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Santa Clara - Der US-Chipkonzern Intel hat mit einem schwachen Ausblick und überraschend umfassenden Investitionsplänen enttäuscht. Im laufenden Jahr will Intel 13 Milliarden Dollar ausgeben und unter anderem in Zukunftstechnologien in der Produktion investieren - deutlich mehr, als von Analysten erwartet. Nach dem Umsatz- und Gewinnminus im Schlussquartal machte diese Ankündigung Anleger nervös.
Intel sucht weiterhin nach einem Weg aus der Abhängigkeit vom weltweit schwächelnden PC-Geschäft. Die historische Allianz mit Microsoft, die eine fast komplette Abwesenheit auf dem rasant wachsenden Smartphone- und Tabletmarkt nach sich zog, entwickelt sich zur Bürde. Die Intel-Aktie gab nachbörslich in der Nacht auf Freitag mehr als fünf Prozent nach.
Intel verdiente und setzte im vierten Quartal weniger um als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Gewinn fiel um rund 26 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar (1,87 Mrd. Euro), die Erlöse gaben knapp drei Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar nach. Für das laufende Vierteljahr stellt der Konzern Umsätze von 12,7 Milliarden Dollar plus oder minus 500 Millionen Dollar in Aussicht. Experten kalkulieren im Durchschnitt mit 12,91 Milliarden Dollar für diesen Zeitraum.
Doch die Zahlen standen diesmal bei Intel nicht im Mittelpunkt. "Die Menschen flippen aus wegen ihrer Investitionen", sagte Analystin Stacy Rasgon von Sanford C. Bernstein. Die Sorge sei, dass zu viele Produktionsstätten errichtet würden und nachher die Nachfrage nicht ausreiche und dann Überkapazitäten entstünden. Der scheidende Intel-Chef Paul Otellini versicherte, bei den Investitionen in innovative Technologien gehe es um langfristige Kostensenkungen. Otellini will Intel im März verlassen und in Pension gehen. Finanzchef Stacy Smith betonte: "Unser Hauptvorteil ist wirklich unsere Marktführerschaft in der Produktion."
Intel kann seine Stellung als Chip-Marktführer auf dem PC-Markt nicht mehr in bare Münze umwandeln: Die Allianz mit Microsoft, von Experten auch gern als Wintel bezeichnet, zahlt sich kaum noch aus. Den Smartphone-Trend hat Intel Beobachtern zufolge verschlafen, der Anteil von Intel-Chips in den modernen Allzweck-Waffen liegt bei unter einem Prozent - Konkurrenten wie Samsung Electronics, Qualcomm und Nvidia bestimmen den Markt. Auch die Windows 8-Einführung im Oktober brachte nicht den erhofften Schwung. (APA/Reuters, 18.1.2013)
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Intel profitierte jahrzehntelang vom ständig wachsenden Leistungshunger der Anwendungen und bei den schnellsten Prozessoren waren sie meistens Innovationsführer. Heute hingegen werden zunehmen sparsame Prozessoren nachgefragt und da hinkt Intel hinterher. Auch wenn die ARM-Prozessoren weit leistungsschwächer sind: sie verkaufen sich wegen des geringen Verbrauchs sehr gut. Und jetzt wo auch Microsoft ein Betriebssystem für ARM anbietet, zieht auch dieses Pferd nicht mehr voll.
An der Börse wird die Zukunft gehandelt und die sieht für Intel momentan nach Schrumpfung aus. Man kann auch als reiner Anbieter von Server-CPUs gut leben, aber der Gewinn wird nicht mehr so hoch sein.
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