Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Astrid Rössler: "Grüne von jeher gegen Spekulationen".
STANDARD: Finanzreferent David Brenner präsentierte ein kleines Plus. Ist der Skandal abgesagt?
Astrid Rössler: Der Skandal hängt ja nicht daran, ob das Land durch seine dubiose Finanzgebarung ins Plus oder Minus schlittert. Der Skandal besteht darin, dass mit Steuergeld hochriskante Geschäfte betrieben wurden und das unter Missachtung einfachster Kontrollmechanismen.
STANDARD: Erste Konsequenzen aus dem Bericht?
Rössler: Der Untersuchungsausschuss muss rasch seine Arbeit aufnehmen. Ich erwarte hier vor allem Aufklärungsarbeit zur Rolle der gesamten Regierung. Beide Regierungsparteien haben jahrelang diese Geschäfte bejubelt, solange von Gewinnen die Rede war. So einfach kann sich die ÖVP jetzt nicht absetzen. Parallel zum U-Ausschuss müssen endlich wirksame Kontrollinstrumente eingeführt werden.
STANDARD: Werden Sie den Ausschussvorsitz beanspruchen?
Rössler: Natürlich. Wir haben auf Bundesebene beim Korruptionsausschuss und hier in Salzburg bewiesen, dass wir das Aufklärungsgeschäft sehr gut beherrschen. In der konkreten Causa waren die Grünen die einzigen, die schon vor Jahren begonnen haben, die schwindligen Geschäfte der Landesregierung kritisch zu durchleuchten. Wir haben als einzige Fraktion ausnahmslos die Budgetgesetze mit der "Spekulationsermächtigung" abgelehnt.
STANDARD: Halten Sie es für möglich, dass der Bericht geschönt ist?
Rössler: Wir haben uns von Anfang an dagegen ausgesprochen, dass die Aufklärungsarbeit vom Ressortchef durchgeführt wird. Hier besteht ein massiver Interessenskonflikt. Wenn es zu einem komplexen Geschäft zwei verschiedene Bewertungen gibt, liegt es auf der Hand, dass sich der Ressortchef auf die für ihn positivere Bewertung berufen wird. Und so wie die höchst fantasievollen und hochriskanten Swap- und Derivatgeschäfte des Landes aussehen, ist der Bewertungsspielraum ein äußerst breiter. Zwischen netten Gewinnen und Batzenverlusten ist da alles drin.
STANDARD: Die Aufklärung des Finanzskandals fällt in den Wahlkampf. Wird da die Aufklärung nicht vom Wahlkampfgetöse überdeckt werden?
Rössler: In einer derart brisanten Causa hätten wir es auch ohne Wahlkampf mit dem üblichen Arsenal an Schuldzuweisungen und Nebelgranaten zu tun. Es wird sich in den öffentlichen Sitzungen des Untersuchungsausschuss zeigen, wer seriös arbeitet und wem es um inquisitorische Stimmungsmache oder Vertuschung geht.
STANDARD: Auffallend ist in Salzburg das permanente Kontrollversagen: Olympia, Osterfestspiele, Finanzen. Woran liegt das?
Rössler: Wir haben es mit einem festgefahrenen System zu tun. SPÖ und ÖVP missbrauchen die Verwaltung des Landes durch gezielte rot-schwarze Postenbesetzungen. Das Ergebnis sind Loyalitäten gegenüber der Partei, aber nicht gegenüber dem Land.
STANDARD: Apropos Rot-Schwarz. SPÖ und ÖVP stehen sich derzeit voller Hass gegenüber. Ist die Fortsetzung dieser Koalition möglich?
Rössler: Die Abneigung geht inzwischen stark ins Persönliche. Es wäre ein Treppenwitz in der politischen Geschichte, wenn nach der Wahl im Mai alles beim Alten bliebe. Auch wenn der Finanzskandal jetzt vieles überlagert. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass SPÖ und ÖVP nichts mehr weiterbringen. Sie haben beispielsweise zwei Jahre für eine Novelle der baupolizeilichen Genehmigung von Fotovoltaik-Anlagen gebraucht. Das ist lächerlich. (Thomas Neuhold, DER STANDARD, 17.1.2013)
ASTRID RÖSSLER, Landessprecherin der Salzburger Grünen, hält auch nach dem Finanzbericht sowohl Gewinne als auch Verluste aus den Risikogeschäften für möglich. Sie will den U-Ausschuss zum Finanzchaos leiten, sagt sie zu Thomas Neuhold.
Schwarze Anliegen müssen ausverhandelt und grüne No-Gos aus dem Weg geräumt werden
Parteipräsidium beschloss Partner für Koalitionsverhandlungen - Entscheidung der Grünen fällt Mittwochabend
Koalitionsgespräche mit ersten inhaltliche Verhandlungen von ÖVP, Grünen und Team Stronach gestartet
"Schattenportfolio" um zwei Drittel verkleinert - Plus auf 97 Millionen angewachsen - Risiko der Geschäfte konnte deutlich reduziert werden
ÖVP-Chef will aber keine Rückschlüsse auf Bundesebene ziehen
SPÖ muss auf Standfestigkeit der Grünen hoffen
Disziplinarverfahren gegen den Leiter der Finanzabteilung läuft weiter
380-KV-Leitung, Murkraftwerk und leistbares Wohnen als Verhandlungsthemen
Salzburgs Grüne akzeptieren die Vorgabe der ÖVP und verhandeln auch mit dem Team Stronach die Bildung einer Dreierkoalition. Die Stronach-Leute selbst wollen sich aber nicht endgültig binden. Es gebe auch andere Optionen, lassen sie die Schwarzen und Grünen wissen
Zweite Gesprächsrunde folgt - Parteipräsidium soll am Montag beschließen, wer zu konkreten Koalitionsverhandlungen eingeladen wird - Verhandlungsstart mit 16. Mai fixiert
Parteispitze fürchtet Aufwertung des Team Stronach
Keine Änderung der Mandatsverteilung - 490 Wahlkarten wurde ausgezählt
Astrid Rössler wird dem Landesausschuss heute Abend Gespräche mit ÖVP und Team Stronach empfehlen - Zustimmung offenbar nur mehr Formsache
Grüne und FPÖ mit einem Mandatar mehr
Parlamentsklubchef Lugar will auch im Bund in die Regierung - am liebsten gemeinsam mit den Grünen
Rauch: "2013 schon jetzt das Jahr der ÖVP" - SPÖ: Verluste auf Finanzskandal zurückzuführen
In Salzburg sollen am Donnerstag Detailverhandlungen für neue Regierung starten
Gutachten schließt Fälschung auf Bankvollmacht aus
Die ÖVP verhandelt mit den Grünen, spricht aber auch mit der SPÖ und dem Team Stronach
Vollmacht von ÖVP-Politiker Eisl aus 2001 aufgetaucht - Ex-Finanzlandesrat hatte riskante Spekulationsgeschäfte in seiner Amtszeit bisher zurückgewiesen
Die Stadt Salzburg wird grün regiert, im Land wird noch verhandelt
Salzburger Landtag beschließt zum Abschluss des Finanz-U-Ausschusses Minimalkonsens
ÖVP und SPÖ unterbreiten Koalitionsvorschläge ohne den jeweils anderen
Dass Almbauern Förderungen zurückzahlen, kann sich Salzburgs ÖVP-Chef Wilfried Haslauer nicht vorstellen
ÖVP schafft trotz Verlusten Platz eins, SPÖ verliert extrem, Grüne mit Rekord-Zugewinn auf Platz drei, FPÖ trotz Plus nur Vierter, Stronach drinnen
Die Salzburger sind verpflichtet an die ÖBFA ca. 4,5 % Zinsen p. a. für die 1,9 Mrd. zu zahlen.
Das sind 85,5 Millionen p.a.
Wenn die Kredite der ÖBFA vorzeitig getilgt werden, ist mit einer Abzinsung von ca. 400 Millionen zu rechnen.
So die gestrigen Aussagen im Sbg. Landtag - also wurde uns nur Sand in die Augen gestreut.
"eigentlich gibt es bei der Bewertung nicht viel spielraum."
Nachdem der wesentliche Einflussfaktor auf die Bewertung die Risikoeinschätzung ist, ist wohl einiges an Spielraum.
Wenn klar wäre was am Ende raus kommt, wär's ja auch kein potenziell ertragreiches investment mehr.
Das Problem - was ist denn der Wiederbeschaffungswert bei einem abgeleiteten Finanzinvestment das nicht gehandelt wird? - Dann müssen's eben bewerten. Und genau das machen's ja.
Mit Sachgütern kann man das nicht vergleichen, die Tendieren dazu abgeschrieben zu werden und immer weniger Wert zu werden, Eher mit Immobilien oder Unternehmenensbeteiligungen.
Und wie bewerten's eine Immobilie oder eine Beteiligung? - Sobald der Ertragswert ins Spiel kommt, sind's bei den zukünftigen Zahlungsflüssen: Beim Bausparer können's noch sagen der hat heute einen Barwert von 100, weil ich in 2 Jahren sicher 105 raus bekomme. Und beim Derivat werden's eben nicht "sicher" sagen können was raus kommt, deswegen geht da die Risikoeinschätzung stark ein.
Also plan vanilla irs und ccs, cap/floor/collar lassen sich recht einfach bewerten, wie sollte eine bank denn sonst ein geschaeft preisen oder eine early termination fee berechnen. Die geschaefte werden ja bald standard maessig via ccp gecleared.
Wie das mit knock in/out oder range accrual swaps aussieht weiss ich nicht, aber auch diese geschaefte werden weltweit 1000 fach gehandelt und jede bank muss sowas preisen koennen.
Die sache ist wohl die, dass die meisten kommunen kein front arena , kondor+ oder aehnliches nebst aktuellen marktaten haben, um die bewertung taeglich durchzufuehren.
Naja - das maximale Risiko eines Portfolios ist ja nicht die Summe der maximalen EInzelrisiken.
Und bei einem mit Unsicherheit behafteten Investment werden's wohl nicht autromatisch die Bewertung der Bank oder den Kaufpreis ansetzen.
Und wenn's Mrd verwalten sollten's auch selbst bewerten und das nicht der Bank überlassen.
Der Tageswert ist ja auch uninteressant beispielsweise bei der Frage: WIeviel ist ein Geschäft heute wert, bei dem SIe verenbart haben am 1.3. 2014 um 10 Mio EUR 4 Mio türkische Lira zu kaufen.
Wie würden denn SIE den Wert ermitteln?
soweit ich weiss müssen Finanzgeschäfte nach IFRS mark to market bewertet werden.
Der reale Wert eines Finanzgeschäftes kann natürlich höher sein, wobei gerade bei einem Zinsswap wüsste ich nicht, wie der Wert von der Marktbewertung abweichen sollte.
Umso exotischer die Produkte, desto grösser der Spielraum. Zur Bewertung braucht man mitunter Parameter, für die es keinen Markt gibt.
Wo nimmt man beispielsweise die implizite Korrelation zwischen EUR/BRL-Devisenkurs und EUR/ISK-Devisenkurs für 10 Jahre her?
ja sehe ich auch so, man sollte eigentlich immer mit den Wiederbeschaffungswerten bewerten (Mark 2 Market)
das einzige Problem könnte sein, dass die Position ev schon so aus dem Ruder ist, dass der Markt dafür nicht mehr liquide genug ist, man die position quasi nicht mehr glattstellen kann bzw man den wiederbeschaffungswert schätzen muss. Ich bin allerdings kein Accounting experte was zinsderivate anbelangt (sonst auch nicht).
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.