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Teheran/Wien/Brüssel - Im Atomstreit mit dem Teheran forderte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) erneut einen Zugang zur umstrittenen Militäranlage Parchin. Ein Inspektorenteam der IAEA traf am Mittwoch in Teheran ein und begann Verhandlungen. Über den Verlauf wurden zunächst keine Details bekannt.
In der Militäranlage soll der Iran nach Vermutung westlicher Geheimdienste Experimente zur Entwicklung von Atomsprengköpfen vorgenommen haben. Die iranische Führung bestreitet das. Vor einer Besichtigung der Anlage müsse die IAEA das Recht des Irans auf die Entwicklung eines zivilen Atomprogramms anerkennen.
Der Westen verdächtigt den schiitischen Gottesstaat, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Nuklearenergie ein Atomwaffenprogramm zu betreiben. Daher wurden in den vergangenen Jahren internationalen Sanktionen wegen der Urananreicherung, darunter ein Öl- und Gasembargo der EU, verhängt. Letzteres hat das Land in den vergangenen Monaten in eine große Wirtschaftskrise geführt.
Präsident Mahmoud Ahmadinejad konterte am Mittwoch gegenüber seinen Kritikern im Parlament, er wolle die Abhängigkeit des Landes von Öleinnahmen verringern und andere wirtschaftliche Optionen stärken. "Man sollte aus den Sanktionen neue Gelegenheiten schaffen", meinte er.
Unterdessen berichtete die iranische Agentur Isna am Mittwoch, für eine neue Runde der Atomgespräche der iranischen Führung mit den Weltmächten sei der 28. und 29. Jänner als Termin vereinbart worden. Eine offizielle Erklärung werde es erst geben, wenn auch der Tagungsort feststehe. Die Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton dementierte gegenüber der APA eine solche bereits bestehende Terminvereinbarung. Man stehe noch in den Verhandlungen über einen Ort und einen Termin für neue Gespräche, hieß es. (APA, 16.1.2013)
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Muss Iran jetzt als NPT-Unterzeichnerstaat von der IAEA die Anerkennung seiner Rechte auf ein ziviles Atomprogramm verlangen? Das ist schließlich Vertragsbestandteil. Ich vermute mal, die Parchin-Inspektion scheitert eher daran, dass die IAEA keine Garantien gibt, dass nicht erneut vertrauliche Informationen an Geheimdienste weitergereicht werden. Mal ganz abgesehen davon, dass Iran nicht verpflichtet ist, seine Militäranlagen inspizieren zu lassen, die nicht in direktem Zusammenhang mit spaltbarem Material stehen. Ich verfolge die IAEA-Berichte und in denen stehen seit Jahren immer nur Verdächtigungen was Vorgänge außerhalb dieses Bereiches angeht, im Kompetenzbereich der IAEA hat sie alles unter Kontrolle und nichts auszusetzen. So what?
Die Neuerung des besagten Zusatzprotokolls sind vor allem unangekündigte Besuche in Nuklearanlagen und umfassende Designinformationen im Voraus.
1) Man kann immer appellieren und soweit der Iran nachgibt sofort die Anlagen untersuchen.
2) Gibt es ein Völkergewohnheitsrecht und wenn mehr als die Hälfte aller Staaten ratifiziert haben, gilt das auch für die übrigen Staaten.
ad 1) Die IAEA ist ausschließlich zu dem befugt, was ihr ihre Statuten vorschreiben. Dazu zählt nicht, in einem illegalen Bereich zu appellieren und zu hoffen, dass der andere nachgibt.
ad 2) Völliger völkerrechtlicher Schwachsinn! Erstens setzt Völkergewohnheitsrecht allgemeine Übung (und Zustimmung) sowie Rechtmäßigkeit der Übung voraus; zweitens ist demnach Brachialunsinn, dass Verträge zu Gewohnheitsrecht würden, sobald sie die Hälfte unterzeichnet hat.
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