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Tödlicher Zwischenfall in Mysore im Jahr 2011.
Das Nebeneinanderleben von Menschen und Elefanten sorgt immer wieder für Zwischenfälle - manchmal mit tödlichem Ausgang. Meistens sind die Tiere die Opfer, manchmal wird es aber auch für Menschen gefährlich. 2011 sorgten zwei junge Elefanten weltweit für Schlagzeilen, als sie in die südindische Stadt Mysore vordrangen, aufgeregt durch die Straßen trampelten und dabei einen Mann töteten.
Der eigentliche Grund für die steigende Zahl sogenannter "HEC" (Human-Elephant Conflict), sowohl in Afrika als auch in Südasien, ist die zunehmende Ausdehnung menschlicher Siedlungs- und Landwirtschaftsflächen. Die Lebensräume der Tiere schrumpfen, ihre Wanderrouten werden abgeschnitten - Konfrontationen sind unvermeidlich. Experten tüfteln daher an den verschiedensten Modellen, wie Menschen und Elefanten zum beiderseitigen Wohl möglichst gut voneinander getrennt werden können.
Umso befremdlicher ein neues "Freizeitvergnügen", von dem das Naturschutz-Webportal Conservation India berichtet: In der Region um die Stadt Coimbatore im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu ist es offenbar Mode geworden, wildlebende Elefantenherden um des Kicks willen zu provozieren. Durch die Region führen sechs wichtige Elefantenwanderwege. Wenn die Nachricht von einer migrierenden Herde eintrifft, versammeln sich neuerdings größere Gruppen von Menschen vor Ort, die die Elefanten am Weiterziehen hindern. Durch Lärm und Unterschreiten der Fight-or-Flight-Distanz versetzen sie die Tiere in Stress - mit entsprechenden Folgen: Es soll bereits zu ersten Todesfällen gekommen sein.
--> Conservation India: "Elephant Taunting - A Despicable Spectator Sport in Coimbatore Forests"
(red, derStandard.at, 19. 1. 2013)
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