"Europa und USA müssen Druck auf Israel ausüben"

Interview | Teresa Eder, 21. Jänner 2013, 07:28
  • Als "anti-zionistisch" stuft Schriftsteller Amos Oz die Politik Netanjahus ein, weil er damit Israel immer mehr ins Abseits drängt.
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    Als "anti-zionistisch" stuft Schriftsteller Amos Oz die Politik Netanjahus ein, weil er damit Israel immer mehr ins Abseits drängt.

  • Chaim Gans ist Professor für Recht an der Universität von Tel Aviv. In seinem Buch "A Just Zionism" entwirft er ein Konzept darüber, wie ein moralischer jüdischer Staat funktionieren kann.
    foto: privat

    Chaim Gans ist Professor für Recht an der Universität von Tel Aviv. In seinem Buch "A Just Zionism" entwirft er ein Konzept darüber, wie ein moralischer jüdischer Staat funktionieren kann.

Der Philosoph Chaim Gans ist überzeugt, dass Netanjahu mit seiner Interpretation von Zionismus die Zukunft Israels gefährdet

Netanjahu bleibt, alles andere wäre eine große Überraschung. Eine Mehrheit der Israelis wird am Dienstag wohl erneut der Likud-Partei ihre Unterstützung zusagen. Israel würde damit aber den falschen Weg fortschreiten, sagt der politische Philosoph Chaim Gans. Im Interview mit derStandard.at erklärt er, warum Israel kein Recht auf eine Ausdehnung seiner Grenzen hat und eine moderatere Form des Zionismus zur Beilegung des Nahostkonfliktes dringend nötig ist.

derStandard.at: Der israelische Schriftsteller Amos Oz bezeichnete letzte Woche in einem Interview mit Haaretz Netanjahus Regierung als Israels bisher anti-zionistischste Regierung der Geschichte. Stimmen Sie seiner Aussage zu?

Gans: Ich würde erst einmal sagen, dass es die unmoralischste Regierung bis dato war. Und zwar wegen dem Grad der Unterdrückung der Palästinenser und weil sie die israelische Demokratie untergräbt. Es wurde zum Beispiel versucht, die akademische Freiheit zu beschneiden, indem man die Hochschulen militärischen Entscheidungen unterstellt. 

Natürlich würde ich Oz in seiner Analyse zustimmen. Die Art und Weise, wie diese Regierung Zionismus interpretiert und ausführt, wird langfristig zum politischen Tod des Zionismus führen. Netanjahus Interpretation basiert auf einer Philosophie, die gegen die Menschenrechte arbeitet. Er geht davon aus, dass den Juden dieses Land gehört, und die Palästinenser die Plünderer sind, die dieses Land einst gestohlen haben. Das erklärt auch, warum er so engagiert ist, wenn es um den Siedlungsbau auf palästinensischem Land geht. Netanjahu hat es geschafft, dass Europa und die USA stillhalten, und er diese Politik ungehindert weiterverfolgen kann.

Die einzige Hoffnung, wie der Zionismus bestehen kann, ist unter einer egalitären und an Menschenrechten orientierten Interpretation. Das bedeutet einerseits, dass Juden grundsätzlich das Recht auf Selbstbestimmung haben in einem Land das von Arabern besiedelt und bewohnt wird, nicht weil sie dieses Land besitzen, sondern weil sie sich einerseits stark damit identifizieren und andererseits über Jahrhunderte hinweg verfolgt wurden. Weil diese Verfolgung sich trotz der Emanzipation der Juden im 19. Jahrhundert in Europa verschlimmerte und im Holocaust kulminierte, wurde die Notwendigkeit, hier den Staat zu errichten umso größer. Trotzdem, die Ereignisse und Umstände, die das notwendig machten, endeten zwischen den 1940er Jahren und Israels Sieg 1967. Wird Zionismus so interpretiert, dann gibt es kein Recht, dass Israel seine Grenzen nach 1967 weiter ausdehnt. Netanjahu sieht das natürlich nicht so.

derStandard.at: Tzipi Livni, ehemalige Außenministerin Israels, hat vor kurzem über Netanjahus Likud-Partei gesagt: "Diese Partei war einmal national und liberal. Jetzt ist sie nationalistisch. Jeder der sich für eine ausgeglichene Sicht der Dinge einsetzte, wurde verdrängt." Ist es nicht ein Irrtum davon auszugehen, dass Nationalismus und Liberalismus überhaupt vereinbar sind?

Gans: Das kommt auf die Interpretation von Nationalismus an. Wenn Nationalismus sich auf individualistische Annahmen stützt, in denen das Individuum immer den Vorzug hat und das Kollektiv nur die Interessen des Einzelnen ermöglichen soll, dann ist Nationalismus mit Liberalismus vereinbar. Wenn sich der Nationalismus allerdings auf eine Weltsicht stützt, die das Kollektiv vor das Individuum stellt, wie das der Fall war im 19. und 20. Jahrhundert, dann ist das natürlich nicht mit dem Liberalismus vereinbar. Ich glaube, dass wir uns alle einig sind, dass die deutsche Sprache Vorrang vor anderen Sprachen hat in Österreich. Ein Vorrang, der die individuellen Interessen der Österreicher spiegelt, dass Deutsch ein Teil ihrer kulturellen und nationalen Identität ist. Das ist sicher nicht anti-liberal.

derStandard.at: Ist nicht das Konzept des Zionismus in einer Welt, in der Multikulturalismus immer mehr zur Realität wird, trotzdem ein anachronistisches?

Gans: Ich glaube nicht. Innerhalb einer multikulturellen Gesellschaft wird zwischen den Rechten der ansässigen Mehrheiten und Minderheiten unterschieden, die zum Beispiel das Recht auf Autonomie und Wahrung der Kultur beinhalten. Dann gibt es noch Gruppenrechte für Immigranten, die zum Beispiel beinhalten, dass sie ebenfalls ihre Kultur wahren dürfen, sich aber gleichzeitig wirtschaftlich und politisch, sowie sprachlich in die Mehrheitsgesellschaft, in der sie leben, integrieren. Die Rechte der Franzöischsprachigen, Englischsprachigen und der Urweinwohner in Kanada sind ganz andere als die der zugewanderten Sikh oder Juden. Ein Multikulturalismus, der diese unterschiedlichen Rechte anerkennt, ist mit einem liberalen Nationalismus vereinbar. Umgelegt auf den Zionismus, demzufolge die Juden die nationalen Rechte in Israel haben, ist das natürlich auch möglich.

derStandard.at: Gibt es einen Unterschied zwischen Zionismus und anderen Nationalismen?

Gans: Es ist ein ethnokultureller Nationalismus, genauso wie der francophone Nationalismus in Kanada oder der katalanische Nationalismus in Spanien. Der einzige Unterschied, den es gibt, ist ein geschichtlicher. Die Juden siedelten sich in Massen in einem Land an, das sie seit dem Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr bewohnten. Das Land war zu dieser Zeit zu 95 Prozent von Arabern bewohnt. Aber obwohl die Juden zu diesem Zeitpunkt großteils nicht dort lebten, war ihre Identität als Nation immer mit diesem Stück Land assoziiert. Genauso wie die der Österreicher mit Österreich. Insofern unterscheidet sich der Zionismus nicht von anderen Nationalismen. Aber natürlich gibt es unterschiedliche Interpretationen, einige davon akzeptabel andere nicht. In den letzten 40 Jahren ist Israel einer Interpretation des Zionismus gefolgt, die nicht akzeptabel ist.

derStandard.at: Die Gruppe der Ultra-Orthodoxen Juden in Israel wächst rasant. Wie wird das die israelische Politik beinflussen?

Gans: Nur ein kleiner Teil der Ultra-Orthodoxen, die sich nicht als Zionisten deklarieren, sind wirklich Antizionisten. Das Problem ist, dass sie dieselbe Interpretation von Zionismus haben wie Netanjahu.
Wenn Israel weiterhin diese Art der Politik verfolgt, mit dem Ausbau der Siedlungen und der Unterdrückung der Palästinenser, dann gefährdet es sich selbst. Ich glaube, dass nur der Druck von außen durch Europa und die USA helfen wird, dass Israels Politik moderater wird und die Leute realisieren, dass es gewisse moralische Grenzen gibt.

derStandard.at: Gesetzt den Fall, dass es eines Tages eine Zweistaatenlösung gibt. Wie kann diese in der Realität aussehen?

Gans: Israel wird immer einen hohen Anteil an arabischen Minderheiten haben, ungefähr 20 Prozent. Diesen Minderheiten müssen natürlich auch Gruppenrechte gewährt werden. Das würde nicht die Selbstbestimmung der Juden gefährden und auch nicht die politische Dominanz. Die ist wichtig, denn die Juden sollten zumindest einen Ort auf der Welt haben, an dem sie politisch dominieren.

derStandard.at: Sehen sie das Recht auf Rückkehr in den Gruppenrechten der Palästinenser inkludiert?

Gans: Ich glaube nicht, dass das innerhalb der Grenzen von 1967 zu realisieren sein wird. Israel muss aber Verantwortung übernehmen für all die Ungerechtigkeiten seit 1948 und für die Entstehung des Flüchtlingproblems. Aber das muss eine andere Art der Kompensation sein, denn würden die Flüchtlinge zurückkehren, dann wäre die politische Dominanz der Juden gefährdet. Natürlich kann Israel nicht "nur jüdisch" sein, aber es sollte zumindest "hauptsächlich jüdisch" bleiben. Genauso wie die Palästinenser einen Staat brauchen, in dem sie dominieren. Es wäre auch gut, wenn es eine kleine Minderheit an jüdischen Siedlern in einem zukünftigen palästinensischen Staat gibt, allerdings glaube ich nicht, dass das akzeptiert wird, wenn man bedenkt, was den Palästinensern in den letzten 40 Jahren angetan wurde.

derStandard.at: In Deutschland gab es in den vergangenen Wochen großen Trubel, weil Jakob Augstein, Herausgeber der Zeitung "Der Freitag", auf einer Liste des Simon Wiesenthal Centers mit den schlimmsten antisemitischen Verunglimpfungen im Jahr 2012 steht. Die Grenze zwischen legitimer Kritik an der Politik des Staates Israels und Antisemitismus scheint nicht eindeutig zu sein. Kritisiert wird auch, dass es unter dem Deckmantel des Antizionismus leichter geworden ist, sich antisemitisch zu äußern. Wann wird Antizionismus denn antisemitisch?

Gans: Die Antwort ist einfach. Die, die glauben, dass die Juden kein Recht auf Selbstverwaltung und Autonomie haben, und gleichzeitig nicht jede andere Form von Nationalismus ablehnen, sind offensichtlich nicht nur Antizionisten sondern auch Antisemiten. (Teresa Eder, derStandard.at, 21.1.2013)

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Und was ist mit Druck auf die,

die den Staats Israel auslöschen wollen?

Die würden sich vielleicht beruhigen, wenn Israel aufhört die Palästinenser zu unterdrücken.

Die werden doch eh alle schon sanktioniert, oder nicht?

Druck ausüben schürt Extremismus.

JEDER Staat hat Recht auf Souveränität.

Und bevor die Lechtsrinken wieder loslegen:
Nein: Ich schrieb ja: JEDER.

sie klopfen aber schöne sprüche!

hat denn auch jedes volk ein recht auf seinen souveränen staat?

Natürlich.

Warum frägst Du?

ähm, wenn es ein Staat ist, dann ist er meines Wissens souverän, das Problem ist ja, dass Palästina gar kein Staat sein kann, da Israel mit dem Siedlungsbau ein einheitliches Siedlungsgebiet verunmöglicht hat - Ihr Posting ist damit nett gemeint, trifft aber leider nicht den Kern der Sache! Und wenn jede Nation (was Sie wohl meinen) ein Recht auf einen souveränen Staat hat, dann wird es morgen 100 neue Kriege geben - vor allem in Russland und China, aber auch die Basken, Nordiren, Transnistrier, Wallonen, Norditaliener, Kärntner? ;-) wollen ihren eigenen Staat - und das werden die Staaten nicht akzeptieren, zu denen die Gebiete heute gehören... Ganz so einfach ist es also leider nicht!

tja, nicht nur hier leben manche in ihrer wundrschönen intellektuellen Scheinwelt weit ausserhalb der brutalen realität

widerspricht er sich nicht ein bisschen selbst, in seiner individuum-kollektiv-these und nationalismus?

ist wahrscheinlich ein relativ gefährlicher trend der zeit, ständig so leitkulturbilder zu entwickeln und darauf das nationalstaatskonzept zu setzen.

geht man da nicht hinter dieses konzept zurück, auf ein altes biologisch argumentiertes nationenkonzept, das nicht nach liberalen prinzipien der achtung des individuums funktioniert?

dort gibt es immer einen "anderen", dem man etwas verweigern kann, der irgendwie falsch geboren ist. natürlich gibt es nationalstaaten, deren prinzipien sollten sich aber erweitert haben. und grade in israel: sprache als leitkultur, wie ist das zu verstehen?

...

isreal hat keine infos, alle voruerteile stimmen nicht... ist schade und unnoetig, muss man sich interessieren und darf keine angst haben und die alten maerchen repetieren (alte kriegspropaganda von allen kriegen seither)... wuerde agen israel wird absichtlich im krieg gehalten, habe aber den artikel nicht gelesen und israel waere nicht faehig den satz zu verstehen...

ich versteh ihre sätze auch nicht

liegts an der uhrzeit?

Na, Gott sei Dank sagt das ein Jude!

Denn alle anderen, die solche Äußerungen tätigen, werden sofort als Antisemiten abqualifiziert!

Danke!

Druck ausüben?

Es wir dzeit dort einzumarschieren und ihnen das sich unrechtmäßig angeeignete Land wieder wegzunehmen. Man sollte das ganze Territorieum entwaffnen und starke inernationale Truppen dort postieren, so daß jede Agression, sofort eine Agression gegen die internationale Gemeinschaft ist.

meiner ganz bescheidenen meinung nach,hatte israel mehr als ein halbes jahrhundert zeit,sich dort (im nahen osten ;-) ) freunde zu machen; schliesslich ist israel ein entwickeltes industrieland und könnte sicher knowhow zur verfügung stellen,z.b. wasseraufbereitung; aber da kommt auch von jüdischer seite nix freundschaftliches! stattdessen hat sich im nahen osten eine amerikanische +jüdische macht einigsetzt;tät mir auch nit taugen als nichtjude;aber i tu nix wissen; mfg

Stimmt, sie wissen wirklich nichts

‘It is not the Israeli occupation policy but the Palestinian political resistance against joint management and cooperation that is responsible for the relatively slow development of the Palestinian water sector and the deteriorating human rights situation in the Palestinian Territories’ and ‘There is convincing evidence of mismanagement within the Palestinian Water Authority (PWA).’

It is obvious that Attili’s non cooperation strategy is connected to the overall change in strategy vis-à-vis Israel in 2008 by the PA. Water has become a weapon against the so-called Israeli occupation.

http://missingpeace.eu/en/2013/0... al-weapon/

Das ist Unsinn - die Israelis sabotieren die Instandhaltung und den Ausbau der Infrastruktur für Palästinenser.

So sabotierten sie jahrelang die Wiederherstellung der Kläranlagen in Gaza. Sie zerstören Solaranlagen für pal. Dörfer in den bestzten Gebieten, denen sie den Anschluss an das Strom- und Wassernetz versagen. In den besetzten Gebieten in den Zonen B und C, die mehr als 90% der WB betragen, dürfen Pal. ohne isr.Genehmigung keine Schraube eindrehen und wenn doch kommen die IDF und zerstörens wieder - so auch die Wasserzisternen regelmäßig, die Pal. auf ihren eigenen Grundstücken aufstellen - Artikel, wie der von Ihnen verlinkte vernebeln nur absichtsvoll, was sich da tatsächlich abspielt.

"UN verurteilt die isr. Zerstörung des pal. Wassersystems"

http://www.imemc.org/article/60580

voll d'accord!

... mit ihrem letzten Satz (und nur damit!!)

"aber i tu nix wissen"

Ich würde sagen, dass ist eine treffende Zusammenfassung Ihrer Wortmeldung...

klar,wer weiss da wirklich noch bescheid; schliesslich ist nicht zu vergessen,dass grad mit dem judentum und dem antisemitismus viel schindluder getrieben wird;es ist nicht erlaubt,z.B.auch von den israeli anständiges benehmen zu fordern; eines ist sicher klar : die "normalen" menschen wie du und ich haben sicher auch kein bock auf terror und krieg;es tut mir leid,es schaut viel mehr so aus, also ob ganz bewusst unfrieden kreiert wird...auf kosten Aller, egal ob jude,moslem,christ....

"es schaut viel mehr so aus, also ob ganz bewusst unfrieden kreiert wird"

Und das gilt ausschließlich für Israel?
Die Araber/Pal./Moslems sind furchtbar friedliebend? Ein Innbild der Toleranz, dem Streben nach humanistischen Werten wie Gleichheit vor dem Gesetz, Religions- und Meinungsfreiheit etc. etc.?
Aber Israel ist selber Schuld daran, dass es mit solchen Nachbarn "keine Freunde machen" hat können? Wussten Sie, dass die arab. Bev. schon vor der Gründung des Staates Isr. erst durch die jüd. Einwanderer mit mod. Methoden der Landwirtschaft vertraut wurden?
Glauben Sie, allen Ernstes, dass die Hamas es Isr. gestatten würde, ihr z.B. bei der Wasseraufbereitung behilflich zu sein?
Haben Sie wirklich eine Ahnung, wie z.B. christl. Araber von ihren musl. "Volksgenossen" gesehen und behandelt werden?

Die Israelis sabotieren den Neubau der Kläranlagen in Gaza.

Und die Mitte des letzten Jahrhunderts war halt allgemein eine Zeit der Modernisierung.

Darübehrinaus kultivierten die Palästinenser zuvor eine sehr effektive Terrassenwirtschaft im Jordantal und waren sehr tüchtige Landwirte.

Die Jaffa-Orange ist z.Bsp. eine palästinensische Züchtung.

Natürlich wurden Wasserressourcen damals noch nicht so extensiv genutzt - das bewahrte allerdings das ökologische Gleichgewicht, das gegenwärtig durch Israels extensive Nutzung nach und nach zerstört wird.

Die Palästinenser können unter einer israelischen Militärdiktatur, die ihre Grundrechte missachtet nicht in Frieden leben.

Dafür ist es zwingend nötig, dass die israelis wieder hinter ihren Grenzen verschwinden. (Grüne Linie).

Bei einer einvernehmlichen Lösung kann man eventuell auch das ein oder andere Gebiet tausche - aber das klappt nur weenn das Angebot fair ist, Ost-Jerusalem zu Palästina gehört und die Israelis tatsächlich aufhören werden das Leben der Palästinenser, den Luftraum die Außengrenzen etc. in jede Richtung zu kontrollieren und grundstäzlich eine Lösung auf der Grundlage bestehender UNO-Resolutionen akzeptieren - dazu waren die Palsätinsner bereit - die Israelis nicht.

Propagandistisch Formulierte Halbwahrheiten bekommen keine längere Beine, nur weil man sie vordergründig als Tatsachen ausgibt.

Die grüne Linie ist eine Waffenstillstandslinie, mitnichten eine internationale Grenze.
Damit es zu einer einvernehmlichen Lösung überhaupt irgendwie und gleichgültig zu welchem Preis für wen auch immer jemals kommen kann, werden sich die Pal. an den Verhandlungstisch setzen müssen.
Isr. wird sich nicht wie Dt. zu den Verträgen zu Versaille durch einen gerade einmal auf dem Papier existenten Staat vorzitieren lassen, was es dann als angeblichen Frieden unterzeichenen soll.
Und Leute wie Sie sollten auch vom hohen Ross herunterkommen, zu glauben sie wüssten für die Pal. am Besten wie sie zu einer Einvernahme mit Isr. kämen und was für sie eine akzeptable Lösung wäre.

sorry - ich glaub du missverstehst mich :das mit den unfrieden war nicht auf eine bevölkerungsgruppe gemünzt..nene.....aber es hat schon den anschein,als ob dort einfach kein friede sein darf...vonwo gesteuert auch immer...da werden halt alle ständig darüber informiert,wie schrecklich doch die anderen sind...
die menschen und deren echte meinung die erfahren wir doch gar nicht...bloss immer die geschichten der politiker..

"die menschen und deren echte meinung die erfahren wir doch gar nicht...bloss immer die geschichten der politiker.."

Da stimme ich mit Dir allerdings in großem Masse überein.

Das Problem ist sicherlich, dass "der Gegner" praktisch immer in depersonalisierter und kollektiver Weise gesehen wird bzw. quasi nur auf diesem Wege zugänglich ist, und auf diesem Bilde, das oft noch durch die Hervorhebung der eigenen pers. Erfahrung noch mehr verzerrt wird, die eigene Stellung ihm gegenüber festgelegt wird. Weshalb besonders Projekte des direkten, menschl. Kontaktes (also ganz jenseits eines pol. Kontextes) zw. den beiden Konfliktparteien sehr von nöten wären.

Ich habe wenigstens angefangen Arabisch zu lernen, u.a. um die andere Seite wenigstens einmal in der eigenen Sprache verstehen und mit der Zeit mit ihr vielleicht auch kommunizieren zu können.

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