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Manche Viecherl freuts, der massive Schneefall hat aber auch unangenehmere Auswirkungen.
Das prognostizierte Italien-Tief mit seinen starken Schneefällen hatte am Donnerstag insbesondere den Osten und Süden Österreichs fest im Griff. Zahlreiche Unfälle und Verkehrsprobleme im Individual- und im öffentlichen Verkehr waren die Folge, auch wenn sich die Lage am Nachmittag etwas entschärft hat. Am Flughafen Wien herrschte auch am Nachmittag noch Stillstand.
Nach starken Niederschlägen in der Nacht auf Freitag könnten tagsüber noch bis zu 30 Zentimeter Neuschnee hinzukommen, so die Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Am Freitag hört der Schneefall auf, im Osten ist laut den Meteorologen allerdings mit Schneeverwehungen zu rechnen.
Besonders Obdachlose haben es bei diesem Wetter schwer - siehe auch Cremers Photoblog: Leben im Stadtpark. Die Wiener Wohnungslosenhilfe hat daher am Donnerstag ein neues Tageszentrum in Wien-Simmering eröffnet. In der ehemaligen Gesundheitsfürsorgestelle beim Enkplatz finden etwa 60 obdachlose Menschen täglich von 9.00 bis 15.00 Uhr einen Platz zum Aufwärmen, auch für Verpflegung und warme Getränke wird gesorgt, hieß es in einer Aussendung. Den laufenden Betrieb übernimmt der Arbeiter-Samariter-Bund Wien.
Wer ein Haus über dem Kopf hat und auch einen Arbeitsplatz, sorgt sich vielleicht um die Jobsicherheit, wenn die Verkehrsbehinderungen den Weg zur Arbeit nicht oder nur verspätet zulassen. Zu Unrecht: Wer als Arbeitnehmer alles Zumutbare unternommen hat, um zeitgerecht an den Arbeitsplatz zu kommen, ist rechtlich geschützt und darf nicht entlassen werden, erklärte die Arbeiterkammer (AK) am Donnerstag.
Die Beschäftigten in der Schneeräumung ermutigte indessen die Gewerkschaft vida - auch bei starkem und anhaltenden Schneefall wird das Arbeitsrecht nicht außer Kraft gesetzt: "Nach spätestens zehn Stunden ist für die Arbeitnehmer Schluss", betonte der Vorsitzende der Sektion Private Dienstleistungen in der Gewerkschaft vida, Karl Frint, am Donnerstag in einer Aussendung. Die Arbeitgeber müssten mit rechtzeitigen Ablösen vorsorgen, schließlich falle Schnee im Jänner "nicht völlig überraschend vom Himmel"
Der Schneefall wurde mittlerweile auch zum Politikum: Mitten in der heißen Phase des Bundesheer-Wahlkampfes rückten am Donnerstagnachmittag 100 Grundwehrdiener in Baden aus, um dort bei der Beseitigung von Schneemassen zu helfen. Die Stadt hat eine entsprechende Assistenzanforderung an das Niederösterreichische Militärkommando gerichtet, bestätigte Militärkommandant Rudolf Striedinger.
Auch die Feuerwehren hatten reichlich zu tun, in Wien haben die Berufseinheiten bis Mittag rund 50 zusätzliche Einsätze absolviert. Ein Ende ist laut Presseoffizier Gerald Schimpf nicht absehbar, im Gegenteil: "Die Tendenz ist steigend. Im Durchschnitt kommen wir auf 100 Einsätze pro Tag. Heute werden es vermutlich mehr als 200 werden", sagte der Sprecher. In Niederösterreich barg die Feuerwehr bis Mittag 125 Lkw über 7,5 Tonnen und etwa noch einmal so viele andere Fahrzeuge. In 20 von 21 niederösterreichischen Bezirken waren Feuerwehren unterwegs. Im Burgenland kam es mit Stand 16.30 Uhr zu 110 Einsätzen.
Der Polizei hingegen kam der Neuschnee entgegen - zumindest in einem Fall in Oberösterreich: In Ostermiething (Bezirk Braunau) wankte ein betrunkener 28-Jähriger zu Fuß durch den frischen Schnee nach Hause, nachdem er einen Unfall mit Fahrerflucht verursacht hatte. Die Beamten nahmen seine Spur auf und folgten ihm bis zu seinem Wohnhaus. Der Alkolenker blieb unverletzt.
Weniger Glück hatte ein 47-jähriger Mann in Völs in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) mit dem Wintereinbruch: Er war beim Schneeräumen in eine Schneefräse geraten, wobei der Mittel- und der Ringfinger erfasst wurden. Ein Zeuge konnte den Notfallschalter betätigen, der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht.
Unangenehme Folgen beim Heizen und der Energieversorgung müssten die Österreicher nicht befürchten, beruhigte währenddessen die heimische Erdgasbranche: "Die Versorgung ist gesichert", betonte der Fachverband Gas-Wärme am Donnerstag. Die Gasspeicher seien voll: Die dort eingelagerten 5,4 Mrd. Kubikmeter entsprächen 60 Prozent eines gesamten Jahresbedarfs von rund 9 Mrd. m3. Mit den Reserven könnten die extremen Bedarfsspitzen an besonders kalten Wintertagen zuverlässig und rasch ausgeglichen werden, heißt es in einer Aussendung.
Auch E-Control-Vorstand Walter Boltz sieht "keinen Grund zur Sorge", was die Erdgasversorgung in Österreich auch in der kalten Jahreszeit betrifft: "Die Speicher sind gut gefüllt. Das würde die Endkundenversorgung locker gewährleisten, selbst wenn ein Gaslieferant ausfallen sollte", sagte Boltz am Mittwochabend vor Journalisten. Von den insgesamt 5,4 Mrd. m3 lagern derzeit rund 3,8 Mrd. m3 in den Erdgasspeichern der EVN-Tochter RAG (Rohöl-Aufsuchungs AG), weitere rund 1,6 Mrd. m3 in jenen der OMV, wie der Fachverband weiter erklärte.
Aktuell wird in rund 1,1 Mio. heimischen Haushalten mit Erdgas geheizt, gekocht oder Warmwasser aufbereitet. Im Schnitt werde damit fast jeder dritte österreichische Haushalt mit Erdgas versorgt.
Umsatzsteigerungen dürfen durch Schnee und Kälte nicht nur die Energiebetreiber erhoffen, auch die Salzbranche jubelt: Die heimische Marktführerin Salinen Austria verzeichnete allein in den letzten drei Tagen Auftragseingänge von 30.000 Tonnen Streusalz. Zum Vergleich: "Vergangenen März haben wir 25 Tonnen verkauft. Das ist ein Lkw", sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Maix. Von einem Rekordwinter ist man aber heuer noch weit weg. Engpässe beim Streusalz sind in dieser Saison keine zu erwarten, die Lager der Salinen sind gut gefüllt.
Auch wenn sich die Schneedecken wölben, sind wir weit von Rekordwerten entfernt: 11,90 Meter - das ist die höchste jemals in Österreich gemessene Schneehöhe. Erreicht wurde dieser Wert allerdings auf über 3.000 Metern Seehöhe - am 9. Mai 1944 am Sonnblick in Salzburg. Das geht aus Statistiken der ZAMG hervor. (APA/red, derStandard.at, 17.1.2013)
Von Donnerstag auf Freitag wird es in Österreich richtig kalt, im Osten aber weniger als im Westen
Aktuelles Wetter entgegen dem langjährigen Trend - Frühlingswetter für Mitte nächster Woche vorhergesagt
Anders als in Wien werden in den Bundesländern die geplanten Termine trotz Sommertemperaturen häufig eingehalten
Von Fürstenfeld über Graz bis Voitsberg - die Feuerwehren standen im Dauereinsatz
Dichter Schneefall Anfang April, trübe Aussichten bis Mitte nächster Woche: Wie stecken Sie eigentlich den langen Winter weg?
Wissenschafter erklären extreme Wetterphänomene mit Arktischer Eisschmelze
aber ok-so nehmen wir halt als gelernte Bürger an, dass er eh bloss ein allerletztes ( getrost wörtlich zu nehmen) Argument für die allgemeine Wehrpflicht aus dem Hut zaubern wollte. Blöd halt, dass nur in Baden geschaufelt wurde-brav,dass darüber berichtet wird! sehr brav sogar! *g*
Das ist doch wirklich eine typische ÖVP-Schweinerei. Wenn eine Stadt wie Baden es nicht schafft, mit den relativ geringen Schneemengen selbst fertig zu werden, dann sollten die Zuständigen sofort abtreten. Diese Art der Wahlwerbung - letztendlich bezahlen alle Steuerzahler für die Schneeräumung in Baden durch das Bundesheer - ist absolut widerlich. Aber man befindet sich ja im Onkelland, da herrschen andere Vorstellungen von ethischem Verhalten.
hat andere Probleme als den Schnee: Das Haus.
Und Arbeitnehmer fürchten, zu Recht, weniger Entlassungen als Kündigungen: Für die brauchts nämlich gar keinen Grund. Interessant ist diese AK-Information nur dann, wenn der Arbeitgeber sich auch die Abfertigung nicht mehr leisten kann.
Wenn schon Lichal, der durchgeknallteste aller Verteiminister, plakatieren ließ, im Wald ist Krieg, dann muß auch der Schnee sein Fett abkriegen .. Sylvesterkracher sind den Jugendlichen ja nun im neuen Menschenregulierungsfaschismus verboten, also mit 18 dann hineinmörsern in die Schneewächte ... ganz legal
Da gibts auch jede Menge Firmen-LKW unter den Räum- und Streufahrzeugen. Die sind von Baufirmen.
Da kommt der Schnee wie gerufen, wenn die Baustellen ruhen.
Im Sommer würde sich die MA48 von den Firmen jede Menge Absagen einhandeln. Is halt a Sache der Planung, daß es im Winter schneit und Überschwemmungen, Vermurungen, Felsstürze in Wien eher selten vorkommen...
wenn es keine wehrpflicht mehr gibt, wird österreich am schnee kollabieren!
ich glaube nicht, dass ein 9 millionen staat in der lage sein wird, dieses extreme problem jemals in den griff zu bekommen!
der weisse tod kommt langsam von oben und wir werden zuschauen müssen, wie das land langsam untergeht
Herr Militärdingsbumsirgendwas!
Mein Auto steht vor der Haustür und gehört morgen um 5:45 ausgeschaufelt.
Bitte um Freischauflung, dann überleg ich mir das mit dem fürs Berufsheer stimmen evtl noch mal!
Hochachtungsvoll
Der Bastard
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