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Josef Schörkmayr legte ein Teilgeständnis ab.
Klagenfurt - Es war auch so eine Idee des verstorbenen Landeshauptmanns Jörg Haider gewesen: ein gemeinnütziges Sozialprojekt für Behinderte. In Josef Schörkmayr hatte er den geeigneten Mann gefunden. Der gründete 1990 das "No Problem"-Orchester, in dem behinderte Kinder musizieren und öffentlich auftreten konnten. Dank Schörkmayrs Managementtalenten wurden die behinderten Kinder weltweit bei Prominenten, darunter sogar der Papst, herumgereicht.
Heute ist dieses Projekt ruiniert, sein Gründer steht wegen des Verdachts, Landesgelder für private Zwecke veruntreut zu haben, vor Gericht. Laut Anklage sollen allein im Jahr 2006 rund 75 Prozent aller Vereinsausgaben Schörkmayr privat zugeflossen sein. Staatsanwältin Sandra Agnoli beziffert die veruntreute Summe auf rund 455.000 Euro.
Noch am Donnerstag hatte Schörkmayr sämtliche Vorwürfe heftig bestritten. Am Freitag legte er schließlich - wohl unter der erdrückenden Beweislage - ein Teilgeständnis ab. Im Prozessverlauf wurde Abenteuerliches zutage gefördert. So ließ sich Schörkmayr etwa vom Verein 150 Flaschen Wein zum Geburtstag schenken, genehmigte sich monatlich 6600 Euro Kilometergeld, obwohl er gar keinen Privat-Pkw fuhr, oder ließ aus der Vereinskassa sowohl den Kanalanschluss wie auch Anschlusskosten für die Sauna in seinem Privathaus bezahlen, das allerdings auch als Proberaum genutzt wurde.
Warum die Musiker eine Sauna bräuchten, fragte Richter Uwe Dumpelnik. Diese seien von ihren Reisen verwöhnt, gab der Angeklagte zurück. Auch die Betriebskosten des Hauses, Grundsteuer, Heizöl- und Stromrechnungen sowie Gartenhaus und Rasenmäher, seien aus Vereinsvermögen bezahlt worden.
Schörkmayrs Ehefrau, ebenfalls "No Problem"-Vorstandsmitglied und Vereinskassiererin, will von all den Ungereimtheiten nichts bemerkt haben. "Bei uns war der Übergang zwischen Verein und privat fließend", sagte die Frau vor Richter Uwe Dumpelnik aus. Es sei ein offenes Haus gewesen, die Behinderten seien aus und ein gegangen, und sie habe auch für sie gekocht.
Über die Finanzen des Vereins habe sie nichts gewusst. Das habe immer ihr Mann erledigt. Sie habe nur die Belege gesammelt und zum Steuerberater getragen und anschließend bei der Landesregierung abgegeben. Kontrolliert habe sie nichts: "Die Arbeit mit den Behinderten war wichtiger." Einen Rechnungsabschluss habe sie nie gesehen. Ihr Mann habe ihr immer gesagt, dass alles finanziell in Ordnung sei.
Der Prozess endete mit einem Schuldspruch: Schörkmayr bekam dreieinhalb Jahre unbedingte Haft wegen Untreue. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (stein, DER STANDARD, 19./20.1.2013)
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und hat von den Finanzen nichts gewusst.
Diese seltsame Kassierin gehört wegen Untreue ebenfalls auf die Anklagebank, jedenfalls aber zu Schadenersatz herangezogen.
Hatte der Verein keinen Rechnungsprüfer, ist dem Buchhalter nichts aufgefallen?
"Das Business ist brutaler geworden, wer uns bucht, will auch Leistung sehen." aus http://www.harti-media.at/dialoge/j... kmayr.html
war auch für den standard die welt noch in ordnung
http://derstandard.at/129669627... ktherapeut
kann mich auf einen Auftritt vor zig Jahren im Wiener Rathaus erinnern. Das Orchester hat noch nicht einmal gescheit angefangen, aber der gute Herr ist schon der Organistorin die ganze Zeit nachgelaufen, damit sie den Scheck unterschreibt.
Ich hatte auch den Eindruck , dass das nur ein, zwei Instrumente zu hören waren und die OrchesterteilnehmerInnen irgendetwas taten. und das muss nicht sein, Menschen mit downsyndrom sind zu weit mehr fähig wenn sie tatsächlich gefördert werden. Es hatte immer was von "vorgeführt werden" Wenn man noch bedenkt, dass er nie was von der Gage an die KünstlerInnen weiterzahlen musste ist dem Herrn sicherlich ein ordentliches Körberlgeld übriggebliebe, Schon alleine die 6600 Euro kilometergeld im Monat...pff
Wieder einer aus dem FPÖ/FPK Umfeld, der die Taschen nicht voll genug kriegen konnte. Die Dunkelziffer der Selbstbereicherer aus der braunen Partei möcht ich gar nicht wissen. So viele Richter und StA. gibt es nicht, um alle Fälle bearbeiten zu können.
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