Kunstmuseen des Bundes jubeln über Besucherzuwächse

14. Jänner 2013, 17:24
1 Posting

Belvedere meldet für 2012 "historischen Rekord", einzig das Mak stürzte ab - auf 139.172 Besucher

Wien - Zumindest von den Besucherzahlen her war 2012 für die Kunstmuseen des Bundes ein erfolgreiches: Abgesehen vom Museum für angewandte Kunst konnten alle die Frequenz steigern.

Am meisten jubeln durfte Agnes Husslein: Das Belvedere kam auf 1.139.585 Besucher (davon 815.264 im Oberen Belvedere aufgrund der Jubiläumsausstellung 150 Jahre Gustav Klimt). Das bedeutet gegenüber 2011 ein Zuwachs von 28 Prozent, eine nochmalige Steigerung des Eigendeckungsgrades (auf nun 59 Prozent) - und ein "historischer Rekord" in doppelter Hinsicht: Nie zuvor besuchten derart viele Menschen das Belvedere; und nie zuvor erreichte ein Bundeskunstmuseum ähnlich hohe Zahlen.

Bisheriger Spitzenreiter war die Albertina mit 997.738 Besuchern im Jahr 2008 (aufgrund einer Van-Gogh-Retrospektive); für 2012 meldet die grafische Sammlung 620.333 Besucher beziehungsweise einen Zuwachs von rund acht Prozent gegenüber 2011.

Eine respektable Steigerung gelang Direktorin Sabine Haag im Hauptgebäude des Kunsthistorischen Museums: von 593.845 auf 703.588 Besucher bzw. um 18,5 Prozent. Auch an allen anderen Standorten gab es Zuwächse; als "Konzern" (inkl. Theatermuseum, Schatzkammer, Schloss Ambras, Museum für Völkerkunde und Theseustempel) kam das KHM auf 1,35 Millionen Besucher. Im Jahr zuvor waren es 1,13 Millionen gewesen. Die Eintrittserlöse stiegen von 6,84 auf 7,62 Millionen Euro; der Eigendeckungsgrad liegt nun bei 38 Prozent. Eine weitere Steigerung erwartet man sich durch die Wiedereröffnung der Kunstkammer am 1. März: Die Eintrittserlöse wurden für heuer mit 8,75 Millionen Euro budgetiert.

Besucherzuwächse verzeichneten auch das Leopold-Museum (von 311.000 auf 355.000) und das Mumok: Nach dem herben Rückgang 2011, als das Museum wegen Umbauarbeiten drei Monate geschlossen war, konnten im vergangenen Jahr 199.602 Besucher gezählt werden. An die Erfolgszahlen von Edelbert Köb vermochte Karola Kraus aber (noch) nicht anzuschließen. Das Mak hingegen musste, weil der freie Eintritt am Samstag abgeschafft wurde, einen herben Besucherrückgang (von 156.212 auf 139.172) hinnehmen. Man freut sich dennoch: Die Zahl der zahlenden Besucher stieg um exakt ein Drittel. (Thomas Trenkler, DER STANDARD, 15.1.2013)

  • Artikelbild
    grafik: standard
Share if you care.