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Ein Malier grüßt französische Truppen in der Hauptstadt Bamako. Spezialeinheiten lieferten sich erste Gefechte mit Islamisten.
Bamako/Paris - Frankreich setzt im Kampf gegen die Islamisten in Mali nun auch auf Bodentruppen. In der Stadt Diabaly, circa 350 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bamako, kämpften französische Spezialeinheiten nach Angaben aus Sicherheitskreisen am Mittwoch zusammen mit Soldaten der malischen Armee gegen die extremistischen Rebellen. Diese hatten die Stadt am Montag unter ihre Kontrolle gebracht. Der Kampf in Diabaly sei ein Kampf "Mann gegen Mann", hieß es.
Die französische Armee war am Dienstag zahlreiche Luftangriffe auf Diabaly geflogen, jedoch ohne die Islamisten vollständig vertreiben zu können. Mauretanien hatte aus Angst vor vordringenden Rebellen die Grenzkontrollen zu Mali verstärkt, Algerien die Grenze vollständig geschlossen.
"Bisher haben wir sichergestellt, einige Kräfte in Bamako zu haben, um unsere Landsleute zu schützen", erklärte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian in Paris. "Jetzt sind französische Bodentruppen auf dem Weg in Richtung Norden."
Der französische Militäreinsatz sei vor allem im Osten der Konfliktzone erfolgreich, sagte Le Drian. Im Westen gestalte sich die Lage schwieriger, da sich dort die "fanatischsten", "am besten organisierten" und "am stärksten bewaffneten" Gruppen befänden. Es werde ein "langer Kampf", an dessen Ende das Ziel stehe, dass Mali seine Souveränität über das gesamte Staatsgebiet zurückerlange.
Le Drian musste auch eingestehen, dass Konna, wo die französische Militärintervention am 10. Jänner begonnen hatte, nachdem Rebellen die Stadt erobert hatten, weiterhin unter Kontrolle der Islamisten steht. Erfolgreich sind die malisch-französischen Truppen hingegen im Nordosten, wo die Rebellen aus den vormals von ihnen kontrollierten, strategisch wichtigen Städten Gao, Kidal und Timbuktu zurückgedrängt werden konnten. Beobachter werten dies als "strategischen Rückzug".
Beschluss über EU-Mission
Die EU-Außenminister wollen am morgigen Donnerstag in Brüssel die EU-Ausbildungsmission für die malischen Streitkräfte beschließen. Berlin gab bekannt, zwei Transportflugzeuge für die Überstellung von Truppen der Regionalorganisation Ecowas zur Verfügung stellen zu wollen.
Bei einer Neujahrsfeier im Pariser Elysée erklärte der französische Präsident François Hollande, sein Land wisse sich durch die Nachbarn Malis und den afrikanischen Kontinent unterstützt. Am Rande des Empfangs wollte er keine Kritik daran äußern, dass sich andere EU-Länder nicht am Einsatz beteiligen. Dem Standard sagte er, er erwarte von den Partnern vor allem logistische Hilfe, um die Ecowas-Soldaten zu transportieren. Bodentruppen habe er hingegen "genug".
Offenbar in Reaktion auf das französische Vorgehen in Mali griffen radikale Islamisten, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehen, im Osten Algeriens am Mittwoch ein Gasfeld (derStandard.at berichtet) an. (Reuters, AFP, AP, dpa, red, brä/DER STANDARD Printausgabe, 17.1.2013)
Mit Milliardenhilfe und UN-Truppen will die internationale Gemeinschaft in Mali für Stabilität und Frieden sorgen
Truppenkontingent soll bis Jahresende schrittweise von 3.850 auf 1.000 Soldaten reduziert werden
Der Maghreb-Experte Yahia Zoubir fordert einen nationalen Dialog der Versöhnung für Mali. Wahlen ohne die Zustimmung aller ethnischen Gruppen wären kontraproduktiv
Bis Juli soll das Kontingent von 4.000 auf 2.000 Mann reduziert werden
Französische Armee durchkämmt Tal bei Gao im Norden
Islamisten sprengen sich nahe Gao in die Luft
Trainiert werden vier Bataillone mit insgesamt 2.600 Mann
Präsident Deby: Sind nicht ausgebildet, um gegen Guerilla-Truppen zu kämpfen
Drei Soldaten verletzt
Islamistenführer Mokhtar Belmokhtar soll jedoch am Leben sein und sich in Gao aufhalten
63 malische Soldaten ums Leben gekommen
Bei Angriff auf Camp in Mali - Islamist gilt als Drahtzieher von Geiselnahme in Algerien - Vorerst keine Bestätigung aus Frankreich und Algerien
Sieben Menschen bei Gefechten getötet
Zum Teil über 800 Jahre alte afrikanische und arabische Manuskripte
UN-Generalsekretär fordert auch Kräfte zur Terrorbekämpfung
Frankreich will wie geplant im März mit dem Abzug seiner Truppen beginnen
Nun offenbar wieder Ruhe eingekehrt
Soldaten aus dem Tschad unter den Toten - Angeblich 65 Opfer aufseiten der Rebellen - USA schicken Drohnen und Soldaten in Nachbarland Niger
Bei Kämpfen Ende Februar getötet
Heftige Kämpfe in Gao - Autobomben nahe Tessalit
Übergriffe und Massaker laut MNLA-Vertreter in Nordmali an der Tagesordnung - Verantwortlich seien malische Soldaten und in die Armee integrierte Milizen
Präsident Hollande meldet Tod eines Fremdenlegionärs
Franzose war im November 2011 im Norden Malis verschleppt worden - Außenministerium überprüft Meldung
die Frankfurter Allgemeine aber heute darüber schreibt: http://www.faz.net/aktuell/w... 24831.html
Geht es wirklich um fundamentalistische Islamisten oder geht es wieder einmal um ganz etwas anderes und man will uns davon ablenken???
Und ich hab den Standard früher mal geschätzt ...
Praktisch jedes Land, das sich an einem internationalen Konflikt beteiligt hat, wird zum Ziel von illusorischen Traditionalisten. Ich will das Wort "Terrorist" nicht benutzen (Sandinisten, Guerrilla, Separatisten, Revolutionäre Kämpfer,.... heute sind alle pauschal "Terroristen"). Aber die Konflikte, die man als ethnisch bezeichnet sind viel komplexer, als die Medien uns vorgaukeln und vieles bleibt verschwiegen. Die Bevölkerung Malis setzt sich aus rund 30 verschiedenen Ethnien zusammen, die in der Regierung (Bamako) kaum eine Stimme haben.
http://www.imi-online.de/2013/01/1... al-anders/
und - so plötzlich kann dieser einsatz nicht entstanden sein. da war einiges lang abgesprochen.
wäre das so schwer für "Qualitätsmedien" a la standard etwas zu recherchieren und Hintergrundinformation zu geben-als "billig" -in jeder Hinsicht - von reuters/apa abzuschreiben? Für diesen reuters Einheitsbrei braucht man keine unterschiedlichen medien- da würde dann auch heute als Gratiszeitung ausreichen.
ich hab da mal eine frage: warum peckens so auf einer zeitung rum.
der standard ist eine klassische zeitung mit einer auflage von ca. 75.000 exemplaren.
was glaubens welche ressourcen eine solche zeitung hat? außerdem ist es nicht die aufgabe der zeitung 40 seitige dossiers herzustellen sondern information an die leser weiterzugeben. wenn ihnen der standard zu wenig ist, müssens nun mal auf die faz, den guardian oder die sz umsteigen.
wenn sie noch mehr wissen wollen oder sich nur zu außenpolitik informieren wollen, wo die info detaillierter sein muss brauchens wahrscheinlich le mond diplomatique, die gibts auch auf deutsch. wenn ihnen das auch zu wenig ist müssens auf die bibliothek oder zu einer spezifischen ngo.
plausibel oder?
im jetztigen brutalkapitalistischen System des neuen Russland eine ur arge boulevard Zeitung geworden ist allerdings mit schwacher Auflage einer million für ganz Russland im Vergleich zu 400,000 heute im Mini Austria - dann ja (offenkundig ist gratis boulevard in Österreich erfolgreicher als in Russland :-))
wenn Sie als uralter mensch jetzt grad "prawda" einwerfen wollten als "beispiel"des Staatsorgans der Kommunistischen Partei -kukuk die Udssar gibts nimmer seit ca 23 Jahren - nehmens eh brav ihr Purlecithin mein greiser Freund :-)))
http://www.huffingtonpost.com/barry-lan... 68659.html
zwischen den zeilen findet sich da beängstigendes....
(und das nicht weil china so böse ist, sondern wegen der korrupten kopflosen kurslosigkeit der westlichen polik und eliten)
und so offensichtlich! Wir wissen es ja ohnehin..die USA und damit leider ihr Anhängserl Europa ist am Weg des Abstieges und agiert immer falscher und immer unsinniger.Auch in Mali wieder einmal- und unsere reuters medien haben nur die Aufgabe uns,diesen klar falschen Weg als richtig und gut zu verkaufen--seufz !!
der artikel klingt sehr plausibel.
aber sind sie nicht der, der hier die ganze zeit herumschreit: frankreich gehts nur um die bodenschätze? warum postens dann einen artikel der das eher widerlegt, weil diese von den chinesen abgebaut werden.
by the way: der huffington post artikel widerspricht eigentlich keinem der artikel die ich bisher gelesen habe, er gibt halt die chinesische perspektive wieder. was für uns klarerweise nicht priorität hat aber trotzdem wissenswert ist.
+ auf dem geposteten artikel aufbauend die frage: worauf wollen sie hinaus? weil china auch mit ansar dine und aquim geschäfte machen würde soll der westen das auch machen? egal wieviele menschen vor ihnen flüchten(inzwischen 300-400k), wieviele enthauptungen etc.
um die Bodenschätze ? Ich sagte, Frankreich hat die UNO resolution 2085 gebrochen - und ich bleibe dabei. Dann sagte ich - ok:Gefahr in Verzug,Abwehr des Vormarsches- aber jetzt stopp und zurück zur UN Resolution. Verhandeln,ausbilden unterstützen. Pläne dem Sicherheitsrat vorlegen und die ganze Aktion in die Hände der afrikanischen Staaten mit UN Koordination...und rasche Rückkehr zu einem demokratischen System für die Regierung in Mali...alles klar?
alles klar! wiewohl ich und andere ihnen schon 100x klargemacht haben dass frankreich die un-resolution nicht gebrochen hat.
der wunsch nach einem rückzug ist natürlich legitim. ich denk aber eher, dass die franzosen sobald die ecowas einheiten vor ort sind, sich abputzen werden und selbst nur noch die luft und panzermanöver durchführen werden. die drecksarbeit werden sie wahrscheinleich der ecowas überlassen. zumindest wenn diese halbwegs einsatzfähig ist.
wenn sie sofort wieder gehen, wird das wahrscheinlich ein jahrelanger krieg. bleiben sie könnte die sache in ein paar monaten erledigt sein und so viel leid ausbleiben.
da ich im moment keinen akteure sehe, der will das frankreich wieder abzieht werdens wohl bleiben.
es war ein Bruch,der anschliessend halt genehmigt wurde.Wer auch immer in Zukunft dort Krieg führt-Frieden werden Waffen-wie immer- nicht bringen.Je mehr westliche Truppen dabei sind,desto mehr neue Dschihadisten werden geschaffen.Sogesehen war das Konzept der UN resolution ja noch intelligent. Westliche Militärs nur zur Schulung(auch in der Kriegsführung nach humanitären Regeln) logistischer und finanzieller Unterstützung PLUS der zweiten Aufgabe den Übergang zu demokratischen Verhältnissen herstellen(die seit Frührjahr 2012 weg sind). Insgesamt gibt es nur einen halbwegs sinnvollen Weg: Verhandlungen mit gemässigten Tuareg,damit die sich selbst wieder von den Islamisten befreien können-mit Tuareg Autonomierechte für die Zukunft natürlich
haben sie sich wirklich die kontexte angeschaut?
zb wer weiss, ob hollande als sozi nicht schon lang eine gesprächsbasis mit den chinesen aufgebaut hat.
das argument, frankreich kriegt die bodenschätze nicht, ist dünn. denn es geht um die meinung der regierung, und um personen, die karrierevorteile haben, wenn sie jemandem den deal zuschanzen.
und noch etwas wird etwas verdreht. die afrikaner schätzen es, dass sich china mit ideologischer gängelung zurückhält.
daraus polemisch zu schliessen, man würde vorschlagen, weitere tyrannen zu fördern um mit denen gemeinsame sache zu machen, ist unredlich.
ja man könnte huffington sogar als aufruf an china verstehen, militärisch auf seiten der USA und frankreichs mit zu machen, ist teuer und so..
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