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Der Leiter der Studenteninitiative "Europe-v-Facebook", Max Schrems, unterstützt den Vorschlag von EU-Justizkommissarin Viviane Reding für schärfere Datenschutzbestimmungen in Europa. "Die Vorschläge sind zu 90 Prozent das, was wir brauchen", sagte Schrems am Donnerstag in einem Telefonat. Schrems hielt sich am Donnerstag gemeinsam mit dem SPÖ-Europaabgeordneten Josef Weidenholzer zu einer Pressekonferenz in Dublin auf, wo die EU-Justizminister am morgigen Freitag über das Datenschutzpaket beraten.
"Facebook und Co." würden derzeit Millionen von Euro in Lobbying investieren, um die geplanten schärferen Datenschutzbestimmungen abzuschwächen, sagte Schrems. Nach dem Gesetzesentwurf der EU-Kommission könnten Nutzer Facebook auch in Österreich klagen, und nicht nur in Irland, wo der Konzern seinen Europa-Sitz hat. Auch würden dann EU-weit einheitliche Gesetze gelten.
In seinem Rechtsstreit gegen Facebook erwartet der Jusstudent Schrems eine Entscheidung der zuständigen irischen Datenschutzbehörde "irgendwann im Frühjahr". Die Initiative habe bereits 34.000 Euro an Spenden gesammelt, um vor einem irischen Gericht gegebenenfalls in Berufung gehen zu können. Nötig wären etwa 100.000 Euro, sagte Schrems.
Weidenholzer sagte, das Europaparlament setze sich für harte Strafen bei der Verletzung von Datenschutzrecht ein. Die amtierende irische EU-Ratspräsidentschaft drohe den EU-Kommissionsentwurf aber in zwei entscheidenden Punkten zu verwässern. So stelle der EU-Vorsitz etwa in Frage, ob ein von Reding geplantes "Recht auf Vergessenwerden" im Internet überhaupt machbar wäre.
Die Strafen wolle Irland durch vorherige Warnungen entschärfen. "Strafen müssen auch wehtun", forderte Weidenholzer. Auch die EU-Kommission sei schon von einer ursprünglich geplanten Höchstsumme von 5 Prozent auf 2 Prozent des Firmenumsatzes heruntergegangen.
Ohne öffentlichen Druck werde es keine effektive Datenschutz-Änderung geben, warnte Schrems. "Das Problem sind die nationalen Regierungen." Es bestehe die Gefahr, "dass am Ende weniger da ist, als wir heute schon haben". Es gebe ein Grundrecht auf Datenschutz, dieses müsse aber auch umgesetzt werden.(APA, 17.01. 2013)
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Wenn Facebook doch jetzt schon in der Datenbank die Inhalte mit einer "deleted"-Flag versieht, warum nicht auch ein Timestamp und dann anhand dieser Daten löschen?
Oder ganz besonders: Mailinglistenarchive, Git bzw. kryptographische Ketten.
Da kann man nicht einfach irgendwas aus der Mitte herauslöschen.
So sehr ich die Privatsphäre befürworte (wichtig: Privatsphäre und Datenschutz sind 2 Grundsätzlich unterschiedliche Dinge, die sehr gerne verwechselt werden), so kann es aber nicht sein, dass sich User beliebig dumm verhalten können.
Und ein "Recht auf Vergessenwerden" geht bei mir schon klar in die Ecke des absurden.
versuchen sie mal eine sachliche argumentation pro jagd in einem standard-artikel zu jägern. sie werden rot gestrichelt, weil sie pro jagd argumentieren.
die striche sollten eigentlich angeben, ob ein artikel lesenswert ist oder nicht. nicht ob er die eigene meinung wiedergibt.
der knackpunkt: auch die meinung von anderen kann sehr lesenswert sein, auch wenn die konträr zur eigenen weltanschauung steht.
solange das nicht eingehalten wird, ist das striche-system kaum aussagekräftig.
detail am rande: der user mit den bislang meisten roten strichen in einem beitrag hat was negatives über die simpsons geschrieben. bislang steht der irgendwo bei 1000 roten strichen...
Ich halte die Stricherl bei abweichender Meinung nicht für so schlimm. Die Menschen wollen eben ihre Meinung kundtun. Und es ist mir 100 x lieber, sie tun es mit einem roten oder grünen Stricherl als mit (teils sehr unflätigen) Kommentaren.
Aber ich halte auch gegenläufige Meinungen für sehr wichtig, weil ja niemand die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und man oft nur die eigenen Standpunkte kennt. Mal andere Gesichtspunkte und Argumente kennen zu lernen, kann nur nützen. Es sollte halt zu keinen Hasstiraden kommen.
...sind aber konkret für FB-Nutzer ein Einbuße und schmälern den potentiellen Nutzwert des Netzwerks...
Eiferer, die auf absoluten Schutz ihrer Daten bedacht sind - wie zB Hr. Schrems es vorgibt - sollen eben einfach daran nicht teilnehmen und die anderen glücklich werden lassen...
...anstatt da ungebeten Helden zu spielen und gegen Windmühlen zu reiten...
vollkommen richtig! ich verstehe überhaupt nicht, warum soviele leute glauben, wenn sie sich bei fb anmelden dass sie ein teil von fb sind bzw noch schlimmer dass teilhaber von fb sind? sie sind teilnehmer an dem sozialen netzwerk, aber nicht an fb!
wenn sie heute eine kleine straftat begehen, sie erwischt werden, verhandlung, verurteilung, kleine bedingte strafe... dann wird diese straftat nach einer gewissen zeit aus den akten gelöscht (manchmal muss man einen bösen brief schreiben, damit das passiert).
und wenn sie stattdessen nur auf einer party waren, sie jemand im vollsuff fotographiert hat, und das auf facebook gelandet ist... sollen sie das recht plötzlich nicht haben, das dieses bild wieder verschwindet?
das recht auf vergessen werden ist vielleicht extrem formuliert, vielleicht möcht man einfach nur einen kleinen aspekt verschwinden lassen
im übrigen, facebookdaten dürfen nicht von personalabteilungen zur bewertung von kandidaten herangezogen werden... es passiert trotzdem
Eine bessere Analogie wäre:
Sie schreiben im Vollsuff eine Anzeige an alle österreichischen Zeitungen, worin Sie Ihre SM Spielchen mit Fotos beschreiben (der Inhalt ist aber eigentlich egal, es geht ums veröffentlichen)
Am nächsten Morgen wollen Sie, dass die Zeitungen Ihre Anzeige doch nicht publizieren.
Was blöd gelaufen ist: die Zeitungen sind bereits gedruckt und ausgetragen, bzw am Weg zur Nationalbibliothek und anderen Archiven.
Wie wollen Sie nochmal das mit dem Recht auf vergessenwerden realisieren?
Nur weil es im Internet nichts kostet und schneller geht, etwas zu publizieren, sollte es meiner Meinung nach kein Grund für Narrenfreiheit sein.
Dazu fördert es Internetzensur.
Bzw. sehen Sie ein, dass so ein Recht Absurd ist?
bilder im vollsuff sind dann eines, aber was ist, wenn sie eine sozial anstößige sexuelle neigung haben? da müssen sie noch lang nicht mit dem gesetz in konflikt geraten, ein bisschen zuneigung zur peitsche reicht schon.
da wollen sie schon auch das ein oder andere werkzeug in der hand haben, das diese daten darüber nicht unkontrolliert verbreitet und verwertet werden.
wie weit sie ihre daten dann schützen wollen, das ist rein ihre sache. aber andere leute haben da vielleicht andere massstäbe. lassen sie diese leute das so handhaben, wie sie wollen.
im übrigen, mark zuckerberg hält zwar datenschutz und privatsphäre für nutzlos, war aber vor paar jahren schon sauer, als jemand private bilder von seinem facebookacc veröffentlicht hat.
deine argmuentation ist schon sehr dreist, du verwechselst äpfel mit birnen!
die fotos von schremser, wie er vollbesoffen war, hat er selber in seinem account gepostet und zwar öffentlich für jederman einsichtig. also das problem von schremser. ausserdem wenn er nicht will, dass jemand eine schlechte meinung von ihm hat, dann muss er sich in der öffentlichkeit auch so benehmen!!! schremser wird doch nicht von fb erwarten, das die bewerten, welcher post und welches foto für einen irgendwann zum persönlichen nachteil gereicht werden könne und dann nicht speichert?? wie dumm ist diese einstellung?!?!?
ich hab geschrieben, die jemand reingestellt hat, nicht die man selber reingestellt hat.
also sind 2 sachen falsch:
1. ich hab das auf niemanden direkt bezogen, maximal auf deserteuer als denjenigen, auf den ich geantwortet hab (aber auch da nur indirekt und als beispiel)
2. herr schremser kämpft für die richtige sache, über die motivation möchte ich nicht mutmaßen.
was auch ist: die datenberge werden eher größer als kleiner. heute ist es vielleicht gesichtserkennung, über die vieles passiert (und was datenschützer zurecht kritisieren), morgen vielleicht schon eine stil-analyse von text.
wer weiß, woraus dann noch tatsächlich weitere informationen extrahiert werden können.
schremser kämpft sicher nicht für die richtige sache!!!
er will seinen persönlichen fehler auf das system abwälzen. heute fb morgen der nächte internet dienst. die hexen die er rief, wird er nun nicht los.
die sauffotos sind auch seinem eigenen prfil in den öffentlichen fotos gewesen! für all seine fehler ist er sich nichtmal zu schad eum es auch seine freunde abzuwälzen. das sagt alles.
ausserdem wenn jemand wegen einem saufoto abgelehnt wird, sollte er nachdenken, ob das der echte grund war, oder doch nur ein billige vorgeschobene absage, die auf grund seiner fehlenden qualifikation eingetreten ist!!!!
zumal man eins bedenken muss: wenn man einen text von jemandem liest, der gegen geltendes recht verstößt, dann kann man das melden, und derjenige muss es entfernen oder bekommt probleme (siehe deutschland, mit abmahnungen, usw).
im internet kann es dann passieren, das man einen text veröffentlicht, in ein paar jahren ändert sich die gesetzeslage und plötzlich ist der inhalt illegal. und dann kann man für früher begangene aussagen belangt werden. (man hätte den text ja zwischenzeitlich entfernen können).
preisfrage: wer weiß noch, wo man überall schon postings veröffentlicht hat.
es gab vor einigen jahren den amoklauf an einer schule im finnischen Jokela.
ein jahr zuvor drehte eine kleine gruppe leute ein spaßvideo namens jokela rap.
http://derstandard.at/3107269
tjo, die mussten es nach morddrohungen, kastrationsdrohungen und dergleichen offline nehmen, weil die leute nicht auf das datum geschaut haben.
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