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Wien - Eine am Dienstag publizierte Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts kam zu dem Schluss, dass es bis 2016 weniger Akademiker brauchen werde als erwartet, weil rund 80 Prozent der Arbeitsstellen mit beruflicher Aus- und Weiterbildung (betriebliche Einarbeitung, Lehre, Fachschule, berufsbildende höhere Schule) zugänglich seien, so die Quintessenz der Studie. Trotz weniger Jobs als prognostiziert sind die Aussichten für Akademiker nach wie vor ausgezeichnet, heißt es am Donnerstag in der vom Arbeitsmarktservice (AMS) herausgegebenen Studie "Längerfristige Beschäftigungstrends von HochschulabsolventInnen". Im europäischen Vergleich wird in Österreich in den nächsten zehn Jahren sogar das höchste Wachstum an hochqualifizierten Erwerbspersonen erwartet: während für die EU-27 zwischen 2010 und 2020 ein Plus von 20 Prozent prognostiziert wird, sind es in Österreich 70 Prozent.
In Österreich nahm die Zahl der Erwerbstätigen zwischen 2004 und 2010 insgesamt um 9,4 Prozent zu, die Zahl der erwerbstätigen Hochschulabsolventen im gleichen Zeitraum dagegen um fast 27 Prozent. Die Berufsgruppe mit den sowohl prozentuell (plus 31 Prozent) als auch absolut (plus 85.000 Personen) höchsten Zuwachsraten am Arbeitsmarkt waren die Wissenschafter. Der Trend zur stärkeren Beschäftigung von Akademikern hat laut Studie "bereits mehrere Konjunktureinbrüche und externe Schocks überstanden und die grundsätzliche Einschätzung eines steigenden Bedarfs an Hochqualifizierten wird von einer Reihe von Faktoren genährt, wie der zunehmenden Tertiärisierung und der Internationalisierung der Wirtschaft und dem demographischen Wandel".
Trotzdem gibt es einige Wermutstropfen: So ist im Gegensatz zu Absolventen anderer Bildungsabschlüsse der Berufseinstieg von Akademikern insbesondere in der Forschung "häufig durch eine Phase atypischer Beschäftigungsverhältnisse gekennzeichnet" - dies gilt vor allem für geistes-, sozial- und kulturwissenschaftliche Studien. Absolventen dieser Fächer haben auch größere Probleme, eine stabile Berufslaufbahn einzuschlagen, während im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich (außer Psychologie und zum Teil Biologie) die Nachfrage nach Arbeitskräften höher als das Angebot ist. Die Arbeitsmarktsituation bei den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaftern wird sich aufgrund der steigenden Absolventenzahl "tendenziell verschärfen": "Dies betrifft stärker Frauen als Männer, da diese Studienrichtungen einen starken Überhang an weiblichen Studierenden aufweisen."
Die Studienautoren Regina Haberfellner und Rene Sturm erwarten, dass sich "aufgrund der auch zukünftig stärkeren Bildungsbeteiligung der Frauen und deren Konzentration auf wenige Studienrichtungen voraussichtlich die Segmentierung des Arbeitsmarktes für HochschulabsolventInnen nach Geschlecht weiter verfestigt". Die Bemühungen, Mädchen stärker für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu interessieren, hätten bisher wenig Erfolg gezeigt. Während der Frauenanteil bei den Studenten 2010 insgesamt bei rund 53 Prozent lag, betrug er bei den technischen Studienrichtungen nur 20 Prozent und in der Montanistik 23 Prozent - umgekehrt bringt es die Veterinärmedizin auf einen Frauenanteil von 82 Prozent, die gesamten Geisteswissenschaften kommen auf 71 Prozent.
Angesichts der langsamer wachsenden Bildungsbeteiligung der Männer am weiterführenden Schulwesen und der höheren Frauenerwerbstätigkeit erwartet die Studie eine Verschiebung der Struktur des Qualifikationsangebots weiter in Richtung der weiblichen Domänen: "Frauen mit Hochschulabschluss werden also tendenziell noch stärker mit Frauen und weniger mit männlichen Hochschulabsolventen um Arbeitsplätze konkurrieren." Entgegenkommen dürfte ihnen die Pensionswelle im Bundesdienst mit rund 50.500 Ruheständen zwischen 2007 und 2020, wobei rund ein Drittel auf das "stark weiblich dominierte Beschäftigungsfeld der LehrerInnen" entfällt. (APA, 17.1.2013)
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die nächste LÜGE!!!
das einzige was die politik will, dass mehr und mehr bio oder sonst was studieren...denn die leute werden dann nicht in die arbeistlosenstatistik mit einberechnet! ausserdem, und das sagt einem überhaupt keiner, fehlen den meisten dann 5-8 jahre pensionsbeiträge!!! denn wer kann sich als student schon eine pensionsvers. leisten...
LÜGEN LÜGEN LÜGEN!!!!
an den unis müssen 99.8% nach 6 jahren den hut ziehen und in der industrie sind die gehälter mager (außer man ist ein spezial-spezialist in irgendeinem orchideenfach). und JOBS??? jobs...gibts leider viel viel weniger, als es dafür ausgebildete gibt.
zb. bio ... die meisten enden in QM und schlagen sich nacher mit GMP und so an schas rum...wo ist da der sinn?
STUDIENZUGANGSBESCHRÄNKUNG JETZT...
in HTLs und FHs gibts die auch, und dort haben bei weitem mehr abgänger eine chance, einen job der auf ihre ausbildung passt zu finden!!!
Leider habe ich aber auch das Gefühl, dass viele (frische) Akademiker nicht wirklich qualifiziert sind und dazu noch häufig arrogant.
Ich glaube also Akademinker hin oder her - die Situation am Arbeitsmarkt ist für jeden eine unheimliche Herausforderung.
Das ist richtig.
Dadurch, dass man jede (und darunter auch die unsinnigsten Ausbildungen) als "Studium" bezeichnet, werden die Verdienstchancen nicht höher.
Ich kann natürlich eine Juristin als Sekretärin einsetzen, bezahlt wird sie dann trotzdem als Sekretärin werden, und ob ihr diese Ausbildung in dem Beruf auch nur das geringste hilft bezweifle ich. Und genauso ist es bei vielen anderen Berufen.
Es ist für die jungen Leute heutzutage verdammt hart, beruflich Fuß zu fassen.
wenn man auf alle Jobs Akademiker statt Schulabsolventen setzt, weil man diese zum selben Preis bekommt, eine leichte rehcnung. Statt HAK - BWL Absolvent statt BULME, HTL nun TU ...
und zuerst die Gratisprktika ..
Was hat die Studie mit den FH-lern gemacht .. ?? verschwunden. Hoffentlich nicht als Akademiker dazu gezählt !
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