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VP-Chef Wilfried Haslauer will ein neues Budget 2013.
Salzburg - Nach der Ermittlung des Ist-Zustandes bei den Salzburger Finanzen drängen die Experten darauf, sofort Sicherungsgeschäfte für die Währungsrisiken abzuschließen und einzelne Spekulationen aufzulösen.
Mit dem am Mittwoch vorgestellten Bericht über die Finanzsituation in Salzburg sei die Arbeit nicht erledigt, "es ist der Anfang der Arbeit", sagt der scheidende Finanzreferent David Brenner (SPÖ). Das dringendste Gebot ist derzeit in Salzburg das Aufräumen des Wertpapierdepots in der Höhe von 1,9 Milliarden Euro.
"Bei den Währungsrisiken stehen die Ampeln auf Rot", warnt Brenner. Man müsse schnell handeln und Sicherungsderivate abschließen, sagen die Finanzexperten. Eines der risikoreichsten Geschäfte sei derzeit die Wette mit türkischen Lira. 443 Millionen Euro hat das Land für Spekulationszwecke in die Währung gesteckt. Ändere sich der Wechselkurs um nur ein Prozent, würde das eine Schwankung von 4,4 Millionen Euro bedeuten.
Auch die Wertpapiere in russischem Rubel, brasilianischem Real, der indonesischen Rupie und dem mexikanischen Peso müssten mit einem Gegengeschäft abgesichert werden. "Die Absicherung gibt uns Zeit für Restrukturierungen, ohne dass wir auf das Währungsrisiko schauen müssen" , erklärt Steffen Salvenmoser von PricewaterhouseCoopers. Im schlimmsten Fall, etwa bei einer Währungsabwertung, drohen Verluste im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich.
Wann mit den Aufräumarbeiten begonnen wird, konnte Brenner am Donnerstag nicht sagen. Formal könnte der Finanzressortchef das alleine entscheiden, aber "die weitere Vorgehensweise sollte eine Entscheidung der gesamten Regierung sein", betont Brenner. Er warnt gleichzeitig vor einer "politischen Totenstarre" in Richtung ÖVP, weil nicht allzu viel Zeit bleibe. Jetzt müsse gehandelt werden, und die ÖVP solle "aus ihrem Schmollwinkerl kommen". Aus dem Büro von VP-Chef Wilfried Haslauer hieß es auf Anfrage, die ÖVP sei natürlich dafür, aus den Geschäften auszusteigen, sodass es für den Steuerzahler möglichst zu keinem Schaden komme. Man müsse aber erst wissen, um welche Geschäfte es sich genau handle.
Die Umsetzung der ersten Maßnahmen dürfe sich auch formal als schwer erweisen. Denn um Absicherungsgeschäfte zu tätigen oder Positionen glattzustellen, gilt in der Abteilung 8 das Vieraugenprinzip. Es braucht zwei Unterschriften von bevollmächtigten Mitarbeitern. Doch in der Finanzabteilung ist derzeit nur noch ein Mitarbeiter beschäftigt. Der Abteilungsleiter Eduard Paulus wurde suspendiert, die Referatsleiterin Monika R. entlassen, und zwei Mitarbeiter befinden sich wegen der Belastung im Krankenstand. Der ehemaliger Mitarbeiter der Deutschen Bank Harald Kutscherer ist der letzte verbleibende Mann, der auch Geschäfte abschließen darf. Ihm fehlt aber ein weiterer Gegenzeichner.
Willi Hemetsberger von der Wiener Wertpapierfirma Ithuba gab erneut zu bedenken, dass es derzeit keine Sicherheit der Datenlage gebe, da den Experten auch nicht alle Auskünfte zur Verfügung stehen. Deshalb könne derzeit auch nicht rekonstruiert werden, wie viel Verluste einzelne Geschäfte bisher schon gebracht haben. "Wir müssen das alles aus den Büchern und Akten rekonstruieren", sagt Hemetsberger. Doch die sind nicht in Salzburg. 298 Ordner hat die Korruptionsstaatsanwaltschaft beschlagnahmt, erst 30 Ordner seien nach Salzburg zurückgekommen.
Zudem erschwere die Prüfung, dass die mit den Geschäften betraute Monika R. als Auskunftsperson nicht zur Verfügung stehe. Hemetsberger meint aber, "es muss eine Masterdatei geben". Er könne sich nicht vorstellen dass eine Frau diese Geschäfte alle im Kopf behalte. Aber: "Wir haben noch nichts gefunden." Brenner wies darauf hin, dass VP-Chef Wilfried Haslauer Unterlagen von Monika R. bekommen habe. "Die hat er weder an die Staatsanwaltschaft noch an das Land übermittelt", kritisiert Brenner. Er selbst habe mit Monika R. nie das Gespräch gesucht, weil gerade Haslauer davor gewarnt habe. (Stefanie Ruep, DER STANDARD, 18.1.2013)
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dann wäre er Parkwächter, oder Mistkübler, oder würd im Winter Schnee schaufeln. Zu viel mehr würd es kaum reichen.
Typisches Beispiel dafür , wie man in Österreich nur mit dem richtigen Namen weiterkommt.
Der Herr Hofrat Paulus nicht, unmittelbarer Vorgesetzter der Frau R.?
Der Herr Brenner nicht, zuständiger Landesrat?
Welche Art von Dienstaufsicht hat der Herr Paulus wahr genommen?
Die Verantwortlichen gehörten im Wortsinn verantwortlich gemacht, aber das wird kaum geschehen.
Der Ex-Landesrat wird angemessen versorgt werden und der Herr Hofrat wird sich demnächst an einer Pensionshöhe erfreuen, die als Hofratspension sprichwörtlicher Maßstab für ein vergoldetes Alter geworden ist.
Wenn man so überlegt wie vor 10 Jahren die "new economy" mit Klauen und Zähnen verteidigt wurde ...
http://www.ots.at/presseaus... -gehandelt
...braucht man sich über das Festhalten an Finanzspekulationen mit Steuergeld gar nicht mehr wundern. - Warum sollte der Staat in Universitäten, Schulen, Kindergärten oder gar Krankenhäuser und Pensionistenheime investieren, wenn doch das Investment in türkische Lira viel effektiver ist!?
Die Politik hat sich einfach selbst aus der Verantwortung genommen.
burgstaller (hat sich auf brenner verlassen)
brenner (hat sich auf paulus verlassen)
paulus (hat sich auf rathgeber verlassen)
rathgeber (war für die grosse welt der spekulaten doch zu unwissend und ist auch nicht die arme unschuldige)
wie halt politiker und beamte so sind - unkompetent, faul und überheblich
Schausberger und Eisl
haben den Wahnsinn begonnen.
Fekter
Die ihr unterstellte Bundesfinanzagentur hat an ein mit 800Mio verschuldetes Bundesland mehr als 2Mrd verliehen. Sollte man schon nachfragen wozu das restliche Geld gebraucht wird. Eigentlich die Institution, die in sachen Plausibilitätskontrolle mehr versagt hat als sonst jemand.
kann die Salzburg AG schon lange http://bit.ly/13LDqgw
Vermutlich sollen diese Geschäfte bei den Instituten dieser Experten abgeschlossen werden, bzw. die Provisionen dafür an diese Experten fliessen!
einen Kredit von 1000 EUR auf, verbuche das als Einnahme geh ins Casino und setze 5 mal 100 auf Rot, gleichzeitig setze ich zur Absicherung auf Schwarz.
Ich lukriere pro Spiel kameralistisch 100 Euro, verbuche das als Einnahme, gleichzeitig Steigen meine Schulden um die Kreditzinsen, aber der Kredit ist kameralistisch keine Ausgabe solange er nicht fällig ist.
Noch lustiger wird es, wenn ich zur Absicherung nur au Ungerade setze, dann erhöhe ich halt im Nichtgewinn-Fall den Kredit, der ja keine Ausgabe darstellt, weil er ja noch nicht zurückgezahlt werden muss!
Der ehemaliger Mitarbeiter der Deutschen Bank Harald Kutscherer ist der letzte verbleibende Mann, der auch Geschäfte abschließen darf.
oida fux!
naja, wenigstens kann nicht viel passieren...
darf ich sagen; heute ist ein guter Tag für mich und meine Bank. Ich rekapituliere: ich habe mit dem Land Salzburg viele (für mich) lukrative Geschäfte abgeschlossen und mehr als genug daran verdient.
Das Risiko für meine Bank ist im Gegensatz zu meinem Kunden – dem Land Salzburg – gering, da ich natürlich Absicherungen habe!
Jetzt freue ich mich natürlich, dass das Land Salzburg wieder Geschäfte mit mir oder meinen Freunden (die halt auch eine Bank ihr eigen nennen) tätigt, nämlich Absicherungsgeschäfte! Weil ganz ehrlich, da verdienen wir ja auch mehr als gut daran.
Für alle an euch, die einer normalen Arbeit nachgehen und sich ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, legt euch eine Bank zu, ihr werdet merken das zahlt sich aus.
Über soviel Chaos, Dummheit, Nicht wissen wollen,... kann man selbst als gelernter Österreicher nur mehr den Kopf schütteln.
Wäre jetzt höchst an der Zeit auch die Finanzgebarung aller anderen Bundesländer unter die Lupe, Blödsinn mindestens unters Elektronenmikroskop, zu legen!
Besonders Wien, Kärnten und NÖ würden mich stark interessieren.
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