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Wien - Die Wirtschaftskammer sucht wieder zehn bis 12 Nachwuchskräfte für ihre 77 Außenwirtschaftscenter weltweit, etwa in New York, Johannesburg oder Peking. Gesucht werden "flexible Generalisten mit schneller Auffassungsgabe" und interkultureller Kompetenz, sagte Walter Koren, Chef der Außenwirtschaftsorganisation (AWO) in der Wirtschaftskammer Österreich. Auch in Krisenregionen wie Libyen, Nigeria oder Algerien sind Wirtschaftsdelegierte im Einsatz.
Alle zwei Jahre begibt sich die Wirtschaftskammer auf die Suche nach künftigen Wirtschaftsdelegierten. Im Schnitt bewerben sich rund 250 Personen für die begehrten Jobs. Bewerben können sich österreichische Staatsbürger mit einem abgeschlossenen Master- oder Diplomstudium der Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften oder Technik. Altersbeschränkung gibt es keine. Die Bezahlung liegt zu Beginn bei rund 2.160 Euro brutto und steigt im Laufe der Jahre je nach Einsatzland bis auf 5.000 Euro brutto. Die Auslandszulagen sind steuerfrei, das Grundeinkommen wird aber in Österreich versteuert.
Nach einem zehnmonatigen Ausbildungsprogramm zunächst in Wien arbeiten die Nachwuchskräfte als stellvertretende Wirtschaftsdelegierte drei mal drei Jahre in unterschiedlichen Ländern, meist ein Industrieland, ein Schwellenland und ein osteuropäisches Land.
Weltweit betreibt die Wirtschaftskammer 66 Außenwirtschaftscenter, 11 Zweig-Außenwirtschaftscenter und 40 Büros mit lokalen Mitarbeitern in mehr als 80 Ländern. Die WKÖ will heimischen Unternehmen bei der Geschäftsanbahnung im Ausland unter die Arme greifen und die Werbetrommel für Austro-Unternehmen rühren. Unter anderem helfen die Außenwirtschafts-Büros bei der Abwicklung von Außenhandelsgeschäften, Kontakten zu Behörden und bei Schwierigkeiten mit lokalen Banken, Versicherungen oder Spediteuren. Formell gesehen sind die Außenwirtschaftsbüros der WKÖ Handelsabteilungen der Botschaften. Wirtschaftsdelegierte verfügen auch über einen Diplomatenpass.
Das nächste Ausbildungsprogramm der WKÖ zum Wirtschaftsdelegierten startet im September 2013. Die Bewerbungsfrist läuft bis 15. März. Derzeit sind rund nur 20 Prozent der 136 Wirtschaftsdelegierten und Stellvertreter Frauen. In den vergangenen Jahren waren aber bereits etwa 50 Prozent der aufgenommenen Bewerber weiblich, betonte der Chef der Außenwirtschaftsorganisation.
Für Studierende bieten die Außenwirtschaftscenter rund 400 Volontariatsplätze (1 bis 3 Monate) pro Jahr an. Insgesamt gehen für diese Auslands-Praktika rund 1.200 Bewerbungen ein. Pro Monat erhalten die Studierenden rund 480 Euro Aufwandsentschädigung. (APA, 18.1.2013)
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... sagte Wilhelm Busch.
In diesem Sinne, liebe Leser - vox populi - Danke !
Wen es wirklich interessiert was ein WD so macht, kann ja am Beispiel Libyen einmal meinen Blog ansehen.
www.wdintripolis.blogspot.com
Ein Wirtschaftsdelegierter
Herr B., ich bin schwer beeindruckt. Was machen Sie noch gleich mit meinem Geld? Für derartige Lächerlichkeiten irgendwelcher Pseudointellektueller darf ich Zwangsabgaben leisten. Das kann unmöglich Ihr Ernst sein. Ich für meinen Teil versuche aktiv Veränderungen in der Dritten Welt vorzunehmen, indem ich vor Ort Arbeitsplätze schaffe. Um Sie mal ein wenig von Ihrem hohen Ross herunterzuholen. Was haben Sie aktiv für die Menschen vor Ort geleistet? Ich rede nicht einmal von mir, da ich es gewohnt bin für meine Beiträge keine Leistung zu erhalten. Die Interessenvertretung irgendwelcher Großkonzerne widerspricht nicht nur meinen unternehmerischen Idealen sondern verhöhnt mich vielmehr in meinen Bemühungen gerechtere Bedingungen herzustellen.
Sie sind scheinbar Entwicklungshelfer, wir helfen österreichischen Firmen (vor Ort). Dadurch werden (u.a.) Arbeitsplätze in Österreich geschaffen.
Wenn es Sie beruhigt, wir unterstützen auch NGOs. Das Hilfswerk Austria kann Ihnen da sicher Details geben.
Die Organisation an die Sie sich wenden sollten ist m.E. die ADA. Viel Erfolg bei Ihrem sicherlich lobenswerten humanitären Einsatz!
In gewissem Maße bin ich das und zwar auf eigene Rechnung als Unternehmer, der die Menschen vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe lehrt, indem ich ihnen Produkte näherbringe, die sie über mich in Europa vertreiben können. Hat die Wirtschaftskammern diesen Menschen jemals geholfen? Bietet eine NGO ihnen einen Distributionskanal? Das Problem dieser überbordenenden Einrichtungen ist ihre absolute Unfähigkeit flexibel und effizient zu sein. Das ist in der Dritten Welt aber zwingend notwendig um erfolgreich zu sein. Was glauben weshalb die Entwicklungshilfe einem permanenten Scheitern unterlegen ist? Im Übrigen tragen Großunternehmen einen nicht unerheblichen Teil zu den katastrophalen Zuständen vor Ort bei. Aber ich denke das wissen Sie ohnehin.
Na ist ja ganz toll. Die Versagertruppe der Unnötigen sucht Nachwuchs und die Voraussetzung ist die österreichische Staatsbürgerschaft. Zahlen darf das aber jeder. Die Kandidaten sind dann irgendwelche unterdurchschnittlichen BWLer deren Karriere im öffentlichen Dienst vorprogrammiert ist. Abschaffung dieser ABM Maßnahme.
Gerne wu¨rde ich mich mit großem Engagement in Costa Rica einbringen (^_^). Ich hasse zu viel Schnee und liebe die Sonne.
Auf die Einladung zu einem Vorstellungsgespra¨ch freue ich mich sehr.
Mit freundlichen Gru¨ßen
The Rice Crispy Brain
Anlagen
Unabhängig von dem tatsächlichen Schutzbedürfnis bekommt ein Wirtschaftsdelegierter von der WKO (und nicht dem Außenministerium) einen Diplomatenpass. Ob die Person redlich ist und dies auch vorraussichtlich bleibt ist ohne Bedeutung. Ohne Einschränkung für den - und nur den - betreffenden gefährlichen Staat. So wird zum Transport von dicken Kuverts mit zu waschenden Geldscheinen oder von Geheimverträgen im Auftrag irgendeiner Schwiegermutter angestiftet.
Diplomatenpässe darf nun mal nur das BMeiA ausstellen, niemand sonst. Für solche gibt es genaue Voraussetzungen (Sicherheitsüberprüfung etc.). Außerdem gibt es keinen einzigen Fall, wo ein Wirtschaftsdelegierter wg. eines solches Deliktes angezeigt wurde...
Wie sorgfältig das Außenministerium die Sicherheitsüberprüfung durchführte ist ja bekannt (geworden). So wurden zB die Klubobmänner ohne Rechtsgrundlage mit einem Diplomatenpass angefüttert.
Obwohl das Passgesetz vorsieht das beim Entfall der Rechtsgrundlage auch der Diplomatenpass zurückzustellen ist muss der Außenminister Bettelbriefe versenden.
Passgesetz 1992
§ 6. (2) Mit Beendigung der für die Ausstellung eines Diplomatenpasses maßgeblichen Funktion erlischt der Anspruch auf einen Diplomatenpass. Der Passinhaber hat den Diplomatenpass unverzüglich der ausstellenden Behörde zur Entwertung zurückzustellen.
§ 12 (1) Eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer ist unzulässig.
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