Stadionrock zum Abschied

16. Jänner 2013, 17:47
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"Shut Up and Play The Hits" würdigt die New Yorker Formation LCD Soundsystem - Dazu die weiteren Filmstarts der Woche

Das "beste Begräbnis aller Zeiten" zu feiern hat sich die New Yorker Formation LCD Soundsystem vorgenommen. Im April 2011 spielte die Band vor rund 18.000 Menschen im Madison Square Garden ihr Abschiedskonzert. "Shut Up and Play The Hits", der Dokumentarfilm von Dylan Southern und Will Lovelace, begleitet dieses Ereignis - und vor allem den schluffigen Frontman James Murphy samt eigensinniger französischer Bulldogge auf dem Weg in den Ruhestand.

Konzeptuell hat sich wenig verändert, seit Martin Scorsese weiland "The Last Waltz" von The Band dokumentierte: Im Zentrum stehen energetisch vorgetragene und frenetisch aufgenommene musikalische Darbietungen der Band, Gäste schauen vorbei. Die Alltagsbetrachtungen von Murphy werden mit Telefonstimmen und Interviewpassagen versetzt, die unter anderem um Murphys erklärte Absicht kreisen, nicht die alte Rockstar-Nummer zu bedienen.

So ganz entkommt der Film genau dieser Falle dann zwar doch nicht. Aber die Musik macht beste Laune, und Menschen in Pandabären-Adjustierung sieht man auch immer wieder gerne.

Orgonenergie, entfesselt

In Lukas Sturms "Body Complete" recherchiert eine Wiener Fernsehjournalistin 2004 in Bosnien den Verbleib einer jungen Frau und gerät bei ihren Nachforschungen selbst in Gefahr.

Außerdem starten: Antonin Svobodas "Der Fall Wilhelm Reich" mit Klaus Maria Brandauer in der Rolle des legendären Querdenkers und der Haunted-House-Horrorfilm "House at The End of The Street" mit Jennifer Lawrence sowie das Surferdrama "Mavericks" / "Chasing Mavericks" mit Gerard Butler und Quentin Tarantinos Neo-Italowestern "Django Unchained". (irr, DER STANDARD, 17.1.2013)

  • Live im Madison Square Garden: James Murphy in "Shut Up and Play The Hits".
    foto: k5 international

    Live im Madison Square Garden: James Murphy in "Shut Up and Play The Hits".

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