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Auch diesen Aal zieht es zur Fortpflanzung in die Sargassosee. Dort erweist sich dann, wer in einem günstigen Umfeld aufgewachsen ist.
Braunschweig - Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) besiedelt während seiner Wachstumsphase sowohl Küsten- als auch Binnengewässer und zeigt eine ausgeprägte Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Lebensräume. Und doch scheinen die beiden Lebensräume nicht gleichwertig zu sein, wie das Hamburger Thünen-Institut für Fischereiökologie berichtet: Ein Leben nur im Süßwasser bringt offenbar Nachteile mit sich.
Manifest werden diese Nachteile, wenn ein neuer Fortpflanzungszyklus beginnt. Nach etwa 5 bis 20 Jahren verlässt ein Aal seinen bisherigen Lebensraum, um zu seinem Laichgebiet in der Sargassosee im Westatlantik zurückzukehren. Um die dafür erforderliche Schwimmstrecke von bis zu 7.000 Kilometern zu bewältigen, müssen die Aale über ausreichend Energiereserven und einen guten Gesundheitszustand verfügen.
Wissenschafter des Thünen-Instituts und der kanadischen University of Prince Edward Island berichten im "Journal of Sea Research", dass der Lebensraum eines Aals seinen späteren Fortpflanzungserfolg beeinflusst. Die Studie zeigt, dass Aale, die ihre Wachstumsphase ausschließlich im Süßwasser verbringen, deutlich geringere Energiereserven gespeichert haben als Aale aus Küstengewässern. Gleichzeitig konnte bei Süßwasser-Aalen ein stark erhöhter Befall mit dem aus Asien eingeschleppten Parasiten Anguillicoloides crassus festgestellt werden, einem Fadenwurm, der die Schwimmblasen von Aalen befällt und die Tiere erheblich schwächt.
Für ihre Studie untersuchten die Wissenschafter die Zusammensetzung der Spurenelemente kleiner Kalkgebilde, sogenannter Otolithen, aus dem Innenohr der Aale. Damit konnten sie deren individuelle Lebensgeschichte hinsichtlich ihres Wanderverhaltens zwischen Gewässertypen unterschiedlicher Salzgehalte nachzeichnen. Schließlich wurden Fettgehalt und Parasitenbefall mit den verschiedenen Wandermustern in Beziehung gesetzt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wahl des Lebensraumes durchaus darüber entscheiden kann, ob ein Aal in der Lage ist, sich erfolgreich fortzupflanzen. (APA/red, derStandard.at, 19. 1. 2013)
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Üblicherweise können Fische entweder an das Leben im Süß- oder im Salzwasser angepasst sein, doch niemals an beides, das gebietet der Stoffwechsel im Zusammenhang mit der Osmose. Süßwasserfische sind salziger als ihre Umwelt, Salzwasserfische weniger salzig, weshalb der Stoffwechsel völlig anders ablaufen muß. Manche Fischarten, wie der Lachs, wachsen im Süßwasser auf und können sich genau einmal in ihrem Leben an das Salzwasser anpassen, wenn sie Erwachsen werden. Zum Leichen kehren sie zwar ins Süßwasser zurück, jedoch ohne ihren Stoffwechsel anzupassen, weshalb dieser dann auch nicht mehr funktioniert und sie sterben. Aale können ihren Stoffwechsel nach Belieben switchen, doch wie?
wirklich IMMER ALLES besser wissen, oder eh schon wissen.
Wahnsinn, so eine Ansammlung von Intelligenzbestien ist mir bis dato noch nie untergekommen (und das, obwohl ich in einem Forschungszentrum arbeite - sic!)
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