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London - Ratingriese Fitch macht Druck. Die US-Agentur warnte die USA erneut vor einer Hängepartie im Streit über die Schuldenobergrenze. Sollte sich das politische Gerangel von 2011 wiederholen, drohe dem Land ein Verlust der Bestnote AAA, teilte Fitch mit.
"Sollten wir eine Wiederholung der Krise um die Schuldengrenze von August 2011 sehen, werden wir das US-Rating auf den Prüfstand stellen", sagte der Fitch-Manager David Riley. "Es wird ein erhebliches Risiko geben, dass es zu einer Herabstufung kommt."
Nach dem zu Jahresbeginn mühsam ausgehandelten Kompromiss zum US-Budget hatten auch Moody's und Standard & Poor's der weltgrößten Volkswirtschaft mit der Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit gedroht.
Moody's und Standard & Poor's kritisierten den Kompromiss als nicht ausreichend. Im Kampf gegen das gewaltige Defizit müsse mehr getan werden, erklärten die US-Agenturen unmittelbar nach der Einigung. Die USA haben nach Aussagen der Regierung bereits zum Jahresende die gesetzlich festgelegte Obergrenze bei den Schulden von 16,4 Billionen Dollar (12,65 Billionen Euro) erreicht.
Bei den Verhandlungen über Ausgabenkürzungen zeichnen sich Einschnitte im Sozialsystem als größter Knackpunkt ab. Die Republikaner verlangen hier deutliche Einsparungen, Präsident Barack Obama und seine Demokraten wollen dagegen vor allem die Pensionsversicherungen unangetastet lassen. Bei den Gesundheitsprogrammen für Ältere und Bedürftige sehen aber auch sie ein Sparpotenzial von 100 Milliarden Dollar im Zeitraum von zehn Jahren.
Druck machen vor allem die Ratingriesen, an deren Einschätzung sich Investoren in aller Welt orientieren. Senken sie den Daumen über einem Land, kann dies die Aufnahme von frischem Geld am Kredit- und Kapitalmarkt verteuern und erschweren. Die Macht der Agenturen hatten in der Schuldenkrise auch europäische Länder zu spüren bekommen.
Bei Standard & Poor's haben die USA das Toprating bereits im Sommer 2011 verloren. Der Ausblick ist darüber hinaus "negativ", so dass eine weitere Abstufung möglich ist.
Ein ähnliches Schicksal droht den USA bei Moody's. In einer Mitteilung von Anfang Jänner hatte die Ratingagentur gewarnt: Wenn die USA ihre Topnote weiter behalten wollten, müsse mittelfristig ein Abwärtstrend bei der Staatsverschuldung erkennbar sein. (APA/red, derStandard.at, 15.1.2013)
Die Stadt ist praktisch zahlungsunfähig, wenn die Investoren nicht auf Forderungen verzichten, droht die größte Stadtpleite
Die Ratingagentur stuft den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft von negativ auf stabil
Die größte Volkswirtschaft hat zwar zuletzt mehr Jobs geschaffen, leidet aber weiter am schwachen Arbeitsmarkt
1960 waren nur elf Prozent der Familien auf das Einkommen der Frau angewiesen - Sorge über Auswirkungen des Trends
Die Gesellschaften Fannie Mae und Freddie Mac geben nach Erholung auf dem Häusermarkt Gewinne an den Fiskus ab
Für den tiefsten Stand der Arbeitslosigkeit seit Ende 2008 sorgten überraschend viele Neueinstellungen
- außer , daß die kreditaufnahme f.d. us-regierung teurer wird.
solange die usa über ihre pensionsfonds verfügen und diese in us-gerateten papieren anlegen müssen, bleibt rating für diese anleger eher sekundär.
china würde sich über den wertverlust seines portfolios nicht sehr freuen - aber die usa sind schlicht too big too fail (ähnliche strategien fahren tk-konzerne, banken und andere moloche).
Dieser erhellende Artikel von Matt Taibbi klärt restlos über die tatsächliche finanzielle Lage in den US of A auf:
http://www.rollingstone.com/politics/... t-20130104
Guter Witz! Wenn die Ernst machen häten wollten, hätten sie schon vor etlichen Jahren runtergestuft. Dann wären sie allerdings aus dem Land geworfen- oder wegen Landesverrat eingekerkert worden.
Wissen doch eh schon alle: solange Chinesen und Japaner den Dollar mit Stützkäufen künstlich am Leben erhalten um ihre Ware in Übersee noch an den Mann bringen zu können, wird weiterhin fleissig Wald abgeholzt und Papier bedruckt und verteilt werden. Eine unendliche Geschichte...
Also erst nachdem die USA zahlungsunfähig sind, werden sie von der Ratingagentur von super duper vertrauenswürdig (AAA) zu sehr vertrauenswürdig (AA+) herabgestuft.
Oder anders gesagt: 24 Stunden bevor die USA pleite gehen, ist es für Fitch die sicherste Geldanlage die man sich nur vorstellen kann und empfiehlt allen Fonds und Banken dort zu investieren.
Definitiv keine verschiedenen Maßstäbe zwischen Europa und Amerika...
...eh schon herabgestuft sind, ist diese Herabstufung auch kein Problem. Dann ist halt A das neue AAA. Wichtig ist nur, daß die USA immer als letztes herabgestuft werden, ungeachtet der Tatsache, daß sie mit 16 Billionen verschuldet sind und sich nicht annähernd auch nur die Zinsen leisten können. Solange alle anderen VOR den USA herabgestuft werdem, bleiben die Amis Kaiser und Chef auf diesem Planet.
Die USA haben einen riesigen Vorteil. Dieser ist militärisch bedingt und dass Öl in US-Dollar abgerechnet wird. Notfalls druckt die FED mehr Dollar. Würde die EU mehr Euros drucken, würde der Euro an Wert verlieren und sich Rohstoffe wie Öl massiv verteuern. Da aber alles in US-Dollar abgerechnet wird, bleibt der Preis gleich. Einzig der Dollar würde gegen Euro schwächer werden, was Exporte für die USA begünstigen würde. Europas Exporte würden dramatisch zurückgehen. China ist das einzige Land, welches auf Augenhöhe mit den USA ist. Jedoch sind beide voneinander abhängig. China mit Exporten in die USA und die USA mit ihren Anleihen, welche China kauft. Die USA ist daher geschützt und wird nichts schlimmes passieren.
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