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Französische Soldaten auf dem Weg nach Niono, 50 Kilometer südlich von Diabaly, wo es erste Gefechte gab.

Je früher man eingreift, desto größer die Aussicht auf Erfolg, sagt General a. D. Harald Kujat.
STANDARD: Frankreich rechnet mit einem langen Kampf in Mali. Auf was müssen wir uns einstellen - einige Wochen? Monate? Jahre?
Kujat: Das hängt davon ab, welches politische Ziel man verfolgt. Präsident Hollande hat inzwischen gesagt, es gehe auch darum, langfristige Stabilität sicherzustellen. Das heißt, man muss den Konflikt in drei Phasen sehen. Die erste bedeutet, die Terroristen möglichst weit in das Gebiet zurückzudrängen, das sie vorher besetzt hatten, sodass sie kein Risiko für den südlichen Teil Malis darstellen. Das machen die Franzosen derzeit. Die zweite Phase wäre die völlige Befreiung des Nordens von den islamistischen Gruppen. Die dritte die Herstellung einer stabilen Situation, die es Mali erlaubt, zu geordneten staatlichen Verhältnissen zurückzukehren. Wenn man diese Ziele verfolgt, ist das ein Prozess, der sich über sehr viele Jahre hinziehen wird.
STANDARD: Frankreich will bis zu 2500 Soldaten schicken, die Regionalorganisation Ecowas bis zu 3300. Ist das ausreichend?
Kujat: Die Zahl der Soldaten ist zwar wichtig, aber nicht entscheidend. Entscheidend ist: Wir haben hier ein riesiges Gebiet, das die Terroristen sehr gut kennen. Das heißt, es wird eine Art Guerillakrieg geführt werden. Und Guerillakriege sind nur sehr schwer unter Kontrolle zu kriegen, weil der Gegner die eigenen Vorteile - Geländekenntnisse, das Eintauchen in die Bevölkerung, Rückzugsmöglichkeiten etc. - besser nutzen kann als reguläre Streitkräfte. Insofern ist das ein sehr schwieriges Unternehmen.
STANDARD: Was bedeutet das für den Einsatz?
Kujat: Man muss einen langen Atem mitbringen. Und man braucht moderne Aufklärungsmittel und Informationssysteme. Das ist auf französischer Seite sicherlich der Fall, zumal die Franzosen von anderen Staaten unterstützt werden.
STANDARD: Die EU-Außenminister haben in Brüssel beschlossen, Armeeausbildner zu entsenden. Ausbildung ist aber wohl eher ein langfristiges Projekt - ist das in der Situation der richtige Ansatz?
Kujat: Je früher man in einer solchen Krise eingreift, desto geringer sind der Aufwand und die eigenen Risiken - und desto größer sind die Erfolgsaussichten. Wir haben sehr viel Zeit verloren. Man hätte damit vor fast einem Jahr beginnen sollen, dann stünde die malische Armee sehr viel besser da. In der jetzigen Phase hat Ausbildung eigentlich nicht die höchste Priorität.
Wenn die Streitkräfte im Einsatz sind, können sie nicht gleichzeitig ausgebildet werden. Und man wird doch wohl Wert darauf legen, dass sich die malischen Streitkräfte so stark wie möglich an diesem Einsatz mit den Franzosen beteiligen. Und: Ausbildung kann nur langfristig Wirkung entfalten - und nur dann, wenn sie durch ein Ausrüstungsprogramm begleitet wird, das die malischen Streitkräfte mit modernem Gerät ausstattet. Sonst bringt das auch nicht viel.
STANDARD: Ist das vonseiten der EU eher eine kosmetische Maßnahme, um zu signalisieren: Wir tun ja eh auch was?
Kujat: Eine Ausbildungsmission hätte zu dem Zeitpunkt, als diese Überlegungen vor einigen Monaten aufkamen, noch etwas bewirken können. Jetzt hält die EU einfach an dem Plan fest. Sie reagiert im Grunde nicht auf die inzwischen eingetretene Entwicklung.
STANDARD: Andere europäische Länder wie Deutschland und Großbritannien wollen nur logistische Unterstützung leisten. Kann man die Franzosen so alleine lassen?
Kujat: Derzeit ist die Unterstützung auf logistische Maßnahmen beschränkt, weil sie im Augenblick gebraucht werden. Insofern ist es die richtige Maßnahme. Anders wird sich die Situation darstellen, wenn man sich tatsächlich dazu entschließt, den Norden Malis zu befreien. Dann wird man neu überdenken müssen, welche Unterstützungsmaßnahmen nötig sind - und ob man sich überhaupt an einer solchen doch sehr riskanten Mission beteiligen will. (Julia Raabe, DER STANDARD, 18.1.2013)
Harald Kujat (70) ist deutscher General a. D. der Luftwaffe. Von 2002 bis 2005 war er Vorsitzender des Nato-Miliärausschusses, der höchsten militärischen Instanz der Nato.
Mit Milliardenhilfe und UN-Truppen will die internationale Gemeinschaft in Mali für Stabilität und Frieden sorgen
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Der Maghreb-Experte Yahia Zoubir fordert einen nationalen Dialog der Versöhnung für Mali. Wahlen ohne die Zustimmung aller ethnischen Gruppen wären kontraproduktiv
Bis Juli soll das Kontingent von 4.000 auf 2.000 Mann reduziert werden
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Drei Soldaten verletzt
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63 malische Soldaten ums Leben gekommen
Bei Angriff auf Camp in Mali - Islamist gilt als Drahtzieher von Geiselnahme in Algerien - Vorerst keine Bestätigung aus Frankreich und Algerien
Sieben Menschen bei Gefechten getötet
Zum Teil über 800 Jahre alte afrikanische und arabische Manuskripte
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Heftige Kämpfe in Gao - Autobomben nahe Tessalit
Übergriffe und Massaker laut MNLA-Vertreter in Nordmali an der Tagesordnung - Verantwortlich seien malische Soldaten und in die Armee integrierte Milizen
Präsident Hollande meldet Tod eines Fremdenlegionärs
Franzose war im November 2011 im Norden Malis verschleppt worden - Außenministerium überprüft Meldung
Das EU-Parlament forderte den Einsatz der EU-Battle-Force, aber die Regierungen und die EU-Kommission lehnten ab. Dabei wären nur Frankreich, Deutschland und Polen beteiligt. Mehr und besser ausgerüstete Truppen helfen, einen Krieg zu gewinnen. Ich glaube Clausewitz.
Noch einige Links für interessierte Leser.
Artikel europäischer Zeitungen zum Thema auf deutsch:
http://www.presseurop.eu/de/conten... en-s-nicht
Weitere Links auf andere Artikel sind vorhanden.
Über die Auswirkung Malis auf Nordafrika:
http://www.zeit.de/politik/a... nordafrika
Manche wollen bzw. können sich ja ihre Meinung erst bilden, ehe sie den Westen beschimpfen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Carl... es_Krieges
„Der Krieg ist also ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen.“
heute sollte es eher um die prävention gehen.
ich frage mich wie lang es noch dauern wird bis offizielle armee befehlshaber sich eingestehen gegen guerilla kämpfer keine chance zu haben, da spielts keine rolle wie stark die armee ist. alleine die tatsache, dass die fremde armee vor ort ist, ist schon ein gewinn weil sie mit jedem tag irrsinnig viel geld verbraten und das wissen die, die demoralisierung durch angriffe aus dem hinterhalt kommt noch dazu
die usa haben für die tötung von osama ~1 trillion dollar ausgegeben, die sollten hoffen, dass kein 2. daher kommt da wirds dann sehr eng mit dem fiskal cliff...
…Franzmänner. Ähnlich,wie b.der Aggression gegen Ghaddafi,wo es im Wesentlichen um die Finanzhegemonie Froonkrrreichs u.der FI mit der "CFA-Franc-Zone" ging, …
http://tinyurl.com/as8vvsb
…werden nun wieder die instrumentalisierten Schreckgespenster minderbemittelt-medial induzierten Grüner Pimpernells v.Dschihads Gnaden evoziert,um die wahren Gründe ja nicht öffentlich bekannt werden z.lassen.
Was macht man nicht alles, um martialischen Unfug weiterhin auf dem Rücken der Bürger austrampeln z.können.
Arlit war übrigens die Quelle jener mossadäisch-gefakten, mystischen Yellow-Cake-Zertifikate gewesen, mit dem Obamas Zwilling-im-Ungeiste Bush das Sch'achtfest gegen Saddam H. legetimierte.
Mali ist übrigens 3.größter Goldlieferant Afrikas…
Wenn man ihm Glauben schenken will, scheint es sich um einheimische Aufständische zu handeln, die wie ein Fisch im Wasser (Mao) in der Bevölkerung untertauchen können, weil sie die Unterstützung zumindest eines Teils des Volkes genießen. Warum die anderen Weltmächte mitspielen hat wohl seine Gründe, aber imho sicher keine guten und klugen. Die Franzosen wollen sich, in neokolonialistischer Art, nach der Elfenbeinküste ein weiteres Land unter dem Nagel reißen. Logischerweise in enger Abstimmung mit den USA. Nach kant'scher Weisheit sollte die Sache unabhängig von ausländischen Mächten ausgefochten werden.
http://www.faz.net/aktuell/f... 13317.html
also das halte ich für einen alten reflex, dem sie hier nachgeben. Was sollen denn die Franzosen in mali schon wollen. Den haufen sand ohne wasser brauchen die sicher nicht. es geht eher um die eindämmung von flüchtlingströmen und dem entstehen von gesetzlosen arealen in denen dann viel unheil für die zivilistierte welt vorbereitet und ausgeführt werden könnte. Siehe Somalia.... Die lokale bevölkerung hat dabei nur eine statisten- und opferrolle.
...wie wichtig ein funktionierendes Militär ist. In der Anfangsphase der Krise vor einem Jahr wäre ein gut ausgerüstetes Heer mit ein paar tausend gut ausgebildeten BERUFSSOLDATEN locker innerhalb einiger Wochen mit den Guerillas fertiggeworden.
Leider ist das Geld aus Libyen ausgeblieben, das Ghaddafi in Mali reichlich investiert hat. Da konnte dann auch keine funktionierende Armee mehr unterhalten werden. Pech gehabt. Der arabische Frühling wird uns noch einige dieser Überraschungen bescheren.
Bis vor kurzem wusste ich nur wenig ueber Mali.
Wegen des Konfliktes wollte ich mich etwas schlau machen, also habe ich "Mali" bei Wikipedia eingegeben.
Als ich bei "Uranvorkommen" angelangt war, habe ich aufgehoert weiterzulesen, weil alles klar war :-)
Natürlich wollen sich die Franzosen diese Bodenschätze sichern, Frankreich ist ein Atomstromland. Anders betrachtet allerdings, wenn Frankreich das Uran nicht mehr kauft, hat Mali auch nichts davon und was Fundamentalisten mit Uran anstellen könnten (sofern sie es anreichern können), will ich mir gar nicht ausmalen. Warum sonst haben die sich gerade Mali ausgesucht?
Sie sind einfach zu überzeugen. Schauen Sie im gleichen Wikipedia auf http://de.wikipedia.org/wiki/Uran... _Grafiken, dann werden Sie sehen, dass Mali in der Liste der 30 größten Förderländer der Welt nicht einmal aufgeführt wird. Sogar in Ungarn wird mehr Uran gefördert.
Eine Statistik aus dem Jahr 2011! Sehen Sie mal in einen aktuellen Kalender. Wir haben 2013, und was sich 2012 ereignet hat, wird hier also gar nicht erfasst!
Grundlos engagieren sich keine Europäer in Afrika, wenn nicht irgend in einer Form Profit zu erwarten ist!
Und Sie lassen sich leicht Dinge einreden. Ganz anders als ihr Nick-Vorbild, der letzte Blutsauger Osteuropas - wir verstehen uns, oder? ;-)
Im von Ihnen geposteten Link steht Mali nicht unter den Top 30. Die Aber Malis Nachbarland, der Niger. Auch steht dort, dass das zweitgroesste Uranfoerderungsunternehmen ein franzoesisches ist. Und zwar exakt jenes - welch Wunder - welches in Mali Uran abbaut. Ausserdem wurde Uran in Mali erst vor kurzem entdeckt. Und der Niger, Malis Nachbar, liefert dzt etwa 30% des Urans fuer Frankreichs Atomkraftwerke. Und das groesste Bauxitkommen finden wir auch in Mali.
Ausserdem wird das Uran wohl erst seit 2008/09 abgebaut, da der Vertrag erst 2007 unterzeichnet wurde. Ihre Tabelle ist Stand 2009.
…Ghaddafis Schutzschirm weggepustet war, konnte man mit ein paar medienwirksamen Erroraktionen leicht die Mär von irgendwelchen "Extremdschihadisten" aufbauen, Händeabhacken u.Grabmalschändung inklusive.
So etwas zieht immer bei unkundigen Medienkonsumenten, die nie das Privileg hatten, die Gegend u.d.Menschen dort persönlich kennenzulernen.
Die Crux sind u.waren aber immer die Tuareg, denen die Hegemonie div.Kolonialmächte immer schon ein Dorn im Auge war.
…
Außerdem hat Deutschland ja gerade beschlossen, "sein" Gold aus Froonkrrreuch zurückzufordern, weshalb gerade Mali als 3.größter Exporteur des gelben Metalls (p.a. ca 30-40 Tonnen) am afrikanischen Kontinent einfach zu wichtig ist, um es seinen eigenen Bürgern zu überlassen.
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