Vorarlberg herrscht weiter erhebliche Lawinengefahr. Oberhalb von 1.800 Metern Seehöhe, im Silvretta- und Rätikongebiet oberhalb von 2.000 Metern, wurde auf der fünfteiligen Skala die Gefahrenstufe 3 erreicht.
Der noch lockere Neuschnee der vergangenen Tage sei durch Wind teilweise verfrachtet worden, es hätten sich frische Triebschneeansammlungen gebildet, hieß es seitens der Vorarlberger Landeswarnzentrale. Schneebrettlawinen könnten dort bereits bei geringer Zusatzbelastung abgehen.
Die Größe und Zahl der Gefahrenstellen dürfte in föhnexponierten Bereichen im Laufe des Tages zunehmen. Sonneneinstrahlung und der Temperaturanstieg verschärfe die Lage weiter, hieß es. Auf die "heikle Situation" wiesen Wumm-Geräusche und Risse in der Schneedecke hin. Durch zunehmenden Wind könnte am Sonntag die Lawinengefahr weiter ansteigen, so die Prognose. (APA, 19.1.2013)
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