Auch Fitch droht den USA mit AAA-Entzug

15. Jänner 2013, 12:25

Nach dem mühsam ausgehandelten Kompromiss zum US-Budget droht der weltgrößten Volkswirtschaft die Herabstufung

London - Ratingriese Fitch macht Druck. Die US-Agentur warnte die USA erneut vor einer Hängepartie im Streit über die Schuldenobergrenze. Sollte sich das politische Gerangel von 2011 wiederholen, drohe dem Land ein Verlust der Bestnote AAA, teilte Fitch mit.

"Sollten wir eine Wiederholung der Krise um die Schuldengrenze von August 2011 sehen, werden wir das US-Rating auf den Prüfstand stellen", sagte der Fitch-Manager David Riley. "Es wird ein erhebliches Risiko geben, dass es zu einer Herabstufung kommt."

Kritik auch von anderen Ratingriesen

Nach dem zu Jahresbeginn mühsam ausgehandelten Kompromiss zum US-Budget hatten auch Moody's und Standard & Poor's der weltgrößten Volkswirtschaft mit der Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit gedroht.

Moody's und Standard & Poor's kritisierten den Kompromiss als nicht ausreichend. Im Kampf gegen das gewaltige Defizit müsse mehr getan werden, erklärten die US-Agenturen unmittelbar nach der Einigung. Die USA haben nach Aussagen der Regierung bereits zum Jahresende die gesetzlich festgelegte Obergrenze bei den Schulden von 16,4 Billionen Dollar (12,65 Billionen Euro) erreicht.

Bei den Verhandlungen über Ausgabenkürzungen zeichnen sich Einschnitte im Sozialsystem als größter Knackpunkt ab. Die Republikaner verlangen hier deutliche Einsparungen, Präsident Barack Obama und seine Demokraten wollen dagegen vor allem die Pensionsversicherungen unangetastet lassen. Bei den Gesundheitsprogrammen für Ältere und Bedürftige sehen aber auch sie ein Sparpotenzial von 100 Milliarden Dollar im Zeitraum von zehn Jahren.

Druck von den Agenturen

Druck machen vor allem die Ratingriesen, an deren Einschätzung sich Investoren in aller Welt orientieren. Senken sie den Daumen über einem Land, kann dies die Aufnahme von frischem Geld am Kredit- und Kapitalmarkt verteuern und erschweren. Die Macht der Agenturen hatten in der Schuldenkrise auch europäische Länder zu spüren bekommen.

Bei Standard & Poor's haben die USA das Toprating bereits im Sommer 2011 verloren. Der Ausblick ist darüber hinaus "negativ", so dass eine weitere Abstufung möglich ist.

Ein ähnliches Schicksal droht den USA bei Moody's. In einer Mitteilung von Anfang Jänner hatte die Ratingagentur gewarnt: Wenn die USA ihre Topnote weiter behalten wollten, müsse mittelfristig ein Abwärtstrend bei der Staatsverschuldung erkennbar sein. (APA/red, derStandard.at, 15.1.2013)

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Wenn die Rating-Agenturen noch Reste an Glaubwürdigkeit....

...behalten wollen. stufen die die USA schnellsttens nach unten.

Wer hätte das gedacht?

und was sagt abercrombie dazu?

Was vielleicht nicht uninteressant ist:

http://www.spiegel.de/wirtschaf... 77637.html

im prinzip ändert sich nicht viel -

- außer , daß die kreditaufnahme f.d. us-regierung teurer wird.
solange die usa über ihre pensionsfonds verfügen und diese in us-gerateten papieren anlegen müssen, bleibt rating für diese anleger eher sekundär.
china würde sich über den wertverlust seines portfolios nicht sehr freuen - aber die usa sind schlicht too big too fail (ähnliche strategien fahren tk-konzerne, banken und andere moloche).

Ich wundere mich eh schon seit geraumer Zeit, dass die USA überhaupt ein AAA haben.

ich sag nur subprime und AAA ...

Apropos...

Dieser erhellende Artikel von Matt Taibbi klärt restlos über die tatsächliche finanzielle Lage in den US of A auf:
http://www.rollingstone.com/politics/... t-20130104

Schönen Dank für den Link, den kannte ich noch nicht.

HAHAHA!

Guter Witz! Wenn die Ernst machen häten wollten, hätten sie schon vor etlichen Jahren runtergestuft. Dann wären sie allerdings aus dem Land geworfen- oder wegen Landesverrat eingekerkert worden.

Wissen doch eh schon alle: solange Chinesen und Japaner den Dollar mit Stützkäufen künstlich am Leben erhalten um ihre Ware in Übersee noch an den Mann bringen zu können, wird weiterhin fleissig Wald abgeholzt und Papier bedruckt und verteilt werden. Eine unendliche Geschichte...

arrested for "unamerican behaviour"

Stimmt, nur...

Diese Geschichte ist nicht unendlich. Es endet
entweder mit eine Globale dollar- Hyperinflation
oder mit eine Weltweite Depression

China hat längst die Mehrheit der "Aktien" (= Dollar) des Staates namens USA.

Also erst nachdem die USA zahlungsunfähig sind, werden sie von der Ratingagentur von super duper vertrauenswürdig (AAA) zu sehr vertrauenswürdig (AA+) herabgestuft.

Oder anders gesagt: 24 Stunden bevor die USA pleite gehen, ist es für Fitch die sicherste Geldanlage die man sich nur vorstellen kann und empfiehlt allen Fonds und Banken dort zu investieren.

Definitiv keine verschiedenen Maßstäbe zwischen Europa und Amerika...

Wäre ja auch schön blöd

Denn die Agenturen
haben den Sitz
in den USA:

Da gibt es zur Not
sicher irgendein Gesetz
das man mal schnell anwenden kann.

"Verrat", vielleicht
oder "Panikmache".

ich frag mich warum die USA ein AAA haben kann?

Denen gehört ja nicht einmal der Dollar. Der gehört der FED und die USA haben schulden dort.

Da auf diesem Planet fast alle relevanten Volkswirtschaften...

...eh schon herabgestuft sind, ist diese Herabstufung auch kein Problem. Dann ist halt A das neue AAA. Wichtig ist nur, daß die USA immer als letztes herabgestuft werden, ungeachtet der Tatsache, daß sie mit 16 Billionen verschuldet sind und sich nicht annähernd auch nur die Zinsen leisten können. Solange alle anderen VOR den USA herabgestuft werdem, bleiben die Amis Kaiser und Chef auf diesem Planet.

nana, jetzt wollen wir mal nicht übertreiben - wie bei lehman, aig, freddy mac etc. sollte es genügen das rating 5 minuten nach dem konkursantrag auf aa+ zu senken....

trauts eich nie

fbi, atf, swat und dhs könnens kaum erwarten =]

Sollen sich die Rating-Agenturen doch mit den USA anlegen

dann verschwinden sie wenigstens schneller in der Bedeutungslosigkeit.

Der Fitsch fängt beim Kopf zu stinken an!

Was, der Pleitegeier USA hat noch das AAA Rating!? *fg*

wer billionenmünzen drucken kann, ist doch bitte nicht pleite!

Rating

Die USA haben einen riesigen Vorteil. Dieser ist militärisch bedingt und dass Öl in US-Dollar abgerechnet wird. Notfalls druckt die FED mehr Dollar. Würde die EU mehr Euros drucken, würde der Euro an Wert verlieren und sich Rohstoffe wie Öl massiv verteuern. Da aber alles in US-Dollar abgerechnet wird, bleibt der Preis gleich. Einzig der Dollar würde gegen Euro schwächer werden, was Exporte für die USA begünstigen würde. Europas Exporte würden dramatisch zurückgehen. China ist das einzige Land, welches auf Augenhöhe mit den USA ist. Jedoch sind beide voneinander abhängig. China mit Exporten in die USA und die USA mit ihren Anleihen, welche China kauft. Die USA ist daher geschützt und wird nichts schlimmes passieren.

Wer sagt dass die Rohstoff-Verkäufer nicht ohnehin intern in Euro oder einem Währungsmix fakturieren?

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