Sprachförderung im Kindergarten: Wie Chanel und Efe Deutsch lernen

Reportage |
  • Martin, Chanel, Efe, Davina und Vivian (v. li.) besuchen das letzte Kindergartenjahr.
    vergrößern 959x800
    foto: derstandard.at/winkler-hermaden

    Martin, Chanel, Efe, Davina und Vivian (v. li.) besuchen das letzte Kindergartenjahr.

  • Einmal pro Woche lernt Renate Guldan mit den Kindern.
    vergrößern 959x638
    foto: derstandard.at/winkler-hermaden

    Einmal pro Woche lernt Renate Guldan mit den Kindern.

  • Guldan setzt auf Montessori-Materialien.
    vergrößern 959x638
    foto: derstandard.at/winkler-hermaden

    Guldan setzt auf Montessori-Materialien.

  • Ein Koffer voller Lernunterlagen.
    vergrößern 959x638
    foto: derstandard.at/winkler-hermaden

    Ein Koffer voller Lernunterlagen.

  • Chanel - ihre Eltern kommen aus China - will Bingo spielen.
    foto: derstandard.at/winkler-hermaden

    Chanel - ihre Eltern kommen aus China - will Bingo spielen.

Jedes dritte Wiener Kind unter sechs hat Deutsch-Probleme - Auf 50 Kinder kommt eine Sprachassistentin

"Wo ist Renate?", fragt der fünfjährige Efe und zappelt von einem Bein auf das andere. An einem Tag pro Woche ist im Kindergarten in der Embelgasse alles anders als sonst, denn am Donnerstag kommt Renate Guldan zu Besuch. Die Kinder warten schon ungeduldig vor der Tür. Da betritt die 53-jährige Pädagogin endlich das enge Vorzimmer. Mit sich schleppt sie einen Koffer voll Montessori-Materialien, die beim Erlernen der Sprache helfen sollen. Im Kindergarten der St.-Nikolaus-Stiftung in Wien-Margareten werden 25 Kinder aus sieben Nationen im Alter von drei bis sechs Jahren betreut. Kein einziges von ihnen hat Deutsch als Muttersprache.

Soll die Sprachförderung im Kindergarten ausgebaut werden? Oder ist es besser, Vorschulklassen einzurichten? An der Frage, wie die Kinder beim Erlernen der Sprache gefördert werden sollen, scheiden sich die Geister. Integrationsstaatsekretär Sebastian Kurz (ÖVP) fordert Vorschulklassen, Anfang Jänner sprang auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) auf den Zug auf. Bisher hatte die SPÖ diese Maßnahme mit dem Argument, keine Ghettoklassen bilden zu wollen, stets zurückgewiesen.

Steine und Plastiktiere

Sprachlehrerin Guldan packt die Utensilien aus, legt Spielkarten, Filzteppiche, Steine und bunte Plastiktiere auf den Tisch. Fünf Kinder unterrichtet die Sprachassistentin, nämlich jene, die ab Herbst in die Schule gehen sollen und noch Sprachdefizite aufweisen. In der alltäglichen Kommunikation haben sie keine Probleme mehr, geht es aber um grammatikalische Feinheiten, stehen die Kinder an. Die Pädagogin bittet die ersten drei Kinder zu sich in den kleineren, ruhigeren Raum des Kindergartens. Efe kommt aus der Türkei, Davina aus Nigeria, Chanel aus China. Die Kinder sind zwischen fünf und sechs Jahre alt.

Zur Volksschule zugelassen werden sie nur, wenn sie ausreichend Deutsch sprechen. Der Wiener Stadtschulrat baut die seit 2008 existierende Maßnahme heuer weiter aus, was zu heftiger Kritik von Sprachwissenschaftlern führte. Die Professoren Rudolf De Cillia und Hans-Jürgen Krumm von der Universität Wien warnten vor Separation und sehen in eigenen Vorschulklassen für Migrantenkinder eine Diskriminierung.

Davinas schwarze Rastazöpfe wippen mit ihren ruckartigen Bewegungen mit. Der Förderunterricht gehört für sie und die anderen Kinder hier längst fix zur Kindergartenwoche dazu. Sie blickt konzentiert auf den Stapel Karten vor sich. Sprachassistentin Guldan zeigt auf eine Karte und fragt: "Was siehst du hier?" Davina antwortet: "Eine Katze!" Guldan: "Richtig. Jetzt denk dir irgendeine Zahl aus und sag mir die Mehrzahl von Katze." Davina überlegt nur kurz: "Dreihundertundsechzig Katzen", platzt es aus ihr heraus.

Ekmek heißt Brot

Nun ist Chanel an der Reihe. Sie hat eine Karte vor sich liegen, auf der ein Brot abgebildet ist. Beim Bilden der Mehrzahl tut sie sich noch schwer. "Bröte?", fragt das Mädchen vorsichtig. "Es heißt Brote", korrigiert Guldan. "Brote", wiederholt Chanel. Plötzlich wird Guldan zur Schülerin. Sie fragt Chanel, was Brot auf Chinesisch heiße: "Miànbāo", sagt Chanel wie aus der Pistole geschossen. "Und auf Türkisch?" "Ekmek", auch Efe weiß es sofort.

Guldan erklärt, dass es für die Kinder wichtig sei, den Bezug zur Muttersprache herzustellen. Durch die Muttersprache werde die Sprachbasis gelegt, alles weitere gehe dann einfacher. "Muttersprache ist die Sprache des Herzens", sagt sie. Zahlreiche Studien geben Guldan recht.

Ein Drittel aller Kinder wird gefördert

Guldans Sprachunterricht im Kindergarten in der Embelgasse wird von der MA 10 finanziert. Sie ist eine von rund 100 Förderassistentinnen, die in Wiens Kindergärten unterrichten. Bei einem Drittel aller Kinder im Alter von viereinhalb bis fünfeinhalb Jahren wurde im vergangenen Jahr ein erhöhter Sprachförderbedarf festgestellt. Insgesamt besuchten in diesem Zeitraum 15.000 Kinder das letzte Kindergartenjahr. Das bedeutet, auf eine Sprachassistentin kommen rund 50 Kinder.

Die Sprachassistentinnen werden nach Bedarf in den Kindergärten eingesetzt und unterstützen die Kinder mit mangelnden Sprachkenntnissen vor Ort. Darunter auch Kinder mit deutscher Muttersprache. Die Pädagoginnen kümmern sich nicht nur um sprachliche Fähigkeiten, sondern auch um die motorische, soziale und emotionale Entwicklung der Kinder.

Hase mit A

"Haaaaase", spricht Efe Pädagogin Guldan nach. In der Embelgasse geht es weiter mit A-Übungen. Vor den Kindern liegen Tafeln, darauf abgebildet sind Gegenstände, die ein A enthalten. Die Kinder sollen erkennen, ob sich das A am Anfang, am Ende oder in der Mitte des Wortes befindet. Efe weiß die Antwort nicht. Renate beruhigt: "Das ist eine schwere Übung." Efe hat während des Unterrichts schon mehrmals erwähnt, dass er müde ist. Nach nicht ganz einer Stunde ist die erste Gruppe fertig, draußen wartet bereits die Jause.

Für ein zweites Kindergartenjahr

"Wir würden uns wünschen, dass Frau Guldan jeden Tag da ist." Susanna Haas, die pädagogische Leiterin der St.-Nikolaus-Stiftung, ist froh über Guldans wöchentliche Deutschstunden. Sie ist überzeugt, dass man bei der Sprachförderung im Kindergarten ansetzen muss. "Das System funktioniert gut, fein wäre es, wenn die Sprachförderung früher passiert." Denn je jünger die Kinder sind, desto höher sei die Bildungschance. "Man kann keine Wunder bewirken", sagt sie. Aber die Sprachmelodie würden die Kinder auf jeden Fall verinnerlichen. Einem zweiten verpflichtenden Kindergartenjahr steht Haas offen gegenüber.

Der für die Kindergärten zuständige Wiener Stadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) spricht sich jedoch dagegen aus. Er plädiert für mehr Ressourcen für die Frühförderung von Kindern und sieht das als zielführender als ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr. Die Wahlfreiheit der Eltern stehe im Vordergrund.

Schuleinschreibung bis 25. Jänner

Die älteren Kinder in der Embelgasse werden Reformen der Sprachförderung im Kindergarten nicht mehr treffen. Noch bis 25. Jänner haben ihre Eltern Zeit, sie für die Volksschule im Herbst anzumelden. Die Entscheidung, ob sie in die Volksschule kommen oder noch ein Jahr Vorschule absolvieren müssen, liegt in der Hand der Direktoren. Sie müssen bei der Schuleinschreibung feststellen, ob die Kinder in der Lage sind, dem Unterricht zu folgen. Entscheiden sich die Schulleiter gegen eine Aufnahme, folgt als Alternative für Kinder mit Sprachdefiziten die Vorschule - und damit die Trennung von jenen Kindern, die Deutsch bereits beherrschen. Vielleicht sind das ja Efe, Chanel und Davina. (Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 24.1.2013)

Share if you care
Posting 176 bis 225 von 431
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Eine Durchmischung von Kindern mit Deutsch als Muttersprache und förderbedürftigen Migrantenkindern wäre schon wünschenswert, aber ich denke, das wird schwer durchführbar sein.

Kommt halt darauf an wieviel Eltern bereit sind ihr Kind fuer dieses Experiment zur Verfuegung zu stellen.

Kann mir da schon ein boeses Erwachen vorstellen wenn der Spross dann, statt den anderen das lernen von Deutsch zu ermoeglichen, selbst anfaengt das allseits beliebte "Tuerken-Deutsch" zu verwenden.

Es ist eine Sache 1, 2 od 3 Kinder mit Sprachdefiziten in der Klasse zu haben und zu hoffen das der Rest sie mitreisst, eine andere wenn da ploetzlich ein Drittel, die Haelfte oder mehr davon betroffen sind.

Damit diese Schueler ueberhaupt noch ansatzweise mitkommen muss das Niveau fuer den Rest vergleichsweise drastisch gesenkt werden - auch nicht gerade fair in einer Wissensgesellschaft.

nicht zuletzt, weil solche Kinder oft justament Kindergärten besuchen, in denen vor allem türkisch und arabisch gelehrt wird...

Für ein zweites Kindergartenjahr

Mmh, dann sollte vielleicht vorher überlegt werden, dass es überhaupt den Platz gibt, um den Platzbedarf zu decken.

Derzeit ist es so, dass Eltern, welche nur ein Elternteil arbeiten geht, selten bis überhaupt keinen Kindergartenplatz bekommen. (in Wien)

Richtig. In Wien ist es so.

Das Problem wird noch viel grösser werden.

Die Eltern bringen Ihren Kinder die Deutsche Sprache nicht bei, reden mit ihnen alles nur nicht Deutsch - was soll da rauskommen?
Jawohl Deutsch verbindet Migranten aus zig Ländern in unseren Schulen -aber das Deutsch welches dort gesprochen wird ist
reduziert auf z.B. "Willst Du Problem?" etc.

selten so einen verkürzten blödsinn gelesen...

@ bayrisches.. Realitaetsverweigerer?

sorry,hätte grün werden sollen.

finde ich nicht!

die probleme haben ihren ursprung in der familie. und mit abstand macht da die moslemische "mein sohn ist alles und die tochter nur eine heiratskandidatin" einstellung die größten probleme. traditionell werden moslemische knaben zum pascha erzogen. und das ist ein problem, das die gesellschaft bis in das erwachsenenalter der paschas mit ihrer frauenfeindlichkeit, diskriminierung und gewalt gegen frauen verfolgt. besonders hier müsste die kindergarten-vorschul und schulerziehung einwirken! hier entsteht die der grundstock für eine gespaltene gesellschaft. dazu kommt noch das sprachproblem!
ich betone: nicht alle mosleme, aber bei den meisten, in einer bildungsfernen schicht angesiedelten ist das state of the art.

Es gibt allerdings auch Kinder ohne Migrationshintergrund und Deutsch als Erstsprache, die Sprachförderbedarf haben. Betrifft ca. ein Zehntel der Kinder.

da die grünen die abschaffung der sonderschulen fordern

schon jetzt sind zu viele schüler mit sonderpädagogischem bedarf im regelschulwesen ohne adäquate fachliche betreuung, und die experten bis in den elfenbeinturm jeden unsinn mitmachen, wird man keine sprachförderung mehr brauchen, da man die schwachen schüler wegadministriert haben wird.

es gibt ja auch noch den weg von fördernden leistungsgruppen!

die leistungsgruppen

hat die ministerin mit der nms abgeschafft.

Das wird wohl nicht funktionieren. Habe selbst Anfang der 80er eine Hauptschule mit Leistungsgruppen in Graz besucht.

Ab und an, wenn zb. ein Lehrer krank war, wurden beide Leistungsgruppen gemeinsam unterrichtet. Da ist schnell klar geworden das da ein betraechtlicher Unterschied bestanden hat, und es schlicht zahlenmaessig nicht moeglich gewesen waere die 2. Leistungsgruppe "mitzuziehen".

Nicht alle Menschen lernen gleich gut/schnell, egal wie foerderlich das Umfeld auch sein mag. Sehr gute Schueler aus der 2. konnten durchaus in die 1. wechseln, umgekehrt ebenso. Beide Gruppen zu durchmischen hat aber weder der einen noch der anderen Gruppe zum Vorteil gereicht. Die einen ueberfordert, die anderen terminal gelangweilt.

Habe bei "Montessori" aufgehört zu lesen.

Der Rest dieses Artikels kann gar nicht mehr lesenswert sein.

wurde es dann zu intellektuell?

Diese Kinder benötigen keinen "Sonderstatus" ...

sie haben von sich aus die Begeisterung und die Freude, Sprachen zu lernen. Sie sollten möglichst viel Unterstützung dabei erhalten, mit ihren anderssprachigen Altersgenossen gemeinsam aufwachsen zu können. Diese Kinder werden uns Erwachsenen in wenigen Jahren beweisen, dass das Beherrschen von drei bis vier Sprachen völlig normal sein wird. Die Kinder in den gemischten Kindergartengruppen oder später in der Volksschule haben von sich aus keine Vorurteile, außer denen, die sie von den Erwachsenen, egal ob In- oder Ausländer, eingetrichtert erhalten.

auweia,deutsch lernen ohne deutschprachiges umfeld. 2 oder 3 kinder die nicht deutsch sprechen in einer kiga gruppe mit nur deutsch sprechenden u schon hamma kein problem mehr.wie können wir das bewerkstelligen, das ist die große frage u aufgabe in den nächsten jahren

Das geht sich zahlenmaessig bald nicht mehr aus, zuwenig Kinder die Deutsch von zu Hause aus mitbekommen. Nicht zu vergessen das es auch Muttersprachler mit Defiziten gibt die ebenfalls einer Foerderung beduerften.

Hat schon einen Grund warum regelmaessig wegen den Geburtenzahlen rumgeranzt wird.

Teile der Bevoelkerung fluechten sich in Privatschulen, nicht selten noch dazu katholische. "Noch dazu" weil damit ein katholischer Bias mitkommt der nicht zu leugnen ist, auch nicht gerade das Optimum fuer einen sekulaeren Staat.

Wir legen hier gerade die Grundsteine fuer gewaltige Probleme in ein paar Jahrzehnten down the line. Ist nicht sicher ob wir uns das als kleines, rohstoffarmes Land ueberhaupt leisten koennen, kann schnell kippen.

Überraschung!

Vielleicht hat die "Gesellschaft" einfach einen Erwartungsabänderungsbedarf.

Die Gesellschaft geht den Bach hinunter!

Mein Kind lernt dialekt und spielt im Garten, ohne es zu traktieren und das Gehirn zu waschen, bis es endlich dem Standard entspricht

Es ist wichtig die Instinkte zu schärfen, das logische Denkvermögen sowie die Verbundenheit mit der Natur zu fördern. Kinder haben ein beschränktes Maß an Aufnahmepotential, und ich werde es nicht zulassen, dass der Staat hier meine Kinder im Kindergarten züchtigt, weil dort vor allem der soziale Umgang mit anderen, gruppentätigkeiten, spielen, zeichnen und singen trainiert werden sollte. Deutsch lernen ist gut, aber wenn, dann nicht in Form von Unterrichtsstunden.

Garten und "naturverbundenheit fördern" ist ja herzig.

schön ist das, wenn die gschrappn alleine spielen müssen nur weil mami und papi ein bisserl sonderbar sind.

Das Kind spielt ...

Das Kind lernt, bitte Dialekt und nicht dialekt. Das Kind spielt, "ohne es zu traktieren". Wer soll "es" sein? Das Kind spielt, ohne "... das Gehirn zu waschen". (Hab auch noch kein Kind gesehen, das sich das Gehirn wäscht.)

auch ich lehne die externe Dauerbetreuung inkl Potenialförderung ( im Sinne des jeweiligen Wirtschaftsbedarfs) ab; Gehirndoping ab dem 1. Lebensjahr; Bedarfsorientierte Konditionierung

können und wollen wir Respekt empfinden vor dem Anderen mit ihren oder seinen besonderen individuellen Bedürfnissen, Interessen....
...was ist diesen Experten wichtig? welche Philosophie prägt ihre Haltungen und Expertise?
maximale Ausbeutung der Talente unserer KInder ? um mit eigener Karriere und Weltbildern zu dominieren?
geben wir den Kindern Achtung, Respekt, Liebe...Platz für die Vielfalt der kulturellen Entwicklung dieser Menschheit
monentan werden alle mit nicht optimalen sozioökomomischen Hintergrund in "Legebatterien" gehalten

Welche Vielfalt der "kulturellen Entwicklung dieser Menschheit" meinen Sie den _konkret_?

von tokio bis johannesburg, von lima bis moskau,von sydney bis gramatneusiedl
es gibt viele spannende kulturen, philosophien, historisch wie im jetzt
empfehle mal an einer wissenschaftlichen tagung einem global meeting teilzunehmen
spätestens dann erlernen sie respekt vor der vielfalt und haben achtung
ja achtung auch vor analphabeten
denn bildung korreliert nicht zwingend mit herzlichkeit, integrität, moral, witz, sozialer kompetenz....

ps. meine kinder lernen deutsch,russisch, französisch,latein und erhalten eine fundertierte bildnerische und musikausbildung
mitgefühl für und respekt vor anderen menschen
ist uns keine sache der befindlichkeit sondern eine verpflichtung
...
vor 7 jahren- nachts westautobahn- eisig- fahrzeug überschläft sich- innerhalb von 20 min,bleiben 2 autos stehn- ein junger sehr bildungsferner türke und wir
duzende pkw und lkw fahrer fanden es noch nicht mal der mühe wert die geschwindigkeit zu verringern
da waren sicher auch sehr gebildete menschen darunter
kurz begegnen sie menschen stets mit respekt sie könnten mal ihr leben retten (oder auch nicht)

absolut!!!

und dann noch eine Frage an die Rotstrichler...wie kann man hierfür bitte ("geben wir den Kindern Achtung, Respekt, Liebe...Platz für die Vielfalt der kulturellen Entwicklung dieser Menschheit") rote Striche geben?

erzählens das den kindern in 18 jahren, wenn sie dumm schauen gelernt haben.

danke für rotstricherl die zeiten ihrer postings bestätigen das sie entweder während der arbeitszeit fleißig posten-
oder eben keinem job nachgehen

oder ich es mir aussuchen kann, wann und wo ich meinem job mache. das ist ja auch nach ihrer auffassung ok, oder? zudem gibt es von mir nur ganz selten rot.

HellseherIn mit gescheiterter Bildungsbiographie?

bei solchen kommentaren genügt ein volksschulabschluss.

stimmt und ein vs-abschluss ist in allen europäischen bildungssystemen voraussetzung um sich jemals zu habilitieren

eh, wo kommen wir denn da hin, wenn die Kinder sozialen Umgang mit anderen lernen und gruppentätigkeiten...
oder gar singen und spielen

Ein Fall für eine Steiner-Schule...

sorry, aber das ist einfach nur wirr. Was hat "züchtigen" mit Gruppenaktivitäten im Kindergarten zu tun? Was macht "Unterrichtsstunden" per se schlecht und "Spielstunden" per se gut? Kein Kind differenziert hier. Das sind immer nur komische Erwachsene, die eigenartige Ideen zum frühkindlichen Lernen entwickelt haben.

Auf Bäume klettern ist wichtig. Deutsch können auch. Bitte spielen Sie doch nicht das eine gegen das andere aus, das macht keinen Sinn.

Wenn sie in unserem System nicht ein gewisses Zuchtverhalten erkennen, dann ist ihnen eh nicht mehr zu helfen

ach, Sie meinten "züchten" und nicht "züchtigen".... Das macht zwar auch nicht mehr Sinn, aber vielleicht wär ein bissel Deutschförderung mal eine Überlegung wert?

und wer hat zu züchten begonnen ?

Ja, Zucht,

so kann man das nennen, wenn die jeweils erfahrenere Generation dafür sorgt, dass die unerfahrenere einem grundlegenden Regelwerk folgt, ohne dem unsere hochkomplexe Gesellschaft augenblicklich kollabieren würde.

Sie werden dieses Prinzip auch in kleinsten Gesellschaftsgruppen, bis hin zu umherziehenden Aborigines finden. Breit und immer wieder neu zu diskutieren ist natürlich, auf welche Art man diese "Zucht" durchführt.
Eine Welt, wie sie mein Nick andeutet, kann es ohne "Zucht" jedenfalls nicht geben.

Und sie machen ihrem Kind einen Gefallen, indem sie es nicht normal sozialisieren, sondern im eigenen Garten verstecken?

"Naturverbundenheit" ist aber mehr ein esoterisches Konzept sich entwurzelt geglaubter Bobos, als etwas überprüf- und erlernbares, das dem Kind später auch tatsächlich nutzen würde.

Ich weiss nicht ...

... ob es naturverbunden ist aber es ist deffinitiv nicht esoterisch wenn wir unserer kleinen beibringen sich fern aller supermärkte zurecht zu finden.

die kleine kennt seit sie 2 ist praktisch sämtliche ess- und nutzbaren pflanzen die ihr so über den weg laufen können. im garten sowieso jeden grashalm beim vornamen und im wald alles was relevant ist.
seit sie drei ist weiss sie wie man an frischwasser kommt und wasser aufbereitet - nur mit dingen die sie in der natur finden kann.

jetzt mit grade mal vier lernt sie die ganzen pilze kennen und nervt schon seit einem jahr rum sie will ENDLICH fischen lernen. und ja, ihr ist völlig klar dass sie den süssen fisch dann brutalst erschlagen muss ...

sie weiss wie man eine notunterkunft baut ...

Posting 176 bis 225 von 431
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.