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Es gehört zum Handwerkskasten der Wirtschaft dazu, allem und jedem ein Preistaferl umzuhängen. Was quantifizierbar ist, gaukelt Kontrolle vor. Was unberechenbar ist, fällt einem gerne auf den Kopf. So lauten die gängigen Annahmen. Zunehmend setzt sich aber durch, dass nicht alles einen Wert in Ziffern hat. Gerade in Zeiten, in denen dem Bruttoinlandsprodukt das Bruttoinlandsglück entgegengesetzt wird, und die Vereinten Nationen einen World Happiness Report veröffentlichen.
So versorgt uns die Wissenschaft einmal mehr mit verblüffenden Erkenntnissen. So versuchten zwei US-Ökonomen sich im Unmöglichen: Sie gossen den Wert von Freundschaft in Glücks-Zahlen. Die Studie, die auf der Homepage der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) vollständig zu finden ist, basiert auf der statistischen Auswertung von Daten. Aus laufenden kanadischen Umfragen zum persönlichen Wohlbefinden schließen die Autoren folgendes: Freunde wirken sich generell positiv auf die subjektive Einschätzung des eigenen Wohlbefindens aus. Die Verdopplung der Anzahl der Freunde steigert das subjektive Wohlbefinden genauso sehr, wie die Verdoppelung des Gehalts.
Zusammengefasst klingen die Ergebnisse der Studie wie Binsenweisheiten aus einem Stammbuch: Hast du Freunde, bist du glücklicher. Hast du mehr Freunde, bist du noch glücklicher. Irgendwann machen mehr Freunde nicht mehr glücklicher. Freunde und Glück kann man mit Geld nicht kaufen. Und: Online-Freunde ersetzen echte Freunde nie.
Eigentlich beschränkt sich der Erkenntnis-Gewinn aus der Studie vor allem darauf, dass das echte Leben mehr Glück verspricht als das virtuelle. Soziale Netzwerke im Internet helfen dem Wohlbefinden demnach gar nicht auf die Sprünge. Eher sei aus den Datensätzen herauszulesen, dass mehr Freunde in Sozialen Netzwerken tendenziell eher mit weniger Lebenszufriedenheit korrelieren. Wie immer bei solchen vermeintlichen Zusammenhängen, ist die Frage nach Henne und Ei ungeklärt. Dazu sagen nämlich auch die Forscher nichts. (Daniela Rom, derStandard.at, 17.1.2013)
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Die Herren Wissenschaftler hätten etwas tiefer in ihrer Kiste wühlen sollen, dann hätten sie erkannt, dass sich die Grenznutzentheorie auch auf dieses Problem anwenden läßt, denn eine Verdopplung der Anzahl der Freunde bedeutet nicht notwendigerweise eine Verdopplung des subjektiven Nutzens, den man daraus zieht.
Es ist ja wirklich manchmal erschütternd, in welchem Dschungel der Verwirrung sich der moderne Mensch zu befinden scheint, wenn er die selbstverständlichsten Dinge nur mehr glaubt, wenn sie in irgend einer Studie belegt sind.
Gleichzeitig fühlt sich dieser Mensch aber irrsinnig erhaben über die vergangenen Zeiten, in denen die Menschen noch an sowas "Naives" wie Gott geglaubt haben.
Ich glaube der frühere Mensch war in Wahrheit der viel vernünftigere.
Grundsätzlich hat ja der Glaube etwas Gutes, das sage ich als "Nichtgläubiger". Es ist etwas beruhigendes, es gibt einem ein Ziel vor Augen.
In unserer Gesellschaft geht alles so schnell, dass man ein Ziel hat, dass Augenblicke später schon wieder nicht existiert, sich als ein falsches erwiesen hat oder irgendjemand gesagt hat, es sei nicht das Richtige.
Dass der Großteil der Menschen einfach etwas braucht an das er glaubt scheint mir doch so zu sein. Der Zulauf zur Esoterik etwa va. von Atheisten bestätigt mir diese Annahme. Ich seh´ das nicht negativ, denn auch wenns wissenschaftlich nachweisbar nichts bringt, wenns den Leuten hilft, warum nicht, es muss doch für jeden selbst passen, es gibt keine einheitliche Lösung
sollte man wie pflanzen hegen und pflegen...was ist das für ein leben wenn ich reich bin und pseudofreunde nur um mich habe?!je mehr man freunde(jung oder alt egal)desto glücklicher wird man;)da brauch ich keine studien,das ist tatsache.
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